Einordnung

Trumps Seeblockade sei "Dank": Darum sollten wir JETZT tanken!

Nachdem sich die verheerende Spritpreis-Lage ein wenig entspannt hatte, sind die politischen Aussichten nun wieder finster. Unsere Empfehlung: Zeitnah volltanken!

Eine Fotomontage zeigt Donald Trump, der auf eine Spritpreis-Anzeigetafel deutet.
Foto: dpa, Imago / Collage: AUTO ZEITUNG
Auf Pinterest merken

Im Zuge einer vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und Iran waren die deutschen Spritpreise in der vergangenen Woche deutlich gesunken. So kostet ein Liter Diesel laut dem SWR am heutigen Montag, dem 13. April, im Bundesdurchschnitt 2,29 Euro gegenüber 2,44 Euro eine Woche zuvor. Nach gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und Iran am Wochenende hat US-Präsident Donald Trump nun eine Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt. Diese soll heute um 16 Uhr unserer Zeit in Kraft treten. Die Streitkräfte sollen lediglich Schiffe stoppen, die iranische Häfen ansteuern oder von dort kommen, und den sonstigen Verkehr nicht behindern.

Fachleute beobachten trotz dieser Einschränkung der US-Blockade nervöse Märkte und die WirtschaftsWoche berichtet bereits am selben Tag von steigenden Rohölpreisen. Durch Trumps Ankündigung, die Blockade so lange aufrechterhalten zu wollen, bis man eine Einigung erzwungen hat, könnte sich zudem eine längerfristige Preiserhöhung einstellen. Daher unsere Empfehlung zum Montag: Zeitnah volltanken. Eine gesicherte Angabe fällt bei einer so komplexen Gemengelage schwer, doch einiges spricht dafür, dass wir uns momentan am Preis-Tiefpunkt befinden.

Darum ist die Straße von Hormus so wichtig

Der Hauptpreistreiber der Spritpreise war in den vergangenen Wochen die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Bei der Straße von Hormus handelt es sich um eine Meerenge, die ölreiche Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait oder Iran mit dem Arabischen Meer verbindet. Normalerweise passieren rund 20 Prozent des weltweit genutzten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) die Meerenge.

Nachdem die USA Ende Februar 2026 militärisch das anliegende Iran angegriffen hatten, drohte dessen Regierung damit, passierende Schiffe zu entern. Dadurch mussten Transportunternehmen erhöhte Risiken in Kauf nehmen oder andere Wege für den Öltransport finden. In der Folge stiegen die Spritpreise weltweit – und Iran hatte ein Druckmittel gegen die westlichen Großmächte. Dieses Druckmittel versucht Trump nun zu nutzen, indem er Iran den Seeweg abschneidet.

Fazit

Anfang 2026 hätte es niemand für möglich gehalten, aber unsere Empfehlung am 13. April: Tanken Sie bei durchschnittlichen Spritpreisen von 2,15 Euro (Benzin) und 2,29 Euro (Diesel) möglichst zeitnah voll! Die heute in Kraft tretende US-Blockade der Straße von Hormus macht einen erneuten Spreissprung in den kommenden Tagen wahrscheinlich.

Quellen

  • Merkur

  • NDR / SWR

  • Tagesschau

  • WirtschaftsWoche