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Toyota C-HR 2.0 Hybrid: Test C-HR Facelift als Hybrid im Test

von Elmar Siepen 28.04.2020
Inhalt
  1. Der Toyota C-HR 2.0 Hybrid im Test
  2. Test: C-HR 2.0 Hybrid fahrsicher, aber nicht dynamisch
  3. Connectivity-Check beim Toyota C-HR 2.0 Hybrid
  4. Messwerte & technische Daten des Toyota C-HR 2.0 Hybrid

Unser Test zeigt: Die Frischzellenkur knapp vier Jahre nach seinem Debüt ist dem Toyota C-HR 2.0 Hybrid gut bekommen. Nun rollt er mit weicheren Karosserielinien und neuem Antrieb in die Zukunft. 

PositivSehr sparsamer, bestens funktionierender Hybridantrieb, guter Komfort
NegativUnübersichtliche Karosserie, mäßige Raumausnutzung, für Sitzriesen wenig Kopfraum im Fond

Der neue Antrieb im Toyota C-HR 2.0 Hybrid aus unserem Test passt zweifelsohne besser zur flotten Optik des SUV-Coupés als der 116 PS starke 1,2-Liter-Turbobenziner und die Hybridversion mit 122 PS. Knapp vier Jahre nach seinem Debüt griffen die Japaner nun ins Konzernregal und setzten ihrem hierzulande meistverkauften SUV den Antriebsstrang des neuen Corolla-Hybrid ein – in Gestalt eines 2,0-Liter-Aggregats mit 152 PS samt einer E-Maschine, die 80 kW (109 PS) leistet. Das System kommt auf eine Leistung von 184 PS. Fallen die optischen Modifikationen für das Modelljahr 2020 mit einer etwas entschärften Linienführung außen und LED-Scheinwerfern vorn sowie hinten noch dezent aus, so bietet der neue Motor zeitgenössisches Hightech: Der Vierzylinder im Toyota C-HR 2.0 Hybrid arbeitet zum Beispiel nach dem Atkinson-Prinzip, das den Wirkungsgrad steigert. Hierzu schließen die Einlassventiele erst sehr spät. Im Verbund mit der variablen Ventilsteuerung lässt sich so je nach Betriebsbedingung des Motors die Zylinderfüllung optimieren, was zu einer besseren Ausnutzung der Verbrennungsenergie und damit für weniger Schadstoff-Emissionen sorgt. Mehr zum Thema: Leichte Modellpflege für den C-HR

Fahrbericht
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Der Toyota C-HR 2.0 Hybrid im Test

Im Test fällt auf, dass der neue Antrieb im Toyota C-HR 2.0 Hybrid sehr druckvoll zu Werke geht. Selbst oberhalb von 160 km/h ist noch eine ordentliche Beschleunigung spürbar. Zudem fällt das Ansprechverhalten spürbar spontaner aus als bei früheren Hybriden aus dem Hause Toyota. Beeindruckend ist auch, wie reibungslos und ohne spürbare Übergänge das Zusammenspiel zwischen E-Maschine, Verbrenner und Rekuperation funktioniert. Die blitzschnellen Wechsel der Fahrmodi lassen die Komplexität der Regelelektronik nicht mal erahnen. Wer es darauf anlegt und vorher genug Energie zurückgewonnen hat, kann mit vorsichtigem Gasfuß auch einige Kilometer rein elektrisch fahren. Gewöhnungsbedürftig ist nach wie vor die konstant hohe Drehzahl bei der Volllastbeschleunigung. Wer diesem Effekt ein Schnippchen schlagen möchte, greift zum Wählhebel des Getriebes und wählt manuell vordefinierte, simulierte Getriebestufen. Bei Bedarf geht es flott voran und in 8,4 Sekunden bis auf Tempo 100. Bei 180 km/h wird der Toyota C-HR 2.0 Hybrid elektronisch abgeregelt. Unser Testverbrauch von nur 5,8 Liter Super auf 100 Kilometern liegt in einer Region, die man bisher nur von Dieseln kannte.

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Test: C-HR 2.0 Hybrid fahrsicher, aber nicht dynamisch

Bei den Fahrversuchen auf der Handlingstrecke während unseres Tests gibt sich der Toyota C-HR 2.0 Hybrid zwar sehr fahrsicher, aber nicht besonders dynamisch was auch mit seinem vergleichsweisen hohen Leergewicht von 1524 Kilogramm zu entschuldigen ist. Provozierte Ausweichmanöver bei Autobahnrichtgeschwindigkeit etwa fängt das elektronische Stabilitätssystem zielsicher ab. Auf langen Strecken fühlt sich der elektrifizierte C-HR wohl und überzeugt mit gutem Federungskomfort besonders dort, wo kein Geld für Fahrbahnreparaturen vorhanden zu sein scheint. Lückenhafte Asphaltdecken, kurze Bodenwellen oder Querkanten meistert der Japaner mit bemerkenswerter Gelassenheit, ohne dabei mit Poltergeräuschen zu nerven. Ansonsten ist der Toyota C-HR 2.0 Hybrid ganz der Alte: Gute Verarbeitungsqualität, aber auch wenig Kopfraum im Fond sind ebenso seine Kennzeichen wie die umfangreiche Ausstattung der Basis-Version dieser Antriebsvariante. So gehört zur Business-Linie neben Sicherheitsdetails wie Auffahrwarnung, Spurhalte- und Fernlichtassistenten, Totwinkelwarner, Einparkhilfen vorn/hinten und Sitzheizung auch ein Navigationssystem. Allerdings kostet der 184-PS-Hybrid dann immerhin 32.790 Euro – die aufwändige Technik gibt es eben nicht umsonst.

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Connectivity-Check beim Toyota C-HR 2.0 Hybrid

Der Toyota C-HR 2.0 Hybrid bringt bereits ein Navisystem mit "Over the Air"-Aktualisierung aufpreisfrei mit. Die Smartphone-Integration über Apple CarPlay oder Android Auto ist zudem ebenso an Bord wie ein DAB-Radio. Hinzu kommt die Nutzungsmöglichkeit der App "MyT" inklusive Spritspar-Trainer.

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Messwerte & technische Daten des Toyota C-HR 2.0 Hybrid

AUTO ZEITUNG 03/2020Toyota C-HR 2.0 Hybrid
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/4
Hubraum1987 cm³
Systemleistung184 PS
Max. Drehmoment (Verbrenner/E-Maschine)190/292 Nm
Getriebe/AntriebPlanetengetriebe/Vorderrad
Messwerte
Leergewicht/Zuladung1524/406 kg
Beschleunigung (Test) 
0 - 100 km/h8,4 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)180 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
34,9/33,7 m
Verbrauch (Test/WLTP)5,8/5,3 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Werk)118 g/km
Preise
Grundpreis32.790 Euro

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Unser Fazit

Die Überarbeitung des Toyota C-HR ist gelungen. Der neue Antrieb besitzt reichlich Hightech und verleiht dem eigenwillig gezeichneten Japaner ein deutliches Dynamik-Plus. Die moderne Hybrid-Technik hat allerdings ihren Preis.

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