Ist Streusalz schädlich fürs Auto? Tipps zur Vorbeugung!
Streusalz macht glatte Straßen im Winter sicherer. Was die Rutschgefahr auf Straßen und Gehwegen senkt, kann dem Auto jedoch zusetzen. So lässt sich das eigene Fahrzeug vor Schäden durch Streusalz schützen!
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Ist Streusalz schädlich für das Auto?
Streusalz kann für Autos, Fahrräder und andere Verkehrsmittel schädlich sein, weil Salz in Kombination mit Wasser Korrosion verursacht. Bei Autos sind besonders der Unterboden, Radkästen, der Auspuff sowie auch die Bremsen gefährdet. Salz zieht außerdem Wasser an und hält den Unterboden länger feucht, was den Korrosionsprozess verstärken kann.
Schädlich ist Streusalz auch für den Lack und die Dichtungen, da Spritzwasser mit Salz Lackschäden und poröse Dichtungen begünstigt. Wer sein Fahrzeug regelmäßig und besonders nach den Wintermonaten reinigt, kann den Einfluss von Streusalz reduzieren. Wie sich Flugrost entfernen lässt, erklären wir im Ratgeber.
Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:
Wie kann ich das Auto vor Schäden durch Streusalz schützen?
Um das Auto vor Schäden durch Streusalz zu schützen, lassen sich mehrere Maßnahmen ergreifen. Empfehlenswert ist die regelmäßige Wäsche im Winter. Besonders nach Fahrten auf gestreuten Straßen lohnt sich dies. Dabei empfiehlt sich eine Unterbodenwäsche, bei der der Unterboden mit einem Reiniger gespült wird, der die Salzablagerungen entfernt.
Außerdem kann man den Unterboden mit einer speziellen Versiegelung behandeln, wie einem Unterbodenwachs oder einem Unterbodenspray. Auch der Autolack lässt sich mit einer Lackpflege gegen Salz und Feuchtigkeit schützen. Dieses ist auch bei empfindlichen Stellen wie Dichtungen, Türrahmen und Schlössern nicht verkehrt. Hier lohnt sich ein Silikonspray oder eine Gummipflege.
Ist Streusalz verboten?
Nein, Streusalz ist in Deutschland nicht verboten, der Einsatz ist aber reglementiert und wird regional unterschiedlich geregelt. So dürfen Kommunen für die Verkehrssicherheit auf öffentlichen Straßen und Autobahnen Streusalz verwenden, für Privatpersonen ist dies in vielen Städten und Gemeinden hingegen eingeschränkt oder sogar verboten. Zudem sollte man darauf achten, Streusalz nicht in Wassernähe einzusetzen, um die Gewässerverschmutzung zu minimieren.
Kommunen dürfen Streusalz besonders auf stark befahrenen Straßen, Brücken, Kreuzungen und auch bei Gefahrenstellen nutzen. Aber oftmals wird auf Gehwegen oder Nebenstraßen alternatives Streumittel verwendet. Dazu zählt beispielsweise Splitt oder Sand. Dieses Streugut ist zwar umweltfreundlicher, lässt das Eis jedoch nicht schmelzen, weswegen Streusalz weiterhin in vielen Regionen zum bewährten Mittel für mehr Bodenhaftung zählt.
Bußgeld bei Nutzung von Streusalz
Im privaten Bereich darf Streusalz oftmals nur in Ausnahmesituationen verwendet werden. Darunter fällt beispielsweise extreme Glätte oder Blitzeis. Wie man sich richtig bei Glatteis während des Autofahrens verhält, erklären wir hier. Wer außerhalb dieser Ausnahmesituationen dennoch Streusalz verwendet, muss mitunter mit einem Bußgeld zwischen 10 und 100 Euro rechnen. Um dies zu vermeiden, empfiehlt sich ein Blick in die örtlichen Vorschriften zur Winterdienstpflicht, wo die Streupflichtsatzung geregelt wird.
Vor- und Nachteile von Streusalz sowie Alternativen
Vorteile von Streusalz
Streusalz wirkt schnell und lässt Eis und Schnee zügig schmelzen.
Das geschmolzene Eis lässt sich besser entfernen, da es den Schnee auftaut oder zumindest auflockert. Dadurch verbindet er sich nicht mehr so stark mit der Straßenoberfläche.
Einfache Anwendung.
Kostengünstig.
Nachteile von Streusalz
- Schäden an Fahrzeugen können durch Streusalz entstehen/begünstigt werden (Korrosion).
- Schäden an Brücken, Straßen oder Beton.
- Umweltschäden an Pflanzen, Böden und Grundwasser durch erhöhte Salzkonzentration möglich.
- Belastung für Tiere (Hunde können unter gereizten Pfoten leiden, wenn diese mit Streusalz in Kontakt kommen zudem kann es Magenprobleme geben, wenn Tiere das Salz durch das Auflecken von Schnee aufnehmen)
- Nicht effizient bei extremen Temperaturen (Bei Temperaturen unter rund -15 °C ist Streusalz weniger wirksam oder sogar nutzlos)
- Es bleiben oft schwierig zu entfernende Rückstände zurück, beispielsweise an Schuhen, Kleidung oder Fahrzeugen.
Alternativen zum Streusalz
Um die Umwelt zu schonen und ein mögliches Bußgeld zu vermeiden, lohnt sich für Privatpersonen die Nutzung von Alternativen zum Streusalz. So kann man Splitt, Sand oder Granulat nutzen. Doch auch Sägespäne, Kies oder Tannenzweige können zum Streuen im Winter geeignet sein. Auch Magnesiumchlorid (MgCl2) und Calciumchlorid (CaCl2) gelten als Alternativen zum herkömmlichen Streusalz (NaCl), verursachen jedoch durch ihren Chloridgehalt ebenfalls Schäden durch vergünstigte Bedingungen für Korrosion.













