Reparatur & Wartung

Überbrückungskabel: Darauf beim Kauf & Anschließen achten

Wenn die Autobatterie schwächelt und der Motor nicht mehr startet, hilft ein Überbrückungskabel. Die AUTO ZEITUNG erklärt, worauf beim Kauf zu achten ist, wie man die Starthilfekabel korrekt anschließt und stellt empfehlenswerte Produkte vor.

Zwei Fahrzeuge sind über Überbrückungskabel an den Autobatterien verbunden. Auf dem Boden ist Schnee zu sehen, an der Autokarosserie Frost.
Ein Überbrückungskabel macht das Auto wieder flott, wenn die Batterie streikt. Foto: Imago
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Spätestens wenn die Autobatterie den Dienst verweigert, ist man froh, ein Überbrückungskabel an Bord zu haben. Damit lässt sich nicht nur das eigene Fahrzeug starten, sondern auch anderen Verkehrsteilnehmer:innen helfen.

Ein Überbrückungskabel besteht aus zwei isolierten Leitungen mit Zangen an den Enden, die Plus- und Minuspol der Batterie miteinander verbinden. Dabei gilt: Nicht jedes Modell eignet sich für jedes Auto. Worauf bei Kauf und dem Anschließen zu achten ist, erklären wir hier.

Ratgeber: Richtig Starthilfe geben (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Überbrückungskabel kaufen: Darauf ist zu achten

Damit das Überbrückungskabel als Starthilfe ein nützliches Werkzeug ist, müssen einige Punkte erfüllt sein. Auf folgende Kriterien ist zu achten:

  • Kompatibilität: Ein Überbrückungskabel muss zur Motorgröße passen. Der Querschnitt ist entscheidend: Bei Benzinmotoren ab zwei Liter Hubraum sollten es mindestens 25 mm2 (Kupfer) oder 40 mm2 (Alu) sein, bei größeren Motoren sogar 35 mm2 (Kupfer) oder 55 mm2 (Alu). Diesel-Pkw benötigen in der Regel ebenfalls mindestens 25 mm2 (Kupfer) oder 40 mm2 (Alu).

  • Sicherheit und Normen: Um Schäden am Fahrzeug oder Verletzungen zu vermeiden, sollte das Überbrückungskabel der DIN-Norm 72553 oder der ISO-Norm 6722 entsprechen.

  • Eigenschaften: Das Kabel sollte biegsam bleiben, auch bei Kälte. Die Polzangen müssen isoliert sein, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Gängige Längen sind drei bis dreieinhalb Meter. Längere Kabel bieten mehr Flexibilität, benötigen aber mehr Platz. Wichtig ist auch die Qualität der Zangen: Verzahnte Kontaktflächen und starke Federn verhindern ein Abrutschen.

  • Preis: Preislich bewegen sich Überbrückungskabel meist zwischen 15 und 50 Euro. Angesichts des Nutzens sollten sie zur Grundausstattung eines jeden Fahrzeugs gehören.

Empfehlenswerte Überbrückungskabel im Vergleich

AEG Automotive 97203 Überbrückungskabel SK 16

Dieses Starthilfekabel von AEG ist mit seiner Länge von drei Metern leicht in der mitgelieferten Tragetasche verstaut. Geeignet ist es besonders für kleinere Benzinmotoren, deren Anlasser keinen besonders starken Startimpuls benötigt.

Sakura Überbrückungskabel SS3627

Das Sakura Starthilfekabel SS3627 ist mit vier Metern nicht nur länger, sondern soll auch starke Ströme bis zu 700 A verkraften. Auch hier ist die Tragetasche gleich dabei. Darauf ist sogar eine Anleitung für korrekte Starthilfe gedruckt (auf Englisch).

Autonik 121020 DIN Überbrückungskabel Alu-Kupfer

Trotz seines relativ kleinen Querschnitts von 25 mm² soll sich das Alu-/Kupferkabel von Autonik selbst für große Verbrenner eignen. Zudem besitzt das dreieinhalb Meter lange Kabel einen Überspannungsschutz und eine Tragetasche. 

Überbrückungskabel anschließen: So geht es richtig

Falsches Anschließen kann Funkenflug oder Kurzschluss verursachen. Wichtig ist die korrekte Reihenfolge beim Verbinden der Pole. Wie sich ein Auto überbrücken lässt, erklären wir im Detail hier. Hier eine schnelle Anleitung zum korrekten Anschließen eines Überbrückungskabels:

  • Das rote Kabel an den Pluspol der leeren Batterie klemmen.

  • Das andere Ende des roten Kabels mit dem Pluspol der vollen Batterie verbinden.

  • Das schwarze Kabel an den Minuspol der vollen Batterie klemmen.

  • Das andere Ende des schwarzen Kabels mit einem von der Batterie entfernten Massepunkt (etwa eine blanke Stelle am Motorblock) des Fahrzeugs mit Startproblemen klemmen.

  • Motor des Spenderautos starten und laufen lassen.

  • Nun den Motor des Autos mit Startproblemen starten.

Ist das Auto einmal überbrückt und der Motor gestartet, sollte dieser nicht sofort ausgemacht werden. Bei laufendem Motor kann die Lichtmaschine die müde Starterbatterie noch ein wenig laden. Daher ist eine Fahrt von knapp 30 min nach der Starthilfe sinnvoll.

Alternative: Starthilfe-Booster mit Akku

Wer kein anderes Auto zur Verfügung hat, kann auf Starthilfe-Booster zurückgreifen. Diese Powerbanks ersetzen im Notfall das zweite Fahrzeug. Welche Geräte empfehlenswert sind, zeigt unser Testüberblick zu Akku-Starthilfen. Hier unser Testsieger: