Tuning

Mit Kind, Kegel und 1000 PS: Die stärksten Tuning-Kombis

Viel Platz im Heck und noch mehr PS im Bug: Das macht den Reiz der stärksten Tuning-Kombis aus. Wir haben sieben Beispiele für extraordinäre Fünftürer gesammelt, die weder auf dem Baumarkt-Parkplatz noch auf dem Dragstrip enttäuschen.

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Collage mit den stärksten Tuning-Kombis
Bei diesen Tunings gibts die volle Packung Power und Praktikabilität. Das sind die ultimativen Kombis von MTM, G-Power und Co. Foto: MTM/G-Power/Black Smoke Performance
Der G-Power BMW M5 Hurricane RS Touring stehend von vorne
Platz 7: G-Power hat sich in den 2010ern mit den Hurricane-Modellen ein PS-Denkmal gesetzt. Während der berühmte M6 schon alles in Grund und Boden gefahren hat, wurde das Ganze im BMW M5 Touring E61 nochmal auf die Spitze getrieben. Das Rezept: V10 nehmen, ordentlich aufblasen (Bi-Kompressor lässt grüßen) und dann nie mehr vom Gas gehen. Mit 820 PS (603 kW) im Hurricane RR war der Kombi nicht nur absurd stark, sondern auch offiziell Rekordhalter – kein anderer Kombi schaffte 372 km/h Spitze auf dem Weg zum nächsten Baumarkt. Optisch bleibt das Ganze fast schon unverschämt unauffällig – bis auf die fetten Räder, die wegen der Tieferlegung förmlich aus der Karosserie herauszuquellen scheinen. Foto: G-Power
Der Manhart MH5 900E stehend von vorne
Platz 6: Manhart hat aufgrund des Übergewichts des BMW M5 Touring die Gewichtung der Systemleistung auf 910 PS (669 kW) angepasst. Damit liegen im Über-Kombi knapp 200 PS mehr an als in der absurd starken Serie. Zu den Möglichmachern gehören ein Turbo-Upgrade, ein Zusatzsteuergerät und eine Abgasanlage, die klingt (und aussieht), als hätte sie Aggressionsprobleme. Optisch fährt der MH5 900E das volle Carbon-Programm: Spoiler hier, Canards da, überall Leichtbau-Optik – wahrscheinlich hätte Manhart auch die Fenster ersetzt, wenns gegangen wäre. Dazu die obligatorischen goldenen Zierstreifen außen und die klassische Manhart-Veredelung bestehend aus Logos, Schriftzügen und Fußmatten innen. Foto: Manhart
Der Mercedes S123 Black Smoke Performance stehend von schräg hinten
Platz 5: Der Mercedes S123 war einst die rollende Definition von „solide, aber bitte ohne Eile“. Doch ein finnischer Wahnsinniger namens Teemu Peltola fand, dass ein halbes Jahrhundert Biederkeit genug ist – und verwandelte den Diesel-Kombi kurzerhand in eine qualmende Drift-Waffe mit bis zu 930 PS (684 kW). Statt gemütlicher Familienkutsche gibts jetzt Slicks, aufgepumpte Radhäuser, Spoilerwerk und zwei Auspuffrohre, die frech durch die Motorhaube ragen wie Industrieschornsteine aus dem Gewerbegebiet. Verantwortlich für den kompletten Eskalationskurs: Black Smoke Performance, die Dieselmotoren offenbar erst dann für artgerecht halten, wenn sie bei vier Bar Ladedruck um ihr Leben husten. Ergebnis: 1000 Nm, Rauchsignale in allen Farben und ein Kombi, der mehr mit Drift-Events als mit Baumarktbesuchen zu tun hat. Kurz gesagt: Dieser Benz hat nicht mit dem Rauchen aufgehört – er hat einfach auf Kettenrauchen umgestellt. Foto: Black Smoke Performance
Der Motor des Audi RS 6 von HGP
Platz 4: Saßen Sie jemals in einem Audi RS 6 und haben sich gedacht: 450 extra-PS würden dem Auto gut tun? Die Antwort auf diese Frage liefert die Stage 3 von HGP, die dem V8-Biturbo sage und schreibe 1080 PS (794 kW) entlockt. Technisch wird vor allem an den Turboladern rumgefräst, dazu gibts neue Sensorik, Ansaugung und eine überarbeitete Motorsteuerung. Die Automatik hält das auf 1250 Nm begrenzte Drehmoment zum Glück aus – sonst wäre hier wahrscheinlich schon längst alles explodiert. Optisch bleibt der RS 6 überraschend brav und gibt den Sleeper, während er nebenbei Ferrari-Fahrende ins Schwitzen bringt. Und das nicht nur auf dem Papier: 0–100 km/h in 2,8 s – also mal eben eine halbe Sekunde schneller als der RS 6 GT. Foto: HGP
Der Audi RS 6 von Mansory stehend von vorne
Platz 3: Mansory dreht mal wieder völlig frei – und zwar so richtig. Der ohnehin schon nicht ganz zurückhaltende Audi RS 6 C8 bekommt hier ein Upgrade, bei dem selbst Supersportwagen nervös werden: 1100 PS (809 kW) und 1250 Nm. Kurz gesagt: fast doppelt so viel Wumms wie Serie – weil „warum nicht?“. Optisch? Natürlich komplett eskaliert. Forged Carbon überall, dazu türkisfarbene Akzente, die so subtil sind wie ein Presslufthammer. Riesige 22-Zöller, aggressiver Diffusor, extra Heckflügel – falls der erste noch nicht genug Drama gemacht hat – und sogar eine F1-inspirierte Bremsleuchte, immerhin sind die vier Ringe jetzt auch in der Königsklasse unterwegs. Innen wirds dann endgültig wild: Alles. Wirklich alles. Ist türkis. Sitze, Dachhimmel, Fußmatten – man hat fast Angst, mit Straßenschuhen einzusteigen. Dazu Carbon-Pedale, Sternenhimmel wie bei Rolls-Royce und leuchtende Logos, damit auch ja niemand vergisst, wer hier übertrieben hat. Foto: Mansory
Blick von schräg vorne auf den fahrenden MTM Pangaea GT.
Platz 2: Motoren Technik Mayer hat offenbar beschlossen, dass Tuning allein nicht mehr reicht – also baut man einfach gleich ein eigenes Auto. Der MTM Pangaea GT ist geboren: ein Kombi mit 1100 PS, der so breit dasteht, als wolle er die gesamte Autobahn nur für sich haben. Klar, er sieht verdächtig nach Audi RS 6 C8 aus – ist aber laut MTM viel mehr als nur ein Umbau. Praktisch jedes Teil wurde angefasst, neu gedacht oder direkt aus Carbon geschnitzt. Ergebnis: 13 cm länger und 17 cm breiter! Hier nochmal zum Staunen: 2,12 m misst der Kombi insgesamt in der Breite. Um bei der Abfangjäger-Optik mithalten zu können, brauchte es schon 1100 PS (809 kW) und 1200 Nm unter der Haube. Damit schießt der Pangaea GT in unter 2,5 s auf 100 km/h und hat bei 350 km/h noch immer nicht genug. So wird jeder Familienausflug zur Achterbahnfahrt. Dazu passt, dass alle vier Sitze aus Carbon gefertigt sind. Was das kostet, verrät MTM wohl nur dem handverlesenen Kundenkreis, der eines der 25 Exemplare kaufen darf. Foto: MTM
Der Volvo 240 Turbo Wagon stehend von vorne
Platz 1: Dieser Volvo 240 sieht aus, als wäre ihm auf dem Schrottplatz aus Versehen ein LS-V8 mit mächtigem Turbolader in den Motorraum gefallen. Und anstatt den Aprilscherz wieder abzublasen und ihn dort herauszuziehen, folgte Besitzer Griffin Steinfeld dem Flow und installierte eine Drag-verdächtige Rad-Reifen-Kombination sowie Verstärkungen an allen Ecken und Enden. Dabei darf man sich durchaus fragen, ob die Motorleistung von 1500 PS (1103 kW) absurder ist, oder die Tatsache, dass der Ami seinen alten Schweden als Daily Driver nutzt. Steinfeld hat aber nicht nur einen Sprung in der Schüssel, sondern auch einen in der Windschutzscheibe, der sich beim pfeifenden Durchladen Stück für Stück auszubreiten scheint. Einen Unterschied macht das aber kaum, da das Sichtfeld aufgrund des allgegenwärtigen Reifenqualms ohnehin stark begrenzt ist. Foto: Youtube/Autotopia LA

Wer bei den Tuning-Kombis ganz nach oben will, braucht deutlich mehr als 1000 PS

Überstarke Kombis braucht eigentlich kein Mensch, und genau darin liegt auch der Reiz der stärksten Tuning-Kombis. Es hat einfach einen gewissen Charme, den schier endlosen Kofferraum vollzuladen und auf der Autobahn Supersportwagen stehen zu lassen. Wobei die Variabilität und das Volumen nach den jeweiligen Umbauten durch G-Power, MTM & Co. oft nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

Stattdessen zählt der maximale Krawall unter der Haube, der gut und gerne mal die 1000-PS-Marke (735 kW) knackt. Neben den stark verdächtigen Audi RS 6 und BMW M5 Touring haben wir auch ein paar echte Überraschungen entdeckt, die das Ranking in der Bildergalerie nicht nur zieren, sondern teilweise sogar anführen.

Mitfahrt im Ford Focus RS Turnier (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG