Sommereifen-Test Sommerreifen getestet – die Ergebnisse

Das Gummi der Sommerreifen besteht aus einer speziell für die warme Jahreszeit entwickelten Materialmischung. Da sie weicher ist als die von Winter- oder Ganzjahresreifen, rollen Sommerreifen komfortabler und leiser ab, zudem dürfen sie in der Regel schneller gefahren werden. Tatsächlich bieten die Pneus für die Sommermomante auch bei Regen einen deutlichen Sicherheitsvorsprung. Verantwortlich dafür sind Aufbau und Struktur des Lamellenprofils, die das Regenwasser besser abführen. Das Resultat sind deutlich kürzere Bremswege. Es gibt aber auch noch weitere Vorteile, die für Sommer- und gegen Ganzjahresreifen sprechen: Fahrdynamisch orientierte Autofahrer können im Sommer breitere Reifen fahren: Schmale Reifen bieten auf Schnee nämlich den besseren Grip – ein Argument, das für Sommerreifen entfällt. Bereite Reifen bedeuten größere Auflageflächen und dadurch mehr Grip. Der Bremsweg wird kürzer und das Auto hat in den Kurven mehr Reserven. Dem entgegen steht durch einen höherer Rollwiderstand, dadurch ein höherer Verbrauch und ein lauteres Abrollgeräusch. Auch in der Anschaffung sind sie teurer als schmale Reifen.

 

Test: Das muss man über Sommerreifen wissen

Wann neue Sommerreifen nötig sind, hängt von Alter, Zustand und Profiltiefe ab. Die DOT-Nummer an den Flanken gibt Aufschluss darüber, wann die Reifen produziert worden sind. Sie ist vierstellig, wobei die ersten beiden Ziffern die Kalenderwoche und die letzten beiden Zahlen das Jahr angeben. Ein Alter von acht Jahren gilt bei Experten als Obergrenze, dann wird die Gummimischung hart und spröde. In der Folge kann der Reifen nicht mehr seinen Grip ausspielen, was fatale Folgen haben kann. Zeigen sich Risse im Reifenflanken, etwa durch Bordsteinrempler, sollte der Reifen vom Experten überprüft und falls nötig getauscht werden. Der Gesetzgeber fordert zudem neue Reifen, wenn die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern erreicht ist. Da Reifen auch schon vorher an ihre Grenze kommen können, etwa bei regennasser Fahrbahn, sind spätestens bei einer Restprofiltiefe von zwei Millimetern neue Reifen Pflicht!

 

So die richtige Reifengröße ermitteln

Wer neue Sommerreifen benötigt, sollte sich vorab informieren: Welche Reifendimension ist die richtige und welchen Geschwindigkeits- sowie Lastenindex benötigt das Auto? Hierzu geben der Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung 1) oder die alten, noch montierten Reifen die nötigen Auskünfte über Größe, Gewicht und Geschwindigkeit des Autos. Im Fahrzeugschein kann beispielsweise "185/65 R15 88H" stehen: Dabei zeigt die "185" die Reifenbreite und die "65" die Reifenhöhe (Querschnitt) in Millimetern an. Das "R" steht für radial, die "15" wiederum für die Größe der Felge: also 15 Zoll. Die "88" stehen für den Tragfähigkeitsindex, in diesem Falle für 560 Kilogramm je Reifen, und das "H" für den Geschwindigkeitsindex von 210 km/h.

 

Beim Sommerreifenkauf auf Reifenlabel achten

Ein zusätzlicher Tipp für den Reifenkauf ist das EU-Reifenlabel: Nach einer EU-Verordnung sind Reifenhersteller verpflichtet, Effizienz, Nasshaftung und Vorbeirollgeräusch ihrer Reifen mit Messwerten anzugeben. Die Labels reichen von der besten Bewertung "A" bis zur schlechtesten "G". Diese finden sich als Aufkleber oder als Etikett am Reifen. Dabei entlarven sich allzu günstige Angebote oft als Billig-Ware.

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