RDKS nachrüsten – Tipps und Systeme

RDKS nachrüsten – Tipps und Systeme
Mit dem RDKS den Reifendruck ganz einfach nachrüsten © iStock

Ein RDKS kann nicht nur Sprit sparen, sondern auch Unfälle vermeiden. Mit diesen Systemen kann das eigene Auto nachgerüstet werden.

In modernen Fahrzeugen befinden sich allerlei Spielereien elektronischer und digitaler Natur, die den Alltag der Autofahrer vereinfachen. Zu den sinnvollen Extras gehört auf jeden Fall ein RDKS. Das Reifendruckkontrollsystem lässt sich in den meisten Fahrzeugen nachrüsten, wenn diese nicht schon mit so einem praktischen Helfer ausgestattet sind.

Aber was genau ist ein RDKS und welche Systeme und Optionen für die Nachrüstung gibt es?

 

RDKS-Direktsystem kaufen

Die folgenden direkten RDKS-Systeme unterscheiden sich in puncto Qualität, Zusatzfeatures und der Art der Montage – und somit auch im Preis.

Das RDKS von OCDAY holt sich die benötigte Energie per Solarzelle und ist damit umweltfreundlich und langlebig.

Mit einem übersichtlichen Display dient das RDKS von Erayak, das sowohl auf die Ventilkappen aufgeschraubt als auch im Reifen montiert werden kann.

Wer gerne Sensoren direkt vom Fahrzeughersteller möchte, muss damit leben, dass dafür bereits ein RDKS vom Hersteller im Auto vorhanden sein muss. Bei wem das nicht der Fall ist, lässt sich ein RDKS von Drittherstellern jederzeit nachrüsten, meist schon für unter einhundert Euro. 

 

Was ist ein RDKS?

Der Name „Reifendruckkontrollsystem“ (englisch: „tire-pressure monitoring system“, kurz „TPMS“) macht es bereits ziemlich klar: Ein RDKS überwacht den Reifendruck eines Fahrzeuges während der Fahrt. Sinkt der Druck, wird dem Fahrer ein Signal gegeben – entweder im Cockpit oder über eine Warnleuchte.

Zwei Systeme

Grundsätzlich ist zwischen zwei verschiedenen Typen von RDKS zu unterscheiden: zwischen indirekten und direkten Systemen. Wer ein RDKS nachrüsten möchte, wird sich meist für ein Direktsystem entscheiden müssen. Gemeinsam haben alle Systeme, ob serienmäßig an Bord oder nachgerüstet, dass der Fahrer mit einem optischen und/oder akustischen Signal auf den Druckverlust hingewiesen wird.

  • direkte Systeme

Bei einem direkten RDKS befindet sich ein Luftdrucksensor im oder am Reifen, oft im Ventil oder darauf aufgeschraubt, oder auf der Felge. Dieser Sensor misst den Innendruck und manchmal auch die Lufttemperatur im Inneren des Reifens. Wer ein RDKS nachrüsten will, greift im Regelfall zu einem solchen System.

Ein direktes RDKS ist im Vergleich zu indirekten Systemen teurer, dafür aber auch genauer.

  • indirekte RDKS

Ein indirektes RDKS ist in die im Auto vorhandenen Sensoren des ESP (Electronic Stability Control, auf Deutsch „Elektronische Stabilitätskontrolle“) und ASB (Antiblockiersystem) integriert. Es misst den Reifenumfang während dessen Drehung. Da ein Reifen mit unzureichendem Druck etwas kleiner wird, verändern sich Umfang und auch die Umdrehungszahl, was das RDKS misst und den Fahrer darauf hinweist.

Ein Nachteil dieses Systems ist, dass ein gleichzeitiger Druckverlust in allen Reifen nicht bemerkt wird.

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RDKS nachrüsten: Tipps für Fahrzeughalter

Außensensoren: einfachere Methode

Die einfachste Methode, ein RDKS nachzurüsten, ist die Wahl eines Modells, dessen Sensoren einfach nur auf die Ventilkappen aufgeschraubt werden. Trotz der Lage außerhalb des Reifens messen die Sensoren meist sehr genau und übermitteln die Daten per Funk oder Bluetooth an das Empfangsgerät im Auto.

Innensensoren: kompliziertere Methode

Innensensoren müssen meist vom Fachmann montiert werden, was auch den Reifenwechsel komplizierter gestaltet. Selbiges gilt für die Montage von Sensoren auf der Felge mittels Stahlband. Selbst bei fachkundiger Anbringung ist ein Verrutschen des Sensors und damit eine erhöhte Unfallgefahr kaum verlässlich auszuschließen.

Wer ein RDKS nachrüsten will, greift also am besten zu Außensensoren, die einfach anzubringen und im Schadens- oder Ersatzfall leicht ausgetauscht werden können. 

 

Reifendruckkontrollsystem: Seit 2012 Pflicht

Für Autofahrer, die Fahrzeuge mit Baujahr nach 2012 besitzen, stellt sich die Frage, ein RDKS nachzurüsten, nicht mehr. Seit dem 01.11.2012 müssen alle neu gebauten Fahrzeuge ein Reifendruckkontrollsystem besitzen und seit dem 01.11.2014 dürfen Neuwagen ohne RDKS nicht mehr verkauft werden.

 

RDKS nachrüsten: In vielen Fällen sinnvoll

Wer ein vor 2012 hergestelltes Auto besitzt und auf das Plus an Sicherheit nicht verzichten möchte, sollte ein RDKS nachrüsten und auf der sicheren Seite fahren. Nicht nur kann zu niedriger Druck das Fahrverhalten vor allem in Kurven stark beeinträchtigen.

Auch die Langlebigkeit der Reifen verringert sich, und aufgrund des nicht idealen Rollwiderstands erhöht sich der Kraftstoffverbrauch. Die Investition in ein nachrüstbares RDKS lohnt sich also in jedem Fall.

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