Porsche Rückruf (Januar 2018): Macan/Cayenne (Diesel) Porsche ruft Macan Diesel zurück

von AUTO ZEITUNG 29.01.2018

Erneut müssen Porsche-SUV wegen Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung in die Werkstatt. Diesmal trifft es 52.500 Exemplare des Porsche Macan S Diesel, zuvor galt der Rückruf für ein Software-Update dem Porsche Cayenne.

Der Autobauer Porsche will sein Modell Macan S Diesel mit dem 3,0-Liter-Selbstzünder für ein weiteres Software-Update in die Werkstätten rufen. Betroffen seien europaweit rund 52.500 Fahrzeuge mit dem Sechszylinder-Diesel, in Deutschland etwa 14.000 Autos, teilte Porsche am Freitag, 26. Januar 2018, in Stuttgart mit. Nach Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) würden die Besitzer kontaktiert. Die "Bild am Sonntag" hatte vorab berichtet, das KBA prüfe ein Zulassungsverbot für den Porsche Macan mit V6-Diesel-Motor. Demnach gebe es Hinweise auf eine unzulässige Abschaltvorrichtung, so dass die Stickoxidwerte auf dem Prüfstand besser ausfielen als im Straßenbetrieb. Die betroffenen Motoren stammten aus der aktuellen Produktion von Audi, Porsche selbst baut keine Dieselmotoren. Sollte Porsche nachweisen können, dass ein Software-Update ausreicht, könnte es das KBA bei einem Zwangsrückruf belassen, schreibt die Zeitung weiter. Bereits im Herbst 2016 hatte Porsche den Macan S Diesel für eine "freiwillige Servicemaßnahme" in die Werkstatt gerufen. Auch damals ging es um eine umstrittene Abgasfunktion, die mittels eines Software-Updates entfernt wurde.

Porsche-Modellpalette bis 2016 im Video:

 
 

Rückruf für Porsche Macan/Cayenne Diesel

Porsche teilte außerdem mit, für Modelle des Typs Cayenne 4,2-Liter-V8-Diesel, der 2017 ausgelaufen ist, gebe es derzeit Abstimmungen mit dem KBA. Dabei handele es sich europaweit um insgesamt rund 7000 Fahrzeuge. Nach der Entdeckung einer unzulässigen Abschalteinrichtung bei Diesel-Motoren wurden betroffene Porsche Cayenne im November 2017 für ein Software-Update zurückgerufen. Der kostenlose Werkstattbesuch werde schnellstmöglich erfolgen und etwa eine Stunde in Anspruch nehmen, hieß es damals von Porsche. Betroffen waren europaweit rund 21.500 Fahrzeuge der Baujahre 2014 bis 2017, davon 6000 in Deutschland. Porsche hatte den Einsatz der Abschalteinrichtung beim Geländewagen Cayenne nach eigenen Angaben selbst dem KBA gemeldet und von "Unregelmäßigkeiten" in der Motorsteuerungs-Software gesprochen. Neben dem angeordneten Rückruf hatte der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ein Zulassungsverbot für den Porsche Cayenne Diesel verhängt, der nach drei Monaten wieder aufgehoben wurde. Auch die Schweiz verhängte wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung einen Zulassungsstopp für den Porsche Cayenne mit Dreiliter-V6-Diesel und der Schadstoffeinstufung Euro 6. Das gab das Schweizer Bundesamt für Straßen (Astra) im August 2017 in einer Pressemitteilung bekannt. Von dem Zulassungsstopp waren lediglich Neufahrzeuge betroffen, bereits zugelassene Fahrzeuge müssten laut Astra aber nachgerüstet werden. Der Neuen Zürcher Zeitung zufolge drehte es sich bei dem Zulassungsstopp im August um 25 Porsche Cayenne, die zeitnah umgerüstet werden sollten.

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Rückruf für 911/718 Boxster & Cayman (Januar 2017)

Anfang des Jahres musste Autobauer Porsche weltweit insgesamt 16.429 Fahrzeuge zurück in die Werkstätten rufen. Grund für die Maßnahme waren Ausbesserungen an fehlerhaften Schrauben an den Kraftstoffsammelrohren. Den Zuffenhusenern zufolge bestehe die Gefahr, dass sich die Verschraubungen lösen. Daher werden die Schrauben vorsichtshalber ersetzt. Der Autobauer betonte jedoch, dass es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme handele. Von dem Rückruf betroffen sind die Porsche-Modelle 911 Carrera, 718 Boxster und 718 Cayman. Allein in Deutschland sind das 2576 Fahrzeuge. Die Halter wurden von ihrem zuständigen Porsche-Partner informiert und um die Vereinbarung eines Termins in der Werkstatt gebeten. Der Service ist für die Porsche-Besitzer kostenlos.

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