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Opel-News (2022): GSe; Huettl & Hochgeschurtz Opel reaktiviert GSe-Label für besonders sportliche Autos

AUTO ZEITUNG 14.09.2022
Inhalt
  1. Opel-News 2022: Neue Submarke GSe; Huettle folgt auf Opel-Chef Hochgeschurtz & Absatz-Plus trotz Krisenjahr 2021
  2. Opel-News 2021: Dieselstrafe & ab 2028 nur noch Elektroautos in Europa
  3. 2020: Neues Opel-Logo & Neuer Opel-Deutschland-Chef Andreas Marx  
  4. 2019: Opel macht 1,1 Mrd. Euro Gewinn

News im September 2022: Opel reaktiviert das Kürzel GSe für besonders sportliche E-Autos der Marke. Und: Florian Huettl folgt auf Uwe Hochgeschurtz als neuer Opel-Chef. Außerdem: Opel hat seinen Marktanteil 2021 trotz Pandemie und Chipkrise gesteigert. Dieser Artikel wurde am 14.09.2022 aktualisiert.

 

Opel-News 2022: Neue Submarke GSe; Huettle folgt auf Opel-Chef Hochgeschurtz & Absatz-Plus trotz Krisenjahr 2021

  • Opel reaktiviert das "GSe"-Label. Stand die Abkürzung früher wie beim Opel Commodore GS/E und dem Opel Monza GSE für "Grand Sport Einspritzung", wird aus ihr nun die neue sportliche Submarke "Grand Sport electric", wie der Rüsselsheimer Autobauer am 14. September 2022 mitteilt. Opel GSe-Modelle markieren künftig die Spitze der jeweiligen Baureihe. Ein spezifisch abgestimmtes Fahrwerk und Hochgeschwindigkeitstests sollen nicht nur dem sportlichen Erbe gerecht werden, sondern die lokal emissionsfrei fahrenden Modelle besonders fahrdynamisch machen. Die ersten Modelle der neuen GSe-Submarke, sehr wahrscheinlich der Opel Corsa-e und der Opel Mokka-e, könnte schon Ende 2022 vorgestellt werden. Ein Leistungsplus ist zugunsten der Effizienz nicht zu erwarten. 

  • Der Autohersteller Opel erhält schon wieder einen neuen Chef. Nach nur neun Monaten in dieser Funktion übernimmt Uwe Hochgeschurtz zum 1. Juni 2022 die operative Leitung des Europageschäfts für den Mutterkonzern Stellantis. Sein Nachfolger in Rüsselsheim wird Florian Huettl, der bislang den Europa-Vertrieb der deutschen Marke verantwortet hat, wie Stellantis am 11. Mai 2022 mitteilte. Der Manager ist seit März 2021 in dem von PSA und Fiat-Chrysler begründeten Stellantis-Konzern beschäftigt. Er soll den Angaben zufolge Opel in die elektrische Ära führen.

  • Nach einem erfolgreichen Jahr 2021 kann Opel im März 2022 bereits positiv auf das neue Jahr schauen: Die Prognosen stehen gut. Die Rüsselsheimer:innen konnten ihren Umsatz in den vergangenen 16 Monaten in Folge steigern – trotz Pandemie und Chip-Krise. Im Gesamtjahr 2021 sicherte sich Opel mit 161.582 Neuzulassungen einen Marktanteil von 6,2 Prozent in Deutschland und überholte erstmals seit Jahren wieder Skoda und Ford. Das Verkaufsplus zum Vorjahr beträgt satte 10,7 Prozent. Symbolträchtig: Im November 2021 verkaufte sich der Opel Corsa sogar besser als der VW Golf. Neben dem Corsa lief auch der Mokka sehr gut, der Elektroanteil liegt bei 22 Prozent beim Corsa, 25 Prozent beim Mokka. Auch für 2022 erwartet Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz ein Absatzplus. Mit dem Astra und Astra Sports Tourer sowie dem Grandland Facelift kommen neue Volumenmodelle auf den Markt. "Zudem werden unsere Newcomer von Anfang an auch als elektrifizierte Hybrid-Varianten an den Start gehen", so der Opel-Chef. Ab 2023 startet der vollelektrische Astra. Stellantis plant zudem, Opel auch auf dem weltgrößten Automarkt China als Elektromarke zu verkaufen. Aktuell steht Opel hinter Peugeot und vor Fiat an zweiter Stelle der meistverkauften Konzernmarken weltweit. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Der Opel Astra (2021) im Video:

 
 

Opel-News 2021: Dieselstrafe & ab 2028 nur noch Elektroautos in Europa

  • Um einen Diesel-Prozess im Stile von VW zu vermeiden, hat sich Opel im Oktober 2021 dazu entschlossen, eine Strafzahlung von 64,8 Millionen Euro zu tätigen und das Verfahren damit zu beenden. Zuvor hatte es Ermittlungen gegen den Autobauer gegeben, weil Opel die Schadstoffwerte von einigen Dieselmodellen beim Kraftfahrt-Bundesamt zu niedrig angegeben hatte, als sie in der Realität waren. Damit war es zu einer "Verletzung von Dokumentationspflichten" gekommen. In dem Verfahren ging es allerdings nicht um illegale Abschaltvorrichtungen. Außerdem enthielt der Bußgeldbescheid keinen Vorwurf eines Vorsatzes oder einer Straftat. Die Dieselstrafe soll mittlerweile bereits von Opel bezahlt worden sein. 

  • Wie im Juli 2021 kommuniziert wurde, will Opel ab 2028 nur noch elektrisch betriebene Fahrzeuge in Europa anbieten. Parallel verkündete Ex-Opel-Chef Michael Lohscheller den Einstieg auf dem chinesischen Markt – als reine Elektromarke. Zugpferd und Aushängeschild der elektrischen Marke wird der Opel Manta e, der für Mitte des laufenden Jahrzehnts auf dem Stellantis EV Day bestätigt wurde. Der Autokonzern investiert für die ambitionierten Pläne mehr als 30 Milliarden Euro – herstellerübergreifend. Fünf Batterie-Fabriken, von denen auch Opel profitieren wird, sind in der Planung.

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2020: Neues Opel-Logo & Neuer Opel-Deutschland-Chef Andreas Marx  

  • Opel hat seit Sommer 2020 ein neues Logo: Der traditionelle Blitz wurde neu gezeichnet und ist zum ersten Mal am neuen Opel Mokka zu sehen. Künftig soll das überarbeitete Emblem alle kommenden Modelle der Rüsselsheimer:innen zieren. Auch wenn es keine allzu gravierenden Veränderungen gibt, fällt auf, dass der das Opel-Logo umgebende Ring nun schlanker gezeichnet ist, wodurch der Blitz stärker betont werden soll. "Alle Details sind mit sehr kleinen Radien super scharf umgesetzt", erläutert Opel-Designchef Mark Adams. Der "Opel"-Schriftzug ist nun in den unteren Teil des Rings integriert. "Wir haben den Blitz dominant in den Vizor integriert und zentral auf dem Heck zum Modellnamen arrangiert", so Adams weiter. Der Blitz im Kreis schmückt alle Opel-Modelle seit 1963 – auch wenn die Opel-Logos je nach Modell und Baujahr leicht variieren. Im Zuge der Überarbeitung hat Opel eine komplett neue Corporate Identity präsentiert. Das neue, leuchtende Opel-Gelb soll die Innovationskraft und die verstärkte Elektrifizierung der Marke signalisieren – frei nach dem Motto "from cold to cool". Die neue Schriftart "Opel Next" rundet den neuen Markenauftritt ab, der in allen Bereichen von Marketing bis Verkauf ausgerollt wird.

  • QR-Codes ersetzen bei neuen Opel-Modellen die herkömmlichen Modellbezeichnungen, Motorangaben und sonstige Embleme. Das gibt der Autobauer in einer News Ende März 2021 bekannt. Dafür haben die Rüsselsheimer:innen die Technik der QR-Codes weiterentwickelt, sodass sie beliebige Formen annehmen können – wie im Pressebild das beispielhaft gezeigte Manta-Emblem auf dem jüngst vorgestellten Opel Manta GSe ElektroMOD. Für jede neue Baureihe möchte Opel einen eigenen QR-Code entwerfen. Den Anfang mache die nächste Astra-Generation, die noch 2021 vorgestellt wird. Beim Kompakten soll ein glühender Himmelskörper den QR-Code bilden. In der Vorstellung von Opel nutzen andere Verkehrsteilnehmer:innen den Code, um Opel-Modelle zu scannen und direkt mit den Fahrer:innen in Kontakt zu treten. So sollen darüber Textnachrichten, Voicemails und Visuals auf das Infotainmentsystem des betreffenden Autos übermittelt werden können. Man soll aber auch Zahlungsinformationen hinterlegen können. So könne beispielsweise die Vertragswerkstatt die Rechnung direkt vom Konto der Kund:innen abbuchen – auch in Kryptowährungen wie Bitcoins.

  • Andreas Marx ist seit dem 1. Februar 2020 neuer Opel-Deutschland-Chef. Derzeit leitet der 49-Jährige das internationale Produkt- und Preismanagement der Rüsselsheimer. Seit 1997 ist Marx bereits bei Opel. Seine Karriere begann der studierte Diplom-Kaufmann im Bereich Aftersales, bevor er verschiedene Führungspositionen in Vertrieb und Marketing übernahm. Vertriebschef Xavier Duchemin sagte Mitte Januar 2020: "Die wichtige Position des Deutschland-Chefs übernimmt mit Andreas Marx ein anerkannter Vertriebsexperte und erfahrener Manager. Er kennt das Team und unsere Händler in unserem Heimatmarkt seit mehr als zwei Dekaden – und wird zusammen mit einem starken Händlernetz dafür sorgen, dass wir unsere Marktposition in Deutschland weiter stärken." Außerdem dankte er Ulrich Selzer, auf den Marx folgt und künftig strategische Aufgaben bei der Internationalisierung von Opel übernehmen soll, für seine Arbeit: "Er hat das Geschäftsmodell im deutschen Markt neu aufgesetzt und entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt." Neben Andreas Marx als neuen Opel-Deutschland-Chef stellten sich die Rüsselsheimer:innen auf weiteren wichtigen Positionen in Vertrieb und Marketing personell neu auf. So übernahm Tobias A. Gubitz, bislang Head of Brand Marketing & Strategy, zum 1. April 2020 die Nachfolge von Marx als Head of Opel/Vauxhall Product & Pricing. Patrick Furniol wiederum wurde ebenfalls zum 1. April 2020 neuer Head of Marketing von Opel/Vauxhall. Neuer Marketingchef der britischen Opel-Schwestermarke wurde der vorherige Head of Customer Experience der Marke, Peter Hope.

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2019: Opel macht 1,1 Mrd. Euro Gewinn

  • News aus Rüsselsheim: Opel konnte seinen Gewinn nach einer harten Sanierung 2019 auf 1,1 Milliarden Euro ausbauen. Das teilte der Finanzvorstand des französischen Mutterkonzerns PSA Ende Februar 2020 mit. Damit hat Opel erstmalig die Milliardengrenze geknackt. Die operative Marge liegt bei 6,5 Prozent. Opel hat mit diesem Wert sein Renditeziel von sechs Prozent sieben Jahre früher erreicht als geplant. Das ist besonders interessant vor dem Hintergrund, dass einige Wettbewerber, darunter Renault und Nissan, Verluste eingefahren haben. Zur Belohnung zahlt Opel seinen Mitarbeiter:innen die erste Erfolgsprämie seit 1997 in Höhe von 600 Euro. PSA hatte bereits berichtet, dass er 2019 weltweit rund 3,5 Millionen Fahrzeuge verkaufte – zehn Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Seinen auf die Muttergesellschaft entfallenden Nettogewinn steigerte der PSA-Konzern derweil um gut 13 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro – ein neuer Rekord. Der Umsatz wuchs um ein Prozent auf 74,7 Milliarden Euro. Der Rüsselsheimer Autobauer gehört seit Sommer 2017 zu PSA. Allerdings blieben beim Sparen viele Arbeitsplätze auf der Strecke: Ende 2019 arbeiteten nach Angaben der Industriegewerkschaft Metall noch rund 15.000 Menschen an den deutschen Opel-Standorten. Das waren rund 4000 weniger als zum Zeitpunkt der Übernahme. Darüber hinaus hat das Unternehmen mit der Gewerkschaft weitere rund 5000 sozialverträgliche Abgänge vereinbart, mit der Option auf noch einmal 2000 Stellenstreichungen. Als Gegenleistung gibt es Jobgarantien für die verbleibende Opel-Mannschaft, aktuell bis Sommer 2025.

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Unser Fazit

Opel nutzt seine Möglichkeiten im neuen Stellantis-Konzern und hat seine Modellpalette fast komplett erneuert. Viele Bestseller wurden zudem um rein elektrische Varianten ergänzt. Dass diese Strategie auf dem Markt ankommt, zeigt sich bereits bei Corsa und Mokka. Nun soll der neue Astra deren Erfolg wiederholen. Spätestens mit dem Comeback des Manta zeigt Opel, dass die Marke wieder an ihre Glanzzeiten der 60er- und 70er-Jahre anknüpfen will – nun aber rein elektrisch. Und der Start in China kann Opel langfristig eine breitere globale Präsenz verschaffen.
Von Markus Bach

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