Opel Mokka X/Opel Corsa: Test

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Opel Mokka X/Opel Corsa
Opel Mokka X/Opel Corsa Foto: Aleksander Perkovic

Die Opel Mokka X und Corsa treten an zum City-Flitzer-Vergleich. Welcher Blitz hat ...

Opel Mokka X/Opel Corsa
Opel Mokka X/Opel Corsa Foto: Aleksander Perkovic

... in diesem Konzeptvergleich am Ende die Nase vorn?

Opel Corsa
Opel Corsa Foto: Aleksander Perkovic

Knackiges Sportlenkrad, einfache Bedienung, weniger Ablagen, tief sitzende Klimaregler, teils vom Lenkrad verdeckte Tasten.

Opel Corsa
Opel Corsa Foto: Aleksander Perkovic

Hinten etwas enger: Auf der flach stehenden Bank sitzt man mit angewinkelten Beinen.

Opel Corsa
Opel Corsa Foto: Aleksander Perkovic

Der Corsa-Kofferraum nimmt 285 bis 1120 Liter Gepäck auf. Mehr erwartet man auch nicht.

Opel Corsa
Opel Mokka X Foto: Aleksander Perkovic

Erhöhte Sitzposition, handliches Volant, großer Touchscreen, gute Ergonomie mit griffgünstigen Tasten und Knöpfen.

Opel Mokka X
Opel Mokka X Foto: Aleksander Perkovic

Im Fond des Mokka X hat man etwas mehr Luft nach allen Seiten – besser nutzbare Beinauflage, größere Türausschnitte.

Opel Mokka X
Opel Mokka X Foto: Aleksander Perkovic

Nur 356 bis 1372 Liter Gepäck passen unter die wuchtige SUV-Karosserie. Doppelter Ladeboden ist Standard.

Test der Opel-Flitzer: Frisch aufgebrühter Mokka mit X oder etablierter Corsa? Zwei Rüsselsheimer im Stadt-Gespräch über Platz, Komfort, Ergonomie und Effizienz.

Samstags in der Großstadt: Das Stammparkhaus ist rappelvoll, also zwei Straßen weiter in das mit den engen Parklücken. In der Einfahrt schmatzen die Reifen am Randstein, Ticket ziehen, um die Ecke zirkeln und den nächstfreien Platz anvisieren. In solchen Situationen sorgen Vehikel über 4,50 Meter Länge für Schweißausbrüche. Also am besten einen Kleinwagen wie den Opel Corsa nehmen. Aber da gibt es doch noch etwas im Rüsselsheimer Portfolio, etwas länger und breiter, aber vor allem höher – und trotzdem cityparkplatzkompatibel: den Mokka X. Durch die ansteigende Fensterlinie und die breiten C-Säulen ist das SUV nicht gut überschaubar, deshalb sind Parksensoren rundum Pflicht (490 Euro). Und wenn Sie gerade dabei sind, machen Sie doch auch noch ein Kreuzchen beim rückenfreundlichen Ergo-Sitz für 490 Euro extra. Klimaanlage, 17-Zöller sowie Fensterheber rundum sind ab der Edition-Ausstattung (23.030 Euro) Standard. Und wenn’s im Stadtverkehr mal wieder länger dauert, gibt es serienmäßige Unterhaltung vom Smartphone per Apple CarPlay und Android Auto. Oder man fragt via Bluetooth-Telefonie den neuesten Stand der Einkaufsliste ab.

Die Opel-Modellpalette im Video:

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Test: Opel Mokka X gegen Opel Corsa

Weil Opel den Corsa mit 1,4-Liter-Turbo (150 PS) erst ab der Color Edition (5-Türer: 18.490 Euro) anbietet, ist die Serienausstattung ebenfalls reichhaltig. Die Einparkhilfe hinten für 355 Euro kann trotz kleinerer Maße aber auch hier nicht schaden. Vorn bleibt im Corsa naturgemäß etwas weniger Platz als im Mokka X, und es müssen nicht unbedingt die im Testwagen installierten engen Recaro-Schalensitze (1300 Euro) sein. Hinten jedoch hat man im SUV gar nicht so viel mehr Platz als im City-Car. Klar, der Einstieg durch die größeren Türausschnitte ist bequemer, doch für Ellenbogen, Haupt und Knie bleiben nur wenige Zentimeter mehr Raum. Allerdings sitzt man im Mokka X hinten besser, da man auf der flachen Corsa-Bank mit stark angewinkelten Beinen Platz nimmt. Apropos bequem: Trotz der 18-Zöller verarbeitet das SUV Fahrbahnunebenheiten deutlich angenehmer als der auf Kanten ziemlich hart ansprechende, sportlich bereifte Kleinwagen. Wer viel laden will, kann das Gepäckraumvolumen hier wie dort per serienmäßig asymmetrisch geteilt umklappbarer Fondlehnen von 285 (Corsa) respektive 356 Liter auf 1120 beziehungsweise 1372 Liter erweitern – ein Fach unter dem Ladeboden ist ebenfalls in beiden Opel Standard.

Mokka X mit besseren Ergonomie-Werten

Mehr Ablagen im Innenraum bietet der Mokka X mit intelligent ausgeformten Türinnenverkleidungen vorn. Überhaupt ist er das ergonomischere Fahrzeug mit niedrigerer Ladekante (trotz höherer Karosserie) und besser erreichbaren Tasten sowie Knöpfen im Cockpit. Nur der große Touchscreen dürfte etwas näher am Fahrer montiert sein. Im Corsa dagegen muss man den Blick bei der Klimajustierung auf die tief vor dem Schaltknauf installierten Regler senken – und ein paar Schalter werden vom Lenkrad verdeckt. Obwohl er zehn PS weniger leistet, ist der Mokka X mit dem aufgeladenen 1.4er recht flott, ausreichend durchzugsstark und genauso effizient unterwegs wie der 100 kg leichtere, flachere Kleinwagen. Bis 160 km/h kommt man im SUV gut voran, dann geht dem Turbo die Puste aus. Der Corsa ist schon bei diesem Tempo innen deutlich lauter, rennt aber locker Tacho 210 – doch das selbstverständlich nur außerhalb der Großstadt.

Technische DatenOpel Mokka X 1.4 TurboOpel Corsa 1.4 Turbo
Motor4/4, Turbo4/4, Turbo
Hubraum1364 ccm1364 ccm
Leistung140 PS150 PS
Maximales Drehmoment200 Nm220 Nm
Getriebe6-Gang, manuell6-Gang, manuell
AntriebVorderradVorderrad
0-100 km/h9,0 s8,8 s
Höchstgeschwindigkeit186 km/h207 km/h
Leergewicht1362 kg1256 kg
L/B/H in mm4275/1781/16584021/1746/1481
Kofferraum356-1372 l285-1120 l
Testverbrauch6,6 l S/100 km6,5 l S/100 km
Grundpreis23.030 Euro18.490 Euro

Fazit

Sieger: Opel Mokka X
Der 4540 Euro teurere Mokka X schlägt den kleineren, härter gefederten Corsa mit eindeutigen Argumenten. Nur die Bremswege des SUV sind zu lang.