Vorstellung

Opel Manta Restomod: Design-Burnout als Dragster

Der Opel Manta genoss seinen Heimvorteil vor der Eisdiele oder auf der Wertungsprüfung. Dieser auberginefarbene Restomod zielt eher auf den Dragstrip.

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Der Opel Manta Restomod stehend von schräg vorne
Von vorne ist der Manta B am ehesten als solcher erkennbar, aber die Modifikationen reichen tief in sein Genom. Foto: richter.cgi via Instagram
Ansaugstutzen des Opel Manta Restomod von richter.cgi, dargestellt von schräg oben.
Der wichtigste Eyecatcher durchstößt die Motorhaube: Diese Stutzen zelebrieren den Ansaugvorgang zum heiligen Akt. Foto: richter.cgi via Instagram
Ansaugstutzen des Opel Manta Restomod von richter.cgi, dargestellt von der Seite.
Vom aerodynamischen Standpunkt ist das Ansauggeweih eher suboptimal. Aber das hat echte Dragster noch nie gestört. Foto: richter.cgi via Instagram
Opel Manta Restomod von richter.cgi, dargestellt von der Seite.
Der Opel Manta Restomod aus der Feder von Andreas Richter schnüffelt am Boden wie ein hungriges Trüffelschwein. Durch den tiefen Frontspoiler werden Temposchwellen allerdings zur Herausforderung. Foto: richter.cgi via Instagram
Opel Manta Restomod von richter.cgi, dargestellt von schräg hinten.
Der Stil des verlängerten Kombihecks ist minimalistisch, die Reifenbreite eher maximal. Foto: richter.cgi via Instagram
Opel Manta Restomod von richter.cgi, dargestellt von hinten.
Viel fehlt nicht und die beiden gigantischen Hinterreifen verschmelzen zu einem Ganzen. Foto: richter.cgi via Instagram

Der Opel Manta fasziniert und inspiriert auch heute noch

Der Opel Manta ist ein facettenreiches Tierchen. Er hat nicht nur eine Reputation zu verlieren, sondern mindestens drei: als Opa-Coupé, Tuningopfer und Star auf den Rallyepisten Europas und dem Rest der Welt. Fast vierzig Jahre nach seinem offiziellen Ableben gewinnt der berühmt-berüchtigte Opel noch eine vierte hinzu. Der Instagramer Andreas Richter, alias richter.cgi, hat ihn visuell zum edlen Shooting Break mit Dragstrip-Ambitionen aufgerüstet und dabei keine Mühen gescheut.

In der Frontansicht ist der Manta B am ehesten als solcher erkennbar, auch wenn Richter den Spoiler so nahe an den Asphalt gezogen hat, dass sich jede Temposchwelle damit anfühlt wie ein Hochalpenpass. Der wichtigste Eyecatcher durchstößt die Motorhaube wie Gottes Zeigefinger die Wolkendecke, nur in umgekehrter Richtung. Die Ansaugluft wird hier von vier verchromten Orgelpfeifen aus der Atmosphäre gesogen, in wunderschön angerichteten Vergasern mit Hochoktanigem vermischt, verbrannt und anschließend über vier Sidepipes entsorgt.

Opel Manta GSe ElektroMOD im Video

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Video: Opel

Dieser Restomod wartet nur darauf, den Straßenbelag zu schreddern

Im Profil dominieren fette Toyo-Gummis, die wie Muskeln vom auberginefarbenen Blech überspannt werden und förmlich danach schreien, den Straßenbelag in handliche Asphaltbröckchen zu schreddern. Am Heck fehlt nicht viel, und die beiden Walzen verschmelzen zu einem einzigen Hinterreifen-Monolith. Außerdem hat Richter die Dachlinie des Mantas verlängert und ihn damit in ein überaus appetitliches Combi-Coupé verwandelt.

So etwas gab es zwar schon einmal in Form des Manta CC, der dem Opel zwischen 1978 und 1988 einen zugleich sportlichen und praktischen Touch verlieh. So elegant und kraftvoll wie heute auf Instagram sah das offizielle Opel-Heck mit der großen Klappe damals aber nicht aus.

Ganz offensichtlich sind hier amerikanische Musclecar-Designmuster aus den Sechziger- und Siebzigerjahren eingeflossen. Die minimalistische Leuchtengrafik könnte auch von einem frühen Ford Capri stammen, dem Kölner Erzfeind des Rüsselsheimer Coupés. An diesem Heck ist kein Pixel überflüssig. Richter lässt Aerodynamik Aerodynamik sein und verzichtet auch auf den kleinsten Spoiler, Diffusor oder anderen Zierrat.

Fast fragt man sich, wo denn hier der Bremsfallschirm steckt, der auf dem Dragstrip gute Dienste leistet. Da es sich aber leider nur um Renderings handelt, halten sich die Massenkräfte auch ohne Bremshilfe in einem engen Rahmen. Fest steht: Wenn dieser Manta einen Geruch hätte, wäre es das Parfum von Polymerharz auf heißem Asphalt, gemischt mit verbranntem Gummi und Hot Dogs.