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Alle Tests zum Mercedes EQS

Mercedes EQS SUV (2022): Erste Testfahrt Wir sind den iX-Gegner EQS SUV als Prototyp gefahren

Thomas Geiger 16.03.2022

Das neue Mercedes EQS SUV wirft seine Schatten voraus – in unserem Falle mit einer ersten Testfahrt auf zugefrorenen Seen in Schweden. Was wir für die Premiere im Frühjahr 2022 erwarten können!

Hot and Cool – normalerweise ist das eine Phrase, mit der Mercedes-Designchef Gorden Wagener das Wechselspiel in seinem Styling beschreibt. Doch diesmal bewegt sich Holger Enzmann im Wechselbad – und das wörtlich. Der Ingenieur leitet die Gesamtfahrzeug-Entwicklung des neuen Mercedes EQS SUV, das im Frühjahr 2022 seine Premiere feiert, zum Jahresende in den Handel kommt und schon jetzt als Prototyp zur ersten Testfahrt bereitsteht. Damit sich der Dritte im Bunde nach EQS Limousine und EQE erfolgreich gegen Konkurrenten wie den BMW iX oder natürlich das Tesla Model X behaupten kann, ist Enzmann mit den Prototypen seit Wochen auf Weltreise und nimmt die Erlkönige in allen Klimazonen kräftig ran. Vor wenigen Wochen erst war er in der Wüste von Nevada unterwegs und hat rund um Las Vegas (USA) unter der Hitze gelitten, nur um nun nördlich des Polarkreises in Arjeplog (Schweden) auf einem Eissee die Kälte in seine Knochen ziehen zu lassen. "Wir brauchen diese Tests unter unterschiedlichen Extrembedingungen", sagt der Entwicklungsleiter, der dabei neben dem Wellnessprogramm für die Passagier:innen auch die Wohlfühlbedingungen für die Batterie prüft. Er schaut, wie sich Wüstensand oder feinster Pulverschnee mit Lüftungen, Dichtungen oder dem konkurrenzlosen Hepafilter vertragen. Auf Sand und im Eis werden natürlich auch die Fahrprogramme und die Regelsysteme abgestimmt, die das neue Mercedes EQS SUV (2022) unter allen Umständen komfortabel auf Kurs halten sollen. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Der Mercedes EQS (2021) im Fahrbericht (Video):

 
 

Erste Testfahrt mit dem neuen Mercedes EQS SUV (2022)

Bei all den Testfahrten haben Enzmann und seine Kolleg:innen eine handfeste Überraschung erlebt. Wider Erwarten hat sich das neue Mercedes EQS SUV (2022) mit seinen mehr als fünf Metern Länge und bald drei Tonnen Gewicht auch abseits der Straße extrem gut geschlagen: "Das gigantische Drehmoment der E-Motoren, ihr verzögerungsfreies Ansprechen und die viel präziser nutzbaren Assistenzsysteme – all das hat uns in den Dünen und hier auf Schnee und Eis weitergebracht, als wir erwartet hatten", sagt der Entwickler und steuert seinen Erlkönig gleich noch einmal in den Tiefschnee. Allerdings nicht, ohne vorher in den Offroad-Mode zu wechseln, den sie als fünftes Fahrprogramm samt entsprechendem Bildschirm mit Kompass & Co. hinzugefügt haben. Zwar wühlt sich das EQS SUV beim Schneewalzer tatsächlich tapfer aus der weißen Pracht, doch will es vorrangig ein vornehmer Pkw sein. Neben der größeren Bodenfreiheit und dem bei acht Zentimetern mehr Sitzhöhe und bequemeren Zustieg sowie der besseren Übersicht gibt es deshalb vor allem üppigere Platzverhältnisse im Fond: In der zweiten Reihe sitzt man dank höherem Dach und verschiebbarer Rückbank bequemer als in der Limousine und der Kofferraum hinter der aufrechten Klappe ist so groß, dass Mercedes dort auf Wunsch eine dritte Sitzreihe anbietet. Auch, wenn das Ambiente des neuen Mercedes EQS SUV (2022) dem der Limousine ähnelt, erhielt der Hyperscreen ein zum familienfreundlichen Fahrzeugkonzept passendes Update: Erstmals darf der Sozius auf seinem Bildschirm auch während der Fahrt Filme oder Fernsehen schauen, weil eine Kamera den Blick des Fahrenden im Auge hat und so sicherstellt, dass der seine Augen immer auf der Straße hat.

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Bekannte Technik im neuen Mercedes EQS SUV (2022)

Auch wenn der Zuschnitt neu ist, steckt unter dem Blech des neuen Mercedes EQS SUV (2022) bekannte Technik. Das gilt für den Antriebstrang mit voraussichtlich immer zwei E-Motoren für einen elektrischen Allradantrieb und die netto 107 kWh große Batterie wie für die Luftfederung und die Hinterachslenkung mit bis zu elf Grad Einschlagwinkel. Diese kommt bei Mercedes erstmals auch in einem SUV zum Einsatz. Als Enzmann bei der Testfahrt auf dem Eissee uns den Platz hinter dem Lenkrad anbietet, erleben wir das riesige SUV deshalb als überraschend handlich. Die lange Linkskurve, die beiden kurzen rechten Haken und das schnelle S nimmt das SUV so leicht, als hätten sie uns heimlich einen GLC-Prototyp untergejubelt, die parallel im Wintertest sind. Selbst der Spurwechsel auf der schnellen Geraden zwischendrin bringt das EQS SUV nicht aus der Ruhe, weil die Hinterräder dann in der Gegenrichtung einschlagen. Aus den technischen Daten macht Enzmann zwar noch ein Geheimnis, doch braucht es nicht viel Phantasie, um sich diese ausmalen zu können: Im Falle des großen Akkus könnten statt der fast 800 bei der Limousine gute 600 Kilometer Reichweite im Datenblatt stehen, zum Einstieg der EQS 580 mit 385 kW (523 PS) locken und darüber der EQS 53 mit 484 kW (658 PS) sowie als Dynamic Plus mit 560 kW (761 PS) rangieren. Bleibt noch die Frage nach dem Namen: Heißt der neue Mercedes EQS SUV (2022) auch wirklich EQS SUV?

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