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Alle Tests zum Mercedes EQS SUV

Mercedes EQS SUV (2022): Erste Testfahrt Wir fahren den iX-Gegner EQS SUV

Leslie Schraut 18.10.2022
Inhalt
  1. Erste Testfahrt mit dem neuen Mercedes EQS SUV (2022)
  2. Hoher Fahrkomfort trifft auf Offroad-Fähigkeiten
  3. Technische Daten des neuen Mercedes EQS SUV (2022)

Nachdem Mercedes 2021 die elektrische Limousine EQS auf den Markt gebracht hat, rundet die Marke die Modellreihe nun mit dem SUV ab. Zur ersten Testfahrt durch die US-amerikanischen Rocky Mountains steht uns das neue Mercedes EQS SUV (2022) als 450 4Matic bereit.

Der erste Gedanke beim Anblick des 5,13 Meter langen und 1,96 Meter hohen SUV: Das Design, das ihn eindeutig als EQS-Ableger erkennen lässt, steht ihm besser zu Gesicht als der Limousine. Gut proportioniert steht das neue Mercedes EQS SUV (2022) da. Wir bekommen zur ersten Testfahrt den Schlüssel mit der Bezeichnung "EQS SUV 450 4Matic" in die Hand gedrückt. Das ist die mittlere von drei Motorisierungen. Hier kommen zwei Elektromotoren (pro Achse einer) zum Einsatz, die für einen elektrischen, aber nicht mechanisch verbundenen Allradantrieb sorgen. Die Systemleistung kommt auf 265 kW (360 PS), das maximale Drehmoment beträgt 800 Newtonmeter. "Wie sportlich und nützlich zugleich kann dieses elektrische Sports Utility Vehicle sein?" Mit dieser Frage im Hinterkopf betätigen wir den Startknopf. Die erste Testfahrt mit dem neuen Mercedes EQS SUV (2022) beginnt. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Leslie checkt das Mercedes EQS SUV (2022) im Video:

 
 

Erste Testfahrt mit dem neuen Mercedes EQS SUV (2022)

Es geht raus aus der US-amerikanischen Stadt Denver in Richtung Rocky Mountains. Schon auf den ersten Kilometern der Interstate macht sich das bekannte Gefühl aus der Limousine breit. Auch im neuen Mercedes EQS SUV (2022) sitzt man wie von der Außenwelt abgeschirmt. In seiner eigenen Ruhe-Oase schwebt man förmlich über den ständig wechselnden Bodenbelag der Straße – im SUV sogar noch besser als in der Limousine. Wohlig nimmt einen der Fahrersitz auf, das Kopfkissen und die Massagefunktion tun ihr Übriges. Stockender Verkehr oder Stau? Nicht der Aufregung wert. Lieber genießt man die Auszeit hinter dem Steuer. Vorteil im Stop & Go-Verkehr: Die Intensität der Rekuperation lässt sich über die Schaltwippen hinter dem Lenkrad einstellen. Wir entscheiden uns für das sogenannte One-Pedal-Driving, fahren und bremsen also lediglich mit dem Gaspedal. Am Fuß des Gebirges angelangt, wollen wir jetzt die sportliche Seite des EQS SUV kennenlernen. Wir stellen den Fahrmodus von "Comfort" auf "Sport". Nun setzt er noch schneller den "Gasbefehl" in Vortrieb um. Sein Fahrwerk senkt sich für eine bessere Straßenlage ab, was aber vermehrt Fahrbahnunebenheiten durchdringen lässt. Das typisch für ein Elektroauto direkt anliegende Drehmoment und die lineare Kraftentfaltung verleihen dem rund 2700 Kilogramm schweren SUV bei unserer ersten Testfahrt tatsächlich so etwas wie Sportlichkeit. Allerdings macht sich das Gewicht in den Kurven bemerkbar, er drängt dezent nach außen. Dank der präzisen Lenkung lässt sich der Mercedes aber leicht dirigieren. Um die Straßenlage und die Agilität zu verbessern, ist zudem eine Hinterachslenkung mit einem Lenkwinkel von bis zu 4,5 Grad serienmäßig an Bord. Über ein Over-the-Air-Update (OTA) lassen sich wie bei der Limousine auch zehn Grad freischalten.

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Hoher Fahrkomfort trifft auf Offroad-Fähigkeiten

Nun wollen wir auch den Nutzwert des neuen Mercedes EQS SUV (2022) unter die Lupe nehmen. Also Fahrmodus auf "Offroad" gestellt und runter von der befestigten Straße. Die Luftfederung hebt uns auf das höchstmögliche Niveau an und die E-Motoren verteilen die Antriebskraft bedarfsgerecht auf Vorder- oder Hinterachse – Mercedes nennt das Torque Shift. So klettert der Schwabe erstaunlich leichtfüßig einen steilen Schotterpfad hinauf und auch wieder hinunter, über Kuhlen und Steine, bis nur noch drei der vier Räder den Boden berühren. Komfort und Gelände kann er also. Und wie sieht es nun mit dem Platzangebot aus? Optional lässt sich das SUV als eines von nur wenigen Elektroautos derzeit mit bis zu sieben Sitzen ordern. Dabei bieten selbst die hinteren beiden Plätze genug Raum, um zumindest nicht allzu groß gewachsene Menschen für kleinere Strecken mitzunehmen. Legt man alle Sitze um, bietet der Kofferraum ein Stauvolumen von 195 bis 2020 Liter – also etwas weniger als ein Mercedes GLS (2400 l). An der Ladesäule kann das EQS SUV (2022) selbst ohne 800-Volt-Bordnetz punkten. Mit einer maximalen Ladeleistung von 200 kW schafft es der Mercedes nach gut 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent State of charge (SoC). Die Ladezeiten auf Wettbewerbsniveau verdankt er unter anderem der Batterie-Vorkonditionierung. Wird das interne Navigationssystem genutzt, weiß das neue Mercedes EQS SUV (2022) genau, wann er die Ladestation erreicht und die Batterie vorheizen oder kühlen muss.

 

Technische Daten des neuen Mercedes EQS SUV (2022)

AUTO ZEITUNG 2022Mercedes EQS SUV 450 4Matic
Technische Daten
MotorZwei permanenterregte Synchronmaschinen
Getriebe/AntriebReduktionsgetriebe; Allrad
Gesamtleistung265 kW/360 PS
Max. Drehmoment800 Nm
Batterie-Kapazität108,4 kWh
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)5125/1959 (2157)/1718 mm
Leergewicht/Zuladung2805/570 kg
Kofferraumvolumen195 bis 2020 l
Fahrleistungen (Werksangaben)
Beschleunigung (0-100 km/h)6,0 s
Höchstgeschwindigkeit210 km/h
Verbrauch auf 100 km20 kWh (WLTP)
Reichweite613 km (WLTP)
Kaufinformationen
Basispreis (Testwagen)114.446 Euro
MarktstartDezember 2022

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Unser Fazit

Das neue Mercedes EQS SUV (2022) ist die konsequente Weiterentwicklung der EQS Limousine: mehr Stauraum, mehr Sitzplätze und dank der Geländefähigkeit ein breiteres Einsatzspektrum, über das sich gutbetuchte Familien freuen können. Mit einem Einstiegspreis von 110.658 Euro (Stand: September 2022) ist er aber auch 3300 Euro teurer als die Limousine.

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