Alle Infos zum Mercedes EQS

Mercedes EQS (2021): Preis & Innenraum Elektro-Flaggschiff Mercedes EQS

von Thomas Geiger 13.07.2021
Inhalt
  1. Preis, Fotos & Hyperscreen im Innenraum des Mercedes EQS (2021)
  2. Reichweite des Mercedes EQS (2021)
  3. Maximaler Komfort im Mercedes EQS (2021)
  4. Elektrisches S-Klasse-Pendant: Mercedes EQS (2021)

Die Stuttgarter:innen haben den Mercedes EQS (2021) enthüllt – und damit auch die letzten Details wie etwa die Reichweiten. Nur der Preis bleibt noch ein Geheimnis. Die AUTO ZEITUNG stellt die elektrische Luxuslimousine vor.

Der schwäbische Autobauer startet mit dem Mercedes EQS (2021) auf der Electric Avenue durch – zu einem noch unbekannten Preis. Nachdem die Stuttgarter:innen bislang nur umgerüstete Verbrenner an die Ladesäule gestellt und dafür bisweilen Kritik geerntet haben, bringen sie nun ihr erstes Auto auf einer dezidierten Elektro-Architektur und starten damit in jenem Segment, in dem sie sich besten zu Hause fühlen: der Luxusklasse. "Dieses Auto wurde entwickelt, um selbst die Erwartungen unserer anspruchsvollsten Kunden zu übertreffen. Genau das muss ein Mercedes leisten, um sich den Buchstaben 'S' im Namen zu verdienen. Denn diesen Buchstaben vergeben wir nicht leichtfertig," sagt Vorstandschef Ola Källenius und lüftet nach jahrelangem Vorgeplänkel endlich und endgültig den Schleier über dem EQS. Als zukunftsgewandter Sidekick der S-Klasse soll der Mercedes EQS (2021) zu Preisen, die wohl noch unter 100.000 Euro starten werden, nach den Sommerferien 2021 nicht nur Porsche Taycan und dessen Audi-Ableger e-tron GT parieren, sondern auch endlich Tesla vom Thron stoßen. Mehr zum Thema: Der Mercedes EQS im Fahrbericht

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Der Mercedes EQS (2021) im Video:

 
 

Preis, Fotos & Hyperscreen im Innenraum des Mercedes EQS (2021)

Den Aufbruch in die neue Zeit sieht man dem Mercedes EQS (2021) auf den ersten Blick an. Denn diesmal gibt es nicht nur einen neuen Black-Panel-Grill und ein paar retuschierte Rückleuchten, sondern eine vollkommen eigenständige Karosserielinie. Statt des üblichen Stufenschnitts hat Designchef Gordon Wagener den EQS in einem einzigen Bogen gezeichnet und so nicht nur den Platz für die Passagier:innen maximiert, sondern vor allem den Luftwiderstand minimiert: Mit einem cw-Wert von 0,2 wird der EQS deshalb zum windschnittigsten Auto der Welt. Angenehmer Nebeneffekt des unkonventionellen One-Bow-Designs: Während die Hinterbänkler im 5,21 Meter langen EQS von 3,21 Meter Radstand mehr Beinfreiheit genießen, als in der "kurzen" S-Klasse, freuen sich auch die Lademeister:innen: Mit einer Kofferraumklappe bis ins Dach und einer umklappbaren Rückbank bietet der EQS zwischen 610 und 1770 Liter Stauraum und wird so zum ersten Mitglied der S-Klasse-Familie, mit dem man sich auch an der Warenausgabe von Ikea blicken lassen kann. Dafür opfern die Schwaben dann auch bereitwillig den Frunk im Bug und nutzen den Platz lieber für einen raumgreifenden Hepa-Filter, mit dem sie den Fahrer:innen des Mercedes EQS (2021) die sauberste Luft versprechen, die es bis dato in einem Auto gegeben hat. Selbst Corona-Viren bleiben so angeblich draußen.

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Reichweite des Mercedes EQS (2021)

Unter der unkonventionellen Hülle des Mercedes EQS (2021) steckt die Electric Vehicle Architecture (EVA), auf der es bald auch eine elektrische Alternative zur E-Klasse sowie zwei große SUV mit Akku-Antrieb geben soll. Sie ist flexibel in Radstand und Batteriegröße, kann mit einem Motor für reinen Heckantrieb oder zwei Motoren für Allradantrieb bestückt werden und arbeitet mit Ladeströmen von zunächst 400 Volt.  Los geht es mit einem EQS 450+, der mit einem Motor auf 245 kW und 568 Newtonmeter kommt und den Sprint von 0 auf 100 km/h in 6,2 Sekunden absolviert. Darüber rangiert der EQS 580 4Matic mit einem zweiten Motor im Bug. So klettert die Leistung auf 385 kW, das Drehmoment gipfelt bei 855 Newtonmetern und der Sprint in AMG-tauglichen 4,3 Sekunden. Der Akku hat in beiden Fällen eine Netto-Kapazität von 107,8 kWh, mit denen eine WLTP-Reichweite von bis zu 780 Kilometern möglich wird. Mit bis zu 200 kW geladen, zapft der EQS 580 so unter idealen Bedingungen in 15 Minuten den Strom für 280 und der 450+ sogar für 300 Kilometer. Nur beim Tempo bescheidet sich der Autobauer und belässt es bis zum Debüt einer AMG-Version bei 210 km/h – zu wenig für die „alte“ Welt und jene Vielfahrer:innen, die mit 250 Sachen über die linke Spur fliegen; mehr als genug für die "neue" Welt, in der auch potente Stromer aus Rücksicht auf die Reichweite meist allenfalls mit Richtgeschwindigkeit über die rechte Spur rollen.

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Der Mercedes-Hyperscreen im Video:

 
 

Maximaler Komfort im Mercedes EQS (2021)

Aber Mercedes will nicht allein mit der Hardware und den Eckdaten des Mercedes EQS (2021) punkten. Die Erfahrung hat gelehrt, dass es mehr braucht als große Batterien und starke Motoren, um in der wachsenden Flotte der Elektroautos Aufmerksamkeit zu erregen – wie Tesla seinerzeit mit den Falcon-Doors des Model X oder Byton mit seiner Bildschirmlandschaft im M-Byte. Beide Ideen greift Mercedes auf und perfektioniert sie für den EQS: Die schwäbische Antwort auf die Flügeltüren ist der Sesam-Öffne-Dich-Effekt, bei dem auf Wunsch alle vier Türen wie von Geisterhand aufschwingen, sobald man sich dem Auto nähert. Und im Ringen um das größte Kino setzt das Designteam auf den "Hyperscreen". So nennt Mercedes die durchgehende Fläche aus einem bei 650 Grad leicht gebogen Glas aus Aluminiumsilikat, die sich auf 1,41 Metern Breite beinahe von Tür zu spannt. Er wirkt erfrischend neu und anders als alles, was bislang zu sehen war – und er polarisiert. Entweder man ist auf Anhieb hin und weg – oder man fühlt sich verloren in der virtuellen Realität. Damit das möglichst wenigen passiert, setzt Mercedes auf künstliche Intelligenz, die den Menschen hinterm Lenkrad und seine Routinen mit jedem Kilometer besser kennenlernt und die Menüs des Mercedes EQS (2021) so sortiert, dass immer die richtigen Befehle ganz oben stehen.

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Elektrisches S-Klasse-Pendant: Mercedes EQS (2021)

Aber auch wenn alles neu ist, macht der Mercedes EQS (2021) einen vertrauten Eindruck: Bereits nach wenigen Metern hinter dem Steuer ist man in der Zukunft angekommen und es stellt sich jenes erhabene Gefühl vom luxuriösen Reisen ein, wie man es seit Jahrzehnten von der S-Klasse kennt – nur moderner, cleaner, cooler. Wer erst den künstlichen Raumschiff-Sound oder das imitierte V8-Grummeln deaktiviert hat, reist in absoluter Stille: Weil der Wind so wenig Widerstand findet, weil sämtliche Antriebskomponten noch einmal umschäumt wurden und weil es natürlich serienmäßig eine Luftfederung gibt. So bekommt das Reisen eine neue Leichtigkeit. Leicht will es Mercedes dem:der Fahrer:in mit einem intelligenten Rekuperationsprogramm machen, das auf schlaue Art zum Verzicht auf das Bremspedal erzieht. Denn mit den Sensoren der automatischen Abstandregelung und den Daten zum vorausliegenden Streckabschnitt nutzt der EQS die E-Maschine genau in so einem Maß als Generator und damit als Bremse, dass die mechanische Bremse weitgehend überflüssig wird. Und während sich der Mercedes EQS (2021) für die Insassen nach einem riesigen Auto anfühlt, macht er sich für den:die Fahrer:in klein: Wie in der S-Klasse ist hier die neue Hinterradlenkung im Einsatz und die Räder schlagen beim Rangieren um mehr als zehn Grad ein. So kreiselt das Fünf-Meter-Auto durch die Stadt, als wäre es ein Kleinwagen.

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