Mercedes EQS (2021): Preis & neue Fotos Elektrische S-Klasse als Erlkönig erwischt

von Thomas Geiger 22.05.2020

Neue Fotos zeigen einen Erlkönig des Mercedes EQS (2021) auf Testfahrt. Zuvor zeigten die Schwaben bereits mit der Studie Vision EQS, wie sie sich die Luxuslimousine der Zukunft mit E-Motor und beachtlicher Reichweite vorstellen. Der Preis ist noch nicht bekannt.

Neue Erlkönig-Fotos zeigen den Mercedes EQS, der ab 2021 gegen elektrisch angetriebene Konkurrenten wie den Porsche Taycan, Audis e-tron GT und das Tesla Model S antreten soll. Mit der zugehörigen Studie Mercedes Vision EQS gaben die Schwaben bereits einen Ausblick auf das neue Flaggschiff der neu gegründeten und rein elektrischen Submarke EQ. Mehr als fünf Meter lang und in Bausch und Bogen gezeichnet, lässt der Luxusliner selbst die aktuelle S-Klasse alt aussehen. Das liegt nicht nur am so genannten "Bow Design", das die stufige Silhouette der klassischen Limousine auflöst und von extrem schräg gestellten, weit nach außen gerückten Scheiben lebt. Es liegt auch an der spektakulären Licht-Inszenierung, die einmal komplett um die in zwei Farben lackierte Studie reicht. So gibt es zu den Hologramm-Scheinwerfern einen digitalen Kühlergrill mit LED-Matrix, ein Heckleuchtenband, in dem 229 digitale Mercedes-Sterne strahlen, und an den Flanken weitere LED-Leisten, die das Auto in Szene setzen und die Kommunikation mit andern Verkehrsteilnehmern übernehmen. Mehr zum Thema: Elektrische V-Klasse EQV

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Neue Fotos vom Mercedes EQS (2021)

Wenn sich der Mercedes EQS (2021) an der Studie Vision EQS orientiert, zeigt sich die elektrische S-Klasse künftig in einem buchstäblich neuen Licht: Die Ambientebeleuchtung schließt die Konturen der vier ledernen Loungesessel ein. Statt eines konventionellen Cockpits wird aus dem Armaturenbrett eine – Zitat – "Interieur-Skulptur", für die Instrumententafel und Mittelkonsole zu einem großen Schwebebalken verschmelzen und dabei an das Deck eines Bootes erinnern sollen. Die Darstellung von Informationen verschmelzen dank organischer Displays und variabler Projektionsflächen quasi mit dem Material. Und damit die Besserverdiener kein schlechtes Gewissen plagt, gibt es ein nachhaltiges Materialkonzept mit Holz aus heimischen Wäldern, Dekorstoffen aus maritimem Plastikmüll, artifiziellem Leder und Mikrofasern aus recycelten PET-Flaschen. Während die Designer am großen Rad drehen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen, dürften Technik und E-Motor unter der spektakulären Hülle des Mercedes EQS (2021) vergleichsweise bodenständig, dafür aber umso konsequenter daherkommen. Mehr zum Thema: Studie Mercedes EQS im Fahrbericht

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Die Studie Mercedes Vision EQS gibt einen Ausblick auf das künftige elektrisches Flaggschiff der Schwaben. Foto: Mercedes
 

Mercedes EQS (2021) mit neuer Elektroauto-Architektur, Preis unbekannt

Mit dem Mercedes EQS (2021) leisten sich die Schwaben zum ersten Mal eine dezidierte Elektroarchitektur und können somit alle Raumvorteile nutzen: Die Überhänge werden kürzer und der Innenraum bietet entsprechend mehr Platz. Und anders als beim EQC verschwindet der Akku tatsächlich komplett im Wagenboden. Dabei ist er größer denn je: Um adäquate Fahrleistungen zu bieten, wächst die Batterie auf 100 kWh Ladekapazität an. Damit, das versprechen die Mercedes-Entwickler, fährt zumindest die Studie Vision EQS über 700 Kilometer weit. Und weil theoretisch mit 350 kW geladen wird, sind die Zellen auch binnen weniger als 20 Minuten zu 80 Prozent voll. So schnell wie beim Laden ist die Studie auch beim Fahren: Mit knapp 500 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment beschleunigt der voll variable Allradantrieb in weniger als 4,5 Sekunden auf Tempo 100 und erlaubt mehr als 200 km/h. So durchdacht und zukunftsträchtig der Mercedes EQS (2021) auch sein mag, entsteht zwangsläufig eine Konkurrenzsituation mit der S-Klasse. An der Spitze aber kann es bekanntlich nur einen geben. Ob der EQS beim Preis über der S-Klasse liegen wird, ist noch nicht bekannt.

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