Mercedes Vision EQS: IAA 2019 (Update!) Hier kommt die elektrische S-Klasse

von Thomas Geiger 10.09.2019

Der Mercedes Vision EQS auf der IAA 2019 ist die S-Klasse für Captain Future: So denkt sich Mercedes die elektrische Luxuslimousine der Zukunft!

Die Schwaben ziehen auf der IAA 2019 das Tuch von der Studie Mercedes Vision EQS – und bringen sich damit auch in der elektrischen Luxusliga in Stellung. Bis der Stromer in S-Klasse-Format aber tatsächlich auf der Straße ist, wird zwar noch bis 2021 dauern, doch gibt die Studie zumindest schon einmal einen ersten Ausblick auf das neue Flaggschiff der neu gegründeten und rein elektrischen Submarke EQ. Mehr als fünf Meter lang und in Bausch und Bogen gezeichnet, lässt dieser Luxusliner selbst die aktuelle S-Klasse alt aussehen. Das liegt nicht nur am so genannten "Bow Design", das die stufige Silhouette der klassischen Limousine auflöst und von extrem schräg gestellten, weit nach außen gerückten Scheiben lebt. Es liegt auch an der spektakulären Licht-Inszenierung, die einmal komplett um den in zwei Farben lackierten Mercedes Vision EQS (2019) reicht. So gibt es zu den Hologramm-Scheinwerfern einen digitalen Kühlergrill mit LED-Matrix, ein Heckleuchtenband, in dem 229 digitale Mercedes-Sterne strahlen, und an den Flanken weitere LED-Leisten, die das Auto in Szene setzen und die Kommunikation mit andern Verkehrsteilnehmern übernehmen.

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Mercedes Vision EQS auf der IAA 2019

Auch innen zeigt sich der Mercedes Vision EQS (2019) in einem buchstäblich neuen Licht: Die Ambientebeleuchtung schließt die Konturen der vier ledernen Loungesessel ein. Statt eines konventionellen Cockpits wird aus dem Armaturenbrett eine – Zitat – "Interieur-Skulptur", für die Instrumententafel und Mittelkonsole zu einem großen Schwebebalken verschmelzen und dabei an das Deck eines Bootes erinnern sollen. Die Darstellung von Informationen verschmelzen dank organischer Displays und variabler Projektionsflächen quasi mit dem Material. Und damit die Besserverdiener kein schlechtes Gewissen plagt, gibt es ein nachhaltiges Materialkonzept mit Holz aus heimischen Wäldern, Dekorstoffen aus maritimem Plastikmüll, artifiziellem Leder und Mikrofasern aus recycelten PET-Flaschen. Während die Designer am großen Rad drehen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen, ist die Technik unter der spektakulären Hülle des Mercedes Vision EQS (2019) vergleichsweise bodenständig – aber dafür umso konsequenter. Mehr zum Themma: Mercedes EQV auf der IAA 2019

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Vision EQS auf neue Elektroauto-Architektur

Zum ersten Mal leisten sich die Schwaben eine dezidierte Elektroarchitektur und können somit alle Raumvorteile nutzen: Die Überhänge werden kürzer und der Innenraum bietet entsprechend mehr Platz. Und anders als beim EQ C verschwindet der Akku tatsächlich komplett im Wagenboden. Dabei ist er größer denn je: Um adäquate Fahrleistungen zu bieten, wächst die Batterie auf 100 kWh Ladekapazität an. Damit, das versprechen die Mercedes-Entwickler, fährt der Mercedes Vision EQS (2019) über 700 Kilometer weit. Und weil theoretisch mit 350 kW geladen wird, sind die Zellen binnen weniger als 20 Minuten zu 80 Prozent voll. So schnell wie beim Laden ist die Studie auch beim Fahren: Mit knapp 500 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment beschleunigt der voll variable Allradantrieb in weniger als 4,5 Sekunden auf Tempo 100 und erlaubt mehr als 200 km/h. So durchdacht und zukunftsträchtig der Mercedes Vision EQS (2019) auch sein mag, entsteht zwangsläufig eine Konkurrenzsituation mit der S-Klasse. An der Spitze aber kann es bekanntlich nur einen geben.

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