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Jeep Cherokee Facelift 2.0 T-GDI (2019): Testfahrt So fährt sich das Cherokee Facelift mit Vierzylinder

von Max Sonnenburg 06.06.2019
Inhalt
  1. Erste Testfahrt mit neuem Jeep Cherokee Facelift 2.0 T-GDI (2019)
  2. Mit weniger Hubraum buhlt das Cherokee Facelift (2019) um neue Kunden
  3. Cherokee Facelift (2019) bügelt Frontdesign glatt

Das neue Jeep Cherokee Facelift (2019) verzichtet als 2.0 T-GDI in Zukunft auf den Sechszylinder. Nun verrichtet ein völlig neu entwickelten Vierzylinder seine Dienste im Offroader. Wie gut der Motor mit dem SUV harmoniert, soll die erste Testfahrt zeigen!

Bei dem neuen Jeep Cherokee Facelift (2019) bricht der Hersteller mit alten Traditionen und streicht beim dem Offroader zwei Zylinder. Künftig wird das Mittelklasse-SUV nicht mehr mit dem 3,2-Liter-Sechszylinder-Pentastar, sondern einem völlig neu entwickelten 2,0-Liter-Vierzylinder-Motor erhältlich sein. Das turbogeladene Aggregat leistet 272 PS. 400 Newtonmeter Drehmoment werden mittels Neungang-Wandler-Automatik an die Räder geschickt. Obwohl der Vierzylindermotor über deutlich weniger Hubraum verfügt, steht er seinem Vorgänger in puncto Leistung in nichts nach. So konnte das Drehmoment mithilfe eines zweiflutigen Turboladers mit einer geringen Massenträgheit und elektrisch gesteuertem Bypass-Ventil gegenüber dem Sechszylinder um 27 Prozent gesteigert werden. Auch die Benzin-Direkteinspritzung, die den Kraftstoff mit einem Druck von bis zu 200 Bar direkt in die Zylinder einspritzt, trägt zur gesteigerten Performance des neuen Jeep Cherokee Facelift 2.0 T-GDI (2019) bei.

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Erste Testfahrt mit neuem Jeep Cherokee Facelift 2.0 T-GDI (2019)

Ob sich die Unterschiede der Antriebskonzepte auch in der Realität bemerkbar macht, soll die erste Testfahrt mit dem neuen Jeep Cherokee Facelift 2.0 T-GDI (2019) auf den kurvenreichen Straßen rund um den Gardasee klären. Der knapp zwei Tonnen schwere Offroader hängt gut am Gas und beschleunigt zügig. Lediglich die Wandlerautomatik leidet unter einer leichten Trägheit, die sich besonders bei schnellen Gangwechseln bemerkbar macht. Im Sportmodus zeigt sich der Cherokee dann jedoch von seiner kernigeren Seite. Leichte Berührungen des Gaspedals werden direkt in Vorwärtstrieb umgesetzt. Die Lenkung ist direkt und zirkelt den Offroadern filigran durch enge Kurven. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, ohne dabei an Komfort einzubüßen. Unebenheiten werden souverän ausgebügelt. Im Gegensatz zu anderen SUV hat das neue Jeep Cherokee Facelift 2.0 T-GDI (2019) dank unterschiedlicher Allradsysteme und zahlreiche Offroad-Funktionen das Klettern nicht verlernt.

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Mit weniger Hubraum buhlt das Cherokee Facelift (2019) um neue Kunden

Trotz gemächlicher Fahrweise stand nach unserer ersten Testfahrt mit dem neuen Jeep Cherokee Facelift 2.0 T-GDI (2019) eine zehn vor dem Komma. Somit zeigen sich nicht nur bei der Performance, sondern auch beim Verbrauch der beiden Motoren Ähnlichkeiten. Wem das zu viel ist, der kann sich nach wie vor für den 2,2-Liter Diesel entscheiden, der über 195 PS Leistung verfügt und nach Herstellerangaben durchnittlich 6,6 Liter verbrauchen soll. Auch abseits befestigter Straßen hat der Jeep einiges zu bieten, denn im Gegensatz zu den teilweise weichgespülten SUV hat er das Klettern nicht verlernt. Drei Allradsysteme und eine Kardanwelle, die die Hinterachse bei Bedarf entkoppelt, machen das neue Jeep Cherokee Facelift 2.0 T-GDI (2019) zu einem echten Offroader, der auch im Gelände eine Menge Fahrspaß bietet.

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Cherokee Facelift (2019) bügelt Frontdesign glatt

Die Front, an der sich viel Fans der Marke gestört haben fällt beim neuen Jeep Cherokee Facelift (2019) übrigens nicht mehr so steil ab. Die Kunststoffbeplankung der Stoßfänger zieht sich im Vergleich zum Vorgänger weiter nach oben. Im Innenraum bleibt alles beim Gewohnten: Die belederten und klimatisierten Sitzen, die zum Serienumfang der von uns gefahrenen Overland-Ausstattung gehören, sind bequem und komfortabel, könnten allerdings mehr Seitenhalt bieten. Ansonsten glänzt das neue Jeep Cherokee Facelift (2019), ganz amerikanisch, mit einer umfangreichen Ausstattung. Das Armaturenbrett ist mit Leder verkleidet. Das Volant mit Holz abgesetzt. Ebenfalls serienmäßig verfügt das SUV in der Ausstattungsvariante über 19-Zoll-Leichtmetallräder, einen Fernlichtassistenten und ein Panorama-Glasschiebedach.

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von Max Sonnenburg von Max Sonnenburg
Unser Fazit

Der Motor ist eine echte Alternative zu dem in die Jahre gekommen Sechszylinder und soll das neue Jeep Cherokee Facelift 2.0 T-GDI (2019) attraktiv für den europäischen Markt machen. Hinzu kommt die ausgeprägte Geländefähigkeit, durch die sich der Cherokee von seinen Wettbewerbern unterscheidet. Lediglich das stellenweise schwerfällige ZF-Getriebe trübt den Gesamteindruck und die Fahrfreude ein wenig.

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