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Neues Bentley Bentayga Facelift (2020): Erste Testfahrt So fährt der überarbeitete Bentayga

von Michael Godde 12.08.2020

Bentley hat seinem Erfolgsmodell eine intensive Überarbeitung gegönnt. Die Liebe zum Detail und die Verbesserung des Komforts überzeugen bei der ersten Testfahrt im neuen Bentley Bentayga Facelift (2020).

Auf das neue Bentley Bentayga Facelift (2020), das uns zur ersten Testfahrt bereitsteht, ruhen gewaltige Hoffnungen, schließlich war das britische SUV bislang ein enormer Erfolg. Er generierte 2019 satte 45 Prozent des weltweiten Markenumsatzes. Mit der Modellpflege wirkt der Bentayga gefälliger: Die nun elliptischen LED-Matrix-Scheinwerfer rücken ein Stück höher, der neue Kühlergrill ist größer und steht aufrechter als bisher – kleine, aber wohl überlegte Retuschen, die dem Bentley gut stehen, seine Wurzeln aber nicht verleugnen. Am Heck präsentiert sich die Überarbeitung prägnanter. Die klobigen Rückleuchten des Vorgängers weichen ovalen Lampen auf einer komplett neu modellierten Heckklappe ohne Nummernschild, das nun im Stoßfänger seinen Platz findet. Das eigentliche Aha-Erlebnis kommt bei der ersten Testfahrt aber im Innenraum. Die neu gestaltete Mittelkonsole mit massivem Luftausströmer inklusive Breitling-Uhr (optional) und zeitgemäßer Multimedia-Einheit zeigt eine ultimative Liebe zum Detail und dokumentiert die Leidenschaft, mit der sich die Briten der Verarbeitung hingeben. Für den Fahrer des neuen Bentley Bentayga Facelift (2020) ist aber vor allem eine Verbesserung von größter Bedeutung: der Sitz. Er macht mit softer Auflage, fester Polsterung und ohne lästig drückende Wangen das Reisen zum besonderen Genuss. Obendrein lässt sich die Kontur perfekt an die eigene Statur anpassen. Auch das Lenkrad haben die Designer neu gestaltet – es liegt jetzt noch schmeichelnder in den Händen als zuvor.

Neuheiten Bentley Bentayga Facelift (2020)
Bentley Bentayga Facelift (2020): Preis & Innenraum Bentley verfeinert den Bentayga

Das neue Bentley Bentayga Facelift (2020) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Bentley Bentayga Facelift (2020)

Sitz und Lenkrad, das sind die Kommunikationsflächen zwischen Mensch und Maschine. Vor allem für Fahrerautos. Und das neue Bentley Bentayga Facelift (2020) ist so eins. Schon der V8-Biturbo mit seelenmassierendem, unaufgeregtem Bass und die kongeniale, immer dienstbereite Achtstufen-Automatik laden zur dynamischen Landpartie ein. 550 PS und 770 Newtonmeter sollen für einen Sprint auf Tempo 100 in 4,5 Sekunden reichen. 290 km/h meistert das britische Monument ohne Mühe. Die mit 48-Volt-Technik versorgte, elektromechanische Wankstabilisierung hält den Aufbau bei der ersten Testfahrt ruhig. Eine um zwei Zentimeter verbreiterte hintere Spur sorgt zudem für mehr Stabilität und hat auch positive Effekte auf die Lenkpräzision. Der Bentley liegt perfekt in der Hand, beantwortet souverän jeden Wunsch nach Leistungsabgabe und verwöhnt nach der einen oder anderen flotten Einlage mit gediegenem Federungskomfort. Auch hier spürt man den Feinschliff der Überarbeitung. Der Bentayga bleibt selbst bei gröberen Asphaltverwerfungen samtweich – trotz massiger 22-Zoll-Räder. Lediglich die eine oder andere harte, hervorstehende Kante lässt das fast 2,5 Tonnen schwere SUV etwas unbeholfen stolpern. Der Grundpreis des Bentayga V8 von 182.004 Euro wirkt in seinem Umfeld nicht überteuert. Unser Exemplar trat allerdings unter anderem mit dem Mulliner-Driving-Specification-Paket für über 20.000 Euro zur Testfahrt an. Auch die Breitling-Uhr kostet mal eben 3596 Euro zusätzlich. Ohne würde sich das neue Bentley Bentayga Facelift (2020) aber auch irgendwie unvollständig anfühlen. So lässt sich der Preis in enorme Höhen treiben. In diesem Fall auf 268.076 Euro.

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von Michael Godde von Michael Godde
Unser Fazit

Konnektivität, Verarbeitung, Handling, Komfort – das neue Bentley Bentayga Facelift (2020) ist bei der ersten Testfahrt deutlich souveräner unterwegs als sein Vorgänger. Der Preis dürfte bei den Interessenten keine Rolle spielen.

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