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Neuer Toyota C-HR 2.0 Hybrid (2019): Erste Testfahrt So fährt der C-HR mit neuem Hybridantrieb

von Klaus Uckrow 13.11.2019

Schwächelte das SUV bislang beim Antrieb, erhält der neue Toyota C-HR 2.0 Hybrid (2019) mit der Modellpflege den nun passenden Hybridantrieb mit 184 PS. Erste Testfahrt!

Die erste Testfahrt mit dem neuen Toyota C-HR 2.0 Hybrid (2019) zeigt, dass der neue Antrieb mehr ist als nur Schein. Bisher hielt es Toyota mit dem C-HR eher umgekehrt. Das coupéartige SUV bot seit seinem Marktstart 2016 einen spektakulären Auftritt, beim Antrieb hatte man aber nur die Wahl zwischen einem 116 PS leistenden Turbobenziner und einem Hybridantrieb mit sechs PS mehr. Damit konnte der Toyota zumindest nicht alle geweckten Erwartungen erfüllen. Trotzdem hat er sich in Europa in drei Jahren mehr als 400.000 Mal verkauft. Bei der Modellpflege beließen es die Japaner nicht nur bei optischen Retuschen, sondern legen auch beim Antrieb nach: Ab dem 25. Januar 2020 liefern die Händler den neuen Toyota C-HR 2.0 Hybrid (2019) zusätzlich auch mit einem 184 PS starken Hybridantrieb aus.

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Erste Testfahrt mit dem neuen Toyota C-HR 2.0 Hybrid (2019)

Der Antrieb im neuen Toyota C-HR 2.0 Hybrid (2019) stammt aus dem ebenfalls 184 PS starken SUV Lexus UX, das auf der gleichen modernen GA-C-Plattform wie der Toyota steht. Für den C-HR wurde der zwei Liter große Verbrennungsmotor, der im effizienten Atkinson-Zyklus mit veränderten Taktzeiten arbeitet, aber weiter verbessert. Als Ergebnis wird laut Toyota der Kraftstoff mit einer thermischen Effizienz von bis zu 41 Prozent in Leistung umgesetzt. Beim Vortrieb unterstützen den Benzindirekteinspritzer gleich zwei Elektromotoren. Der kleinere dient vorrangig als Generator, der jeden Leistungsüberschuss des Verbrenners in Elektrizität umwandelt, die eine Nickel-Metallhydrid-Batterie unter der Rücksitzbank füttert. Der zweite E-Motor leistet 80 kW und treibt den C-HR beim Anfahren, bei niedrigem Tempo und (ausschließlich) beim Rückwärtsfahren an. Bis 120 km/h kann das SUV für wenige Kilometer rein elektrisch unterwegs sein – bei der ersten Testfahrt hat sich das bestätigt. Im Übrigen ist der neue C-HR 2.0 Hybrid Dynamic Force jetzt deutlich munterer als das weiter im Angebot verbleibende Modell mit 122 PS. Beim starken Beschleunigen fällt sofort auf: Der früher für Hybridautos typische Gummibandeffekt mit verzögerter Leistungsentfaltung und hoher Drehzahl des Benziners ist jetzt kaum noch spürbar. Verantwortlich dafür zeichnet die neu entwickelte Leistungs-Regelelektronik der vierten Generation, die zudem kompakter ist und effizienter mit der Energie umgeht. Das zeigt sich auch im WLTP-Verbrauch von 5,2 Liter Super auf 100 Kilometer. Der C-HR mit schwächerem Hybridantrieb erreicht 4,8 Liter, benötigt laut Werk für den Sprint auf Tempo 100 aber 2,8 Sekunden länger. Bei der Höchstgeschwindigkeit beträgt der Unterschied immerhin zehn km/h. Weiterer Verdienst der neuen Regelelektronik: Das Umschalten zwischen dem elektrischen EV-Modus und dem Benziner geschieht jetzt fast unmerklich. Da sich der Ottomotor bei niedrigen Drehzahlen zudem akustisch sehr zurückhält, merkt man oft erst beim Blick auf den Drehzahlmesser, dass er gerade aktiv ist. Zumal auch die stufenlos arbeitende Automatik des neuen Toyota C-HR 2.0 Hybrid (2019) geschmeidiger mit den Motoren zusammenarbeitet.

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Neuer Toyota C-HR 2.0 Hybrid (2019) zeigt sich dynamisch

Bei der ersten Testfahrt mit dem neuen Toyota C-HR 2.0 Hybrid (2019) tragen vor allem die direkte Lenkung, die relativ niedrige Sitzposition und die gut ausgeformten Ledersitze unseres Testwagens der Orange Edition (ab 38.690 Euro) zum Fahrspaß bei. Zudem wirken die Materialien und die Verarbeitung des in der Türkei gebauten SUV nun wertiger: Aus der ersten Reihe und aus dem Fond wurde vor allem das Hartplastik verbannt. Das Rückabteil bleibt aber wie bisher recht kuschlig: Nur mäßige Beinfreiheit, ein niedriger Einstieg und karosseriebedingt kleine Seitenfenster lassen den neuen Toyota C-HR 2.0 Hybrid (2019) höhlenartig wirken. Das Fahrwerk für den 2.0 Hybrid Dynamic Force wurde auf höhere Dynamik ausgelegt, ist aber keinesfalls unkomfortabel. Für Sicherheit sorgt – je nach Ausstattung – eine unterschiedliche Anzahl moderner Assistenzsysteme. Für die Unterhaltung sind ein neu entwickeltes Multimedia-System mit Smartphone-Anbindung über Apple CarPlay/Android Auto und ein optionales Premium-Soundsystem von JBL zuständig. Ein Navi gibt es bei fast allen Ausstattungen serienmäßig.

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