Alle Tests zum Suzuki Vitara

Neuer Suzuki Vitara Facelift (2018): Erste Testfahrt So fährt sich das Vitara Facelift mit Dreizylinder

von Klaus Uckrow 26.02.2019

Das neue Suzuki Vitara Facelift (2018) kommt rund drei Jahre nach dem Marktstart zu den Händlern. Der neu angebotene Dreizylinder-Turbo-Benzinmotor verspricht auf der ersten Testfahrt einen sparsamen Vortrieb.

2018 wurde das neue Suzuki Vitara Facelift präsentiert. Auf der ersten Testfahrt kann der Offroader zeigen, ob die neuen Assistenzsysteme für mehr Sicherheit sorgen. Das 4,17 Meter lange SUV ist seit Frühjahr 2015 nach dem SX4 S-Cross der zweitgrößte Suzuki auf dem deutschen Markt. 2018 fanden knapp 7000 Vitara einen deutschen Käufer, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Damit es wieder mehr Bestellungen werden, haben die Japaner dem Vitara eine gründliche Überarbeitung verordnet. Die beginnt an der neu gestalteten Frontschürze und dem markanten Kühlergrill mit sechs senkrecht verlaufenden Chromstreben. Und endet bei den LED-Rückleuchten im neuen Design. Wichtigeres hat sich aber dazwischen getan. Zum Beispiel im Cockpit: Auf dem Armaturenträger findet man im Suzuki Vitara (2018) geschäumte Kunststoffe. Der Anteil des ungemütlich wirkenden Hartplastiks wurde reduziert. Insgesamt macht das ordentlich verarbeitete Interieur einen guten Eindruck. Auch die Bedienung ist schnell erlernt. Ab der Ausstattung Comfort ist jetzt digitaler Radioempfang (DAB) und Smartphone-Anbindung mit Apple CarPlay und Android Auto serienmäßig. Das Multimedia-System wird wie das Navi (Serie ab Comfort+) über einen sieben Zoll großen Touchscreen gesteuert. Zwar verfügte der Vitara schon bisher über ein ansehnliches Arsenal an Assistenzsystemen – vom adaptiven Tempomaten bis zum Spurhalteassistenten. Jetzt legte Suzuki aber noch einen Tot-Winkel-Warner und stattet den neuen Suzuki Vitara Facelift (2018) mit einem Ausparkassistenten (ab Comfort) nach. Mehr zum Thema: Alles zum neuen Suzuki Jimny

Neuheiten Suzuki Vitara Facelift (2018)
Suzuki Vitara Facelift (2018): Ausstattung & Motor Das kostet das Vitara-Facelift

Das Suzuki Vitara Facelift (2018) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Suzuki Vitara Facelift (2018)

Bei der ersten Testfahrt im neuen Suzuki Vitara Facelift (2018) verrichtet ein Dreizylinder-Turbo mit 111 PS sein Werk unter der Motorhaube. Das Aggregat ist aus dem Suzuki Swift und dem Suzuki Baleno bekannt und zählt zu der wichtigsten Neuerung des Vitara. Der Motor ersetzt im neuen Vitara den bisher angebotenen Vierzylinder-Sauger mit 1,6 Liter Hubraum und 120 PS. Auch ein Diesel wird im Suzuki Vitara nicht mehr angeboten. Der neue Dreizylinder lässt sich auf Wunsch mit dem Allradantrieb Allgrip (2300 Euro)  und einer Sechs-Stufen-Automatik (1500 Euro) koppeln. Für die erste Testfahrt stand uns ein Suzuki Vitara 1.0 Boosterjet mit Allradantrieb Allgrip und manueller Fünfgang-Schaltung zur Verfügung, der ab der mittleren Comfort-Ausstattung für 23.550 Euro zu haben ist. Der muntere Benziner passt gut zu dem nur 1230 Kilogramm schweren SUV. Schon bei niedrigen Drehzahlen reagiert er auf munter auf Gasbefehle und lässt sich deshalb auch mal schaltfaul fahren. Dabei klingt er unterhalb von 4000 Touren durchaus kultiviert. Erst danach macht sich der Dreizylinder akustisch deutlich schnarrend bemerkbar. Aber auch dieser Motorsound klingt nicht nervig-dröhnend. Neben dem Dreizylinder-Turbo ist das neue Suzuki Vitara Facelift (2018) wie bisher mit dem 1,4 Liter großen Vierzylinder-Turbo mit 140 PS zu haben. Der klingt sehr kultiviert und macht noch mehr Spaß als der Dreizylinder. Zudem wird der starke Motor mit einem Sechsgang-Getriebe ausgeliefert. Hier starten die Preise bei 22.450 Euro für das Einstiegsmodell mit Frontantrieb. Der Normverbrauch liegt bei 5,8 Liter. Mit Allradantrieb Allgrip (ab 24.750 Euro) überbot der Verbrauch bei einer ersten Testfahrt auch nicht die Marke von acht Litern auf 100 Kilometer.

Fahrbericht Suzuki Jimny (2018)
Neuer Suzuki Jimny (2018): Erste Testfahrt Der Jimny kann's immer noch

 

Neues Suzuki Vitara Facelift (2018) mit neuem Dreizylinder-Motor

Der Allradantrieb Allgrip im neuen Suzuki Vitara Facelift (2018) erlaubt auf der ersten Testfahrt auch Ausflüge ins mittlere Gelände. Das System lässt sich über einen Drehschalter auf der Mittelkonsole in vier verschiedene Modi schalten. Im Lock-Modus wird das Drehmoment starr zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Und sogar eine Bergabfahrhilfe ist serienmäßig an Bord. Die Lenkung arbeitet angenehm direkt und mit guter Rückmeldung. Auch die Schaltung bereitet keinerlei Probleme – beim entspannten Gleiten vermisst man allerdings manchmal den sechsten Gang. Auch fahrdynamisch hat der neue Suzuki Vitara (2018) seine Qualitäten. Kurven nimmt er gutmütig und sicher. Nach 12 Sekunden ist Tempo 100 erreicht, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 km/h. Bei flotterer Fahrweise erreicht der Verbrauch allerdings nicht die 5,7 Liter der Werksangabe (NEFZ). Auf bergigen, kurvenreichen Landstraßen pendelte sich der Spritkonsum lauf Bordcomputer bei 7,3 Liter Super auf 100 Kilometer ein.  Das Fahrwerk des Suzuki Vitara (2018) schluckt die üblichen Schäden im Asphalt klaglos und ohne unangenehme Schläge. Auch die straff gepolsterten und komfortablen Sitze in der ersten Reihe sorgen für viel Fahrkomfort. Beide sind übrigens in der Höhe einstellbar. Im Fond ist die Beinfreiheit auch in Ordnung. Die Rücksitzbank ist aber relativ hoch montiert, so dass Großgewachsene beim Einsteigen den Kopf leicht einziehen müssen, um ihn unter dem Rahmen der hinteren Tür hindurch zu manövrieren. Das Volumen des Laderaums des neuen Suzuki Vitara Facelift (2018) ist mit 375 bis 1120 Liter wie bisher nur durchschnittlich.

von Klaus Uckrow von Klaus Uckrow
Unser Fazit

Das neue Suzuki Vitara Facelift (2018) ist ein ordentlich verarbeitetes SUV mit guten Fahreigenschaften auf der Straße, das aber auch Ausflüge ins Gelände erlaubt. Der neue Dreizylinder-Motor ist recht munter – ob er wirklich viel sparsamer ist, muss ein Test klären. Ansonsten ist der stärkere 1,4-Liter-Turbo mit nur etwa 1200 Euro Mehrpreis die bessere Wahl.

Tags:
Copyright 2019 autozeitung.de. All rights reserved.