Neuer Suzuki Jimny (2018): Erste Testfahrt

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Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Man darf nicht den Fehler machen, den Suzuki Jimny zu unterschätzen – das war schon bei der ersten Auflage vor 20 Jahren so und bleibt auch bei der komplett neuen Generation. >> Mehr zum Thema Fahrberichte

Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Deutlich kantiger als bisher, könnte er das uneheliche Kind von Mercedes G-Klasse und Jeep Wrangler sein – und fährt auch genauso.

Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Der 1,5 Liter große Vierzylinder-mit 102 PS und 130 Newtonmeter Drehmoment tut sich vergleichsweise schwer mit den 1,2 Tonnen Leergewicht, ...

Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

... die Lenkung erfordert eine feste Hand und mit dem kurzen Radstand hoppelt der Bonsai störrisch über Bodenwellen.

Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Doch dafür geht die Fahrt eben auch nach der Bordsteinkante weiter, und zwar viel weiter.

Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Dazu haben die Japaner wieder einen Leiterrahmen zusammen geschweißt und serienmäßig einen zuschaltbaren Allradantrieb samt Geländeuntersetzung eingebaut.

Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Dort, wo modische SUV der Großstadt um ihre polierten Felgen zittern, wühlt sich der Jimny durch das Unterholz.

Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Nicht nur technisch ist der neue Jimny über jeden Zweifel erhaben, auch die Ausstattung ist überraschend modern und obendrein auch noch üppig.

Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Spurhalte-Assistent, Müdigkeitswarner und Notbremsautomatik und sogar eine Verkehrszeichenerkennung sind Standard.

Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Gegen Aufpreis gibt es zudem Extras wie ein Touchscreen-Navigationssystem samt Apple Carplay.

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Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Bei 3,65 Metern Länge, 2,25 Metern Radstand, 1,65 Metern Breite und 1,71 Metern Höhe ist das Platzangebot erwartungsgemäß beschränkt.

Suzuki Jimny (2018)
Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

Während die Passagiere vorne überraschend bequem sitzen, müssen Hinterbänkler schon die Knie bis an die Ohren ziehen – und ...

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Suzuki Jimny (2018) Foto: Suzuki

... vorher erst einmal durch den schmalen Türausschnitt am großen Vordersitz vorbei auf die Rückbank klettern.

Der neue Suzuki Jimny (2018) präsentiert sich in einer ersten Testfahrt. Die Neuauflage erweist sich als wahrer Geländespezialist unter den Mini-SUV.

Die erste Testfahrt im neuen Suzuki Jimny (2018) steht an. Gerüchte treiben manchmal seltsame Blüten. So kam 2017 in der Offroad-Szene der Verdacht auf, dass Suzuki den seit fast 20 Jahren nahezu unverändert gebauten Jimny demnächst durch ein softes SUV ersetzen will. Die Folge: Die Zahl der Bestellungen schnellte plötzlich in die Höhe. Wurde der kleine Geländewagen sonst im Schnitt gut 4000 Mal pro Jahr geordert, trafen plötzlich bei Suzuki Deutschland im hessischen Bensheim rund 6000 Bestellungen ein – und das ohne aufwendige Werbemaßnahmen. Doch die Befürchtungen waren unnötig. Das stellt der jetzt vorgestellte und von uns schon gefahrene neue Suzuki Jimny (2018) nachdrücklich unter Beweis: Der kleine Offroader ist im Gelände wieder ein ganz Großer – nur wenige und meist viel teurere Modelle können ihm hier das Wasser reichen. Mehr zum Thema: Das kostet der Suzuki Jimny

Neuer Suzuki Jimny (2018) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Testfahrt im neuen Suzuki Jimny (2018)

So baut auch die seit 1970 vierte Generation, um den neuen Suzuki Jimny (2018), wieder auf einer stabilen Leiterrahmenstruktur auf, während die meisten SUV über eine selbsttragende Karosserie verfügen. Der Leiterrahmen dient bei Geländefahrten als robuste Basis für die Fahrwerkskomponenten. Starrachsen vorn und hinten mit Längslenkern, Panhardstab und Schraubenfedern erlauben anspruchsvolle Einsätze. Per Wählhebel, der zwischen den Vordersitzen angebracht und direkt mit dem Verteilergetriebe verbunden ist, kann der Fahrer ganz einfach zwischen Zweirad-, Allradantrieb und Untersetzung wechseln. Eine Bergan- und eine Bergabfahrhilfe komplettieren die serienmäßige Geländeausstattung. Die erste Testfahrt in einem Waldgebiet bei Fulda zeigt: Der Jimny hat im mittelschweren Gelände mit felsigen Anstiegen und schlammigen Wasserdurchfahrten keine Probleme. Der 1,5-Liter-Benziner liefert seine Kraft gleichmäßig und sehr durchzugsstark. Noch größere Herausforderungen gab es aber nicht zu bewältigen. Doch die Zahlen sprechen für sich: Vorn verfügt der Jimny über einen Böschungswinkel von sehr guten 37, hinten von 49 Grad. Der Rampenwinkel beträgt 28 Grad. Trotzdem werden nicht nur Geländefans den neuen Suzuki Jimny (2018) lieben: Neue, frische Farben wie das Kinetic Yellow des Fotoautos oder ein cooles Jungle Green machen den kleinen Suzuki auch als Lifestyle-Auto für den Großstadtdschungel attraktiv. Und das Interieur mit analogen Instrumenten, relativ großem Touchscreen samt moderner Multimedia- und Connectivity-Ausstattung wird niemanden abschrecken. Das robuste Hartplastik im Innenraum, für das Autotester Suzuki bei anderen Modellen gern tadeln, ist bei diesem kratz- und matschfesten Offroader sogar sehr sinnvoll.

Neuer Suzuki Jimny (2018) ab 17.915 Euro

Auf asphaltierten Straßen hinterlässt der neue Suzuki Jimny (2018) ebenfalls einen erstaunlich guten Eindruck. Trotz des nach wie vor kurzen Radstands ist der Geradeauslauf besser als beim Vorgänger, und die neue Lenkung gibt dem Fahrer mehr Feedback. Der Federungskomfort gefällt, die beiden vorderen Sitze sind gezwungenermaßen zwar nicht besonders opulent, aber trotzdem bequem. Allerdings ist der Motor nicht zu überhören, und ab Tempo 100 wird es richtig laut im Suzuki – auch wegen der Windgeräusche. Die Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h kann man jedoch mühelos erreichen. Der Laderaum ist winzig. Wenn man aber die Lehnen der beiden hinteren Sitze umlegt, steht in der Comfort+-Ausstattung ein doppelter Ladeboden und damit eine ebene Ladefläche zur Verfügung – da passt dann sogar das Urlaubsgepäck oder eine Transportbox für den Jagdhund hinein. Auf längeren Stecken sind die beiden Sitzplätze im Fond eh zu eng und zu unbequem. Mit automatischem Notbremsassistenten, Helfer zum Spurhalten, einer Müdigkeitserkennung und einem Fernlichtassistenten ist der neue Suzuki Jimny (2018) zeitgemäß ausgestattet. Sogar eine Verkehrszeichenerkennung gibt es serienmäßig. Diese warnt den Jimny-Fahrer nicht nur vor Geschwindigkeitsübertretungen, sondern sogar vor Überholverboten – man weiß ja nie. In den Handel kam der Offroader Ende Oktober 2018, die Preise starten bei 17.915 Euro.

Fazit

Suzuki hat die Straßeneigenschaften des neuen Jimny (2018) verbessert, ohne seine phänomenalen Talente im Gelände zu beschneiden. Der kleine Offroader wird also nicht nur in Wald und Steinbruch seine Fans finden, sondern auch in der Großstadt. Frische Farben und moderne Connectivity machen ihn für viele interessant.