Fahrbericht

Skodas neuer Einstiegs-Stromer: Erste Testfahrt im Epiq

Auf den Markt kommt der neue Skoda Epiq zwar erst im Herbst 2026, Eindrücke bei einer ersten Testfahrt mit einem getarnten Vorserienfahrzeug sammelten wir aber schon jetzt.

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Blick von schräg vorne auf den fahrenden Skoda Epiq (2026).
Der Skoda Epiq wird der neue Einstiegs-Stromer des Herstellers. Foto: Skoda
Blick von schräg hinten auf den fahrenden Skoda Epiq (2026).
Typisch Skoda: Trotz der Tarnung ist das bekannte Heckklappen-Design erkennbar. Foto: Skoda
Blick von schräg vorne auf den Skoda Epiq (2026).
Die Platzverhältnisse fallen für ein 4,17 m kurzes – je nach Lesart City-SUV oder Crossover-Mobil – zumindest vorn recht großzügig aus. Foto: Skoda
Blick von schräg hinten auf den Skoda Epiq (2026).
Die Überraschung findet sich hinter der Rückbank, wo 475 l Laderaumvolumen warten. Wird die Rücksitzlehne umgeklappt, stehen im neuen Fronttriebler Epiq, der auf der MEB+ Plattform basiert, gar 1344 l zur Verfügung. Foto: Skoda
Blick von der Seite auf den Skoda Epiq (2026).
Die Weltpremiere findet erst im Mai statt, deshalb gibt es noch keine Preise. Wir tippen allerdings auf einen Grundpreis von rund 25.000 Euro – eine Preismarke, die im VW-Konzern bereits seit Längerem für die neue Generation bezahlbarer E-Autos kursiert. Foto: Skoda
Blick auf dein Elektromotor des Skoda Epiq (2026)
Der neue Elektromotor (APP 290) mobilisiert im Skoda Epiq 85 bis 155 kW (116 bis 211 PS). Foto: Skoda
Blick von schräg vorne auf den Skoda Epiq (2026).
Mit Hilfe moderner Computer-Technik haben wir den camouflierten Epiq enttarnt. Heraus kommt ein adrett gestyltes City-SUV im markentypischen Modern Solid-Design. Foto: Avarvarii

Ersteindruck vom Skoda Epiq: Gut verarbeitete, hochwertige Materialien

Beflügelt vom Erfolg ihrer E-Modelle – der Skoda Enyaq lag 2025 auf dem fünften Platz der meistverkauften Stromer in Europa, der Elroq gar auf dem zweiten – baut Skoda sein E-Auto-Portfolio weiter aus. Das neue Einstiegsmodell hört auf den Namen Epiq und behält damit die Nomenklatur bei, wonach alle Elektroautos der Marke mit „E“ beginnen.

Fällt der Begriff Einstiegsmodell, springt in der Regel das Kopfkino an und lässt das Gehirn nicht selten Begriffe wie Kargheit, Verzicht oder Mangel assoziieren. Doch davon kann beim neuen Skoda Epiq, den wir bei einer ersten Testfahrt als außen und innen getarntes Vorserienfahrzeug kennenlernten, trotz der Camouflage-Maßnahmen keine Rede sein. An der Karosserie wirken Fugenverläufe, Passungen und Schweißnähte so akkurat, wie man es aus anderen Skoda-Modellen kennt. Die Türen fallen nicht scheppernd, sondern mit einem satten Plopp ins Schloss.

Die wenigen Flächen im Innenraum, die kein Tarnkleid tragen, vermitteln eine angenehme Haptik, was darauf schließen lässt, dass die Serienversion auch höheren Qualitätsansprüchen gerecht wird. Die Fahrdaten werden auf einem 5,3-Zoll-Display dargestellt, das serienmäßige Zentraldisplay misst 13 Zoll – ganz so wie bei zahlreichen anderen Modellen des VW-Konzerns.

Der Skoda Enyaq im Fahrbericht (Video)

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Vergleichsweise leicht, innen viel Platz

Die Platzverhältnisse im Skoda Epiq fallen für ein 4,17 m kurzes – je nach Lesart City-SUV oder Crossover-Mobil – zumindest vorn recht großzügig aus. Im Fond ist der Knieraum für Langbeinige überschaubar, was aber im Umkehrschluss nicht mit drangvoller Enge gleichzusetzen ist.

Die Überraschung unserer ersten Testfahrt findet sich hinter der Rückbank, wo 475 l Laderaumvolumen warten. Das sind satte 75 l mehr als in einem vergleichbaren Verbrenner wie dem Skoda Kamiq. Wird die Rücksitzlehne umgeklappt, stehen im neuen Fronttriebler Epiq, der auf der MEB+ Plattform basiert, gar 1344 l zur Verfügung.

Platz geschaffen wurde auch dadurch, „dass wir die Antriebskomponenten und die gesamte Elektronik in den Vorderwagen verlegt haben. Damit sparen wir nebenbei auch Gewicht“, erklärt Skoda-Entwicklungschef Dr. Johannes Neft. So soll der Epiq je nach Ausführung zwischen 1542 und 1544 kg wiegen – ein Wert, der sich in Stromerkreisen durchaus sehen lassen kann.

Drei Leistungsvarianten und zwei Batteriegrößen

Den Antrieb im Skoda Epiq erledigt der APP 290, ein neuer Elektromotor aus dem VW-Konzern, der für die kommenden Kompaktmodelle der einzelnen Marken verwendet wird. Im neuen Skoda sollen drei Leistungsstufen zur Verfügung stehen: Im Epiq 35 sind es 85 kW (116 PS), im Epiq 40 liefert das Aggregat 99 kW (135 PS) und die Topversion Epiq 55 kann auf bis zu 155 kW (211 PS) zurückgreifen.

Als Energiespeicher für die beiden schwächeren Versionen fungiert ein 38,5-kWh-Akku (Nettokapazität: 37 kWh) mit Lithium-Eisenphosphat als Kathoden-Material. Dies sorgt für eine lange Lebensdauer und hält das Gewicht mit knapp 300 kg im Rahmen. Die stärkste Variante kommt mit einem Nickel-Mangan-Kobalt-Akku (55 kWh, netto: 51,7 kWh). Er ist kaum schwerer, bietet aber eine höhere Energiedichte und ermöglicht so mehr Reichweite. Konkret sollen es hier bis zu 430 km laut WLTP sein. Die Ladeleistungen reichen von 50 beziehungsweise 90 kW bei Epiq 35 und 40, der Epiq 55 schafft bis zu 125 kW.

Eine Computer-Illustration zeigt das voraussichtliche Seriendesign des Skoda Epiq (2026).
Foto: Skoda

Testfahrt-Eindrücke vom stärkeren Skoda Epiq 55

Letzterer stand für die ersten wenigen Kilometer zur Testfahrt bereit, die einen vorläufigen, aber aussagekräftigen ersten Eindruck ermöglichten. Dieser beginnt damit, dass sich die Karosserie auf dem verschlissenen Asphalt in und um Porto völlig knister- und klapperfrei präsentiert, während die Federung auch grobes Kopfsteinpflaster überraschend gut pariert. Schlaglöcher kommen dagegen etwas trocken durch, was auch auf die 18-Zoll-Räder des Testwagens zurückzuführen sein dürfte. Die Lenkung verlangt nach mittleren Lenkwinkeln, dennoch wirkt der Epiq im Stadtverkehr sehr wendig.

Die vorläufigen Angaben zu den Fahrleistungen erscheinen für ein City-SUV völlig ausreichend. So soll der gefahrene Epiq 55 bis zu 160 km/h schnell sein und nach 7,4 s Tempo 100 erreichen. Das zu überprüfen, wird später Bestandteil eines Tests der AUTO ZEITUNG sein. Dort, wo kurze Sprinteinlagen möglich waren, gefiel Skodas kleinster Stromer jedenfalls bereits mit einem sehr kräftigen und verzögerungsfreien Antritt.

Die Weltpremiere findet im Mai 2026 statt, deshalb gibt es noch keine Preise. Wir tippen allerdings auf einen Grundpreis von rund 25.000 Euro – eine Preismarke, die im VW-Konzern bereits seit Längerem für die neue Generation bezahlbarer E-Autos kursiert.

Fazit

Der neue Skoda Epiq scheint ein pfiffiges, ziemlich solide gemachtes City-SUV zu sein, dem nichts Ärmliches anhaftet. Auf den ersten Kilometern wirken auch die Fahreigenschaften recht erwachsen. Was die Reichweite angeht, scheinen die Papierwerte alltagstauglich. Mal sehen, was davon in einem späteren Test übrig bleibt. Endet die Preiskalkulation sozialverträglich, wird auch Skodas kommender Einstiegsstromer den Erfolgsweg einschlagen.

Technische Daten des Skoda Epiq 55

AUTO ZEITUNG 04/2026

Skoda Epiq 55

Technische Daten

Motor

permanenterregte Synchronmaschine

Leistung

155 kW / 211 PS

Kapazität

55 kWh

Karosserie

Außenmaße (L / B / H)

4170 / k.A. / k.A. mm

Leergewicht / Zuladung

zwischen 1542 und 1544 kg

Kofferraumvolumen

475 – 1344 l

Fahrleistungen

Beschleunigung (0 – 100 km/h)

7,4 s

Höchstgeschwindigkeit

160 km/h

Reichweite

430 km

Kaufinformationen

Grundpreis

ca. 25.000 Euro (geschätzt)

Marktstart

Zweites Halbjahr 2026

Alle Daten Werksangaben