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Neuer Maserati Grecale (2022): Erste Testfahrt Mit dem neuen Grecale nimmt Maserati Fahrt auf

von Johannes Riegsinger 17.11.2021

Der neue Maserati Grecale (2022) steht für nichts weniger als den Neustart der Marke – umso gespannter sind wir, das Vorserienfahrzeug bei einer ersten Testfahrt unter die Lupe nehmen zu dürfen.

Bevor es zur ersten Testfahrt mit dem noch getarnten, neuen Maserati Grecale (2022) kommt, müssen wir uns auf den aktuellen Stand bringen. Mit der Neubegründung des Stellantis-Konzerns ist vieles passiert. Ähnlich wie Ferrari ist Maserati nun als Unternehmen aus dem direkten Marken-Portfolio des Stellantis-Universums von Fiat über Opel, Peugeot und Citroën bis Jeep ausgeklinkt, der französisch-italienisch-US-deutsche Autokonzern fungiert zwar als Anteilseigner, schiebt mit Synergie-Rückenwind wo es passt, ansonsten gehört Maserati aber sich selbst. Als ersten Befreiungsschlag darf man den Supersportwagen MC20 rechnen, der mit eigenständigem Design, klarem Charakter und vor allem dem irrwitzigen "Nettuno"-Turbo-V6 gewaltig zündet. Wirklich ankommen wird die Marke aber mit dem neuen D-Segment-SUV Grecale: Das Auto basiert ansatzweise auf der "Giorgio"-Plattform des Alfa Romeo Stelvio, ist aber bei Maserati völlig neu interpretiert, auf- und ausgebaut worden. Mit 2901 Millimetern Radstand ist der neue Maserati Grecale (2022) deutlich länger als der Alfa Stelvio und landet exakt auf dem Maß des Maserati Levante – ein mehr als deutlicher Hinweis auf dessen Zukunft. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Erste Testfahrt mit dem neuen Maserati Grecale (2022)

Auch im Motorraum hat der neue Maserati Grecale (2022) nichts mit dem Stelvio zu tun: Zum Marktstart im Frühjahr 2022 wird der sportlich-luxuriöse Grecale mit serienmäßigem Allradantrieb sowie einem Mildhybrid-Turbo-Vierzylinder anrollen, zwei Liter Hubraum und 48 Volt-Hybridtechnik sorgen für eine Systemleistung von 300 PS und 450 Newtonmeter Drehmoment. Selbstverständlich gibt es auch stärkere Motoren im Maserati Grecale, man darf von Ablegern des Nettuno-V6 ausgehen – vermutlich nicht mit den vollen 630 PS des MC20. Im nächsten Akt wird Maserati Mitte 2022 dann auch die vollkommen neue GranTurismo/GranCabrio-Generation vorstellen, das Duo soll erstmals für Maserati eine vollelektrische Version mitbringen. Und diese Antriebstechnik ist dann auch für den neuen Maserati Grecale (2022) vorgesehen, der Elektro-Grecale rundet das Modellprogramm ab. Bis dahin dürfte der aktuelle Levante dann auch endgültig "Arrivederci" sagen, denn der nominell kleinere Grecale ist im Innenraum größer und funktionaler als der eigentlich über ihm positionierte Levante. Wir erwarten also eine nächste Levante-Generation, die größer und luxuriöser ist, als die heute noch aktuelle. Ebenso dürfte ein langsames Verschwinden der von Ferrari zugelieferten V6- und V8-Motoren sicher sein: Die Zukunft gehört in allen Maserati-Modellen mittelfristig "Nettuno", dem Mildhybrid-Four und BEV-Varianten.

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Neuer Maserati Grecale (2022) als Hybrid im Fahr-Check

Und wie fährt sich der neue Maserati Grecale (2022)? – Maserati hat der AUTO ZEITUNG bei einem Ortstermin in Italien eine erste Testfahrt im Vorserienfahrzeug ermöglicht, das Resümee ist vielversprechend: Im – leider nicht fotografierbaren – Cockpit verbinden sich moderne Infotainment- und Connectivity-Elemente mit guter Funktionalität, Ergonomie und Wertigkeit. Für Maserati sind das gleich mehrere Schritte in die Zukunft. Wenn dann der Mildhybrid-Vierzylinder schnurrend anspringt, sagt der alte, V8-Herrlichkeit gewöhnte Redakteur "Ui" – wenige Meter später gleich noch einmal: Mit kräftigem Antritt und guter Laufkultur schiebt der Zweiliter-Turbo los, im "Sport"-Modus kommt ein harzig-schmalziges Auspuffknarren dazu. Auf nasser Fahrbahn zeiggen sich gute Traktion und solide Balance, die Lenkung ist ausgewogen und präzise, die Achtstufen-Automatik schaltet sanft und schnell. Vor dem Ende der Testfahrt schnell noch eine Sitzprobe im Fond des Grecale, schließlich wollen die vollmundigen Versprechen zum großen Innenraum abgeklopft werden … Wir sind angetan: 1,85 Meter AUTO ZEITUNGS-Redakteur sitzen im neuen Maserati Grecale (2022) wunderbar, vor den Knien ist sogar noch Luft. Der kleine Maserati hat also ganz bestimmt zumindest in dieser Hinsicht eine große Zukunft vor sich.

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