Nebelscheinwerfer nachrüsten: Anleitung So gelingt der Einbau von Nebelscheinwerfern

von Christina Finke 08.10.2020

Nebelscheinwerfer lassen sich ohne großen Aufwand nachrüsten. Insbesondere dann, wenn der Hersteller bereits Vorarbiet geleistet hat. Woran Autobesitzer das erkennen können, erfahren sie in unserer Anleitung zur Montage. 

Nebelscheinwerfer am Auto nachzurüsten ist unter bestimmten Voraussetzungen kein Hexenwerk. Besonders einfach kann es gelingen, wenn Fahrzeughersteller die Zusatzleuchten als Sonderausstattung für ihre Modelle anbieten und bereits Stellen an der Stoßstange für die Montage vorgesehen sind. Letztere sind entweder mit Abdeckungen verschlossen oder an Stellen platziert, an denen sich der Kunststoff leicht ausschneiden lässt. Autobesitzer sollten daher die Stoßstange ihres Fahrzeugs nach entsprechenden Aussparungen absuchen. Wurden bereits vorbereitende Maßnahmen zur Montage vorgenommen, sind Hobbyschrauber gut beraten, wenn sie für die Nachrüstung die Original-Nebelscheinwerfer des Autobauers oder passgenaue Teile aus dem Zubehörhandel verwenden, so der Tüv Süd. Mit unserer Anleitung zum Nachrüsten von Nebelscheinwerfern können sich technikversierte Autofahrer die Fahrt in die Werkstatt sparen. Mehr zum Thema: Nebelschlussleuchte richtig einsetzen

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Anleitung, um Nebelscheinwerfer nachzurüsten

Oft sind zum Nachrüsten von Nebelscheinwerfern bereits Kabel bis zu den vorgesehenen Einbauplätzen verlegt und es ist ein freier Platz für den Schalter im Cockpit vorgesehen. Hat der Hersteller keine Vorarbeit geleistet, können sich Autobesitzer etwa beim Verlegen des Kabelbaums Unterstützung vom Fachmann holen und die Nebelscheinwerfer anschließend selbst nachrüsten. Dennoch gilt: Wer sich unsicher ist und keinerlei Vorkenntnisse in Sachen Autoelektrik und -technik mitbringt, überlässt die Arbeiten besser komplett den Profis in der Werkstatt. Und: Wer Nebelscheinwerfer nachrüsten will, macht das freiwilllig. Denn eine gesetzliche Pflicht, dass ein Fahrzeug mit einer derartigen Beleuchtung ausgestattet werden muss, gibt es nicht. Wer sich dennoch dazu entscheidet, muss bei der Montage einige Vorschriften beachten. So dürfen Nebelscheinwerfer etwa nicht höher als das Abblendlicht und insgesamt nicht höher als 80 Zentimeter positioniert werden. Gleichzeitig dürfen sie aber auch nicht tiefer als 25 Zentimeter über der Straße angebracht werden und maximal 40 Zentimeter von der breitesten Stelle des Fahrzeugs nach innen versetzt sein. Darüber hinaus müssen alle Nebelscheinwerfer mit dem ECE-Prüfzeichen versehen sein und dürfen eine Leuchtkraft von einem Lux auf 25 Metern nicht überschreiten. Das Licht der Nebelscheinwerfer muss weiß oder hellgelb sein

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Nachgerüstete Nebelscheinwerfer richtig einsetzen

Während die Nebelschlussleuchte nur bei Nebel und dann ausschließlich bei Sichtweiten unter 50 Metern und bis Tempo 50 eingeschaltet werden darf, dürfen die Nebelscheinwerfer auch bei erheblichen Sichtbehinderungen durch starken Schneefall oder Regen genutzt werden. Schalten Autofahrer sie bei normalen Sichtverhältnissen ein, droht erhöhte Unfallgefahr durch die Blendung anderer Verkehrsteilnehmer und ein Bußgeld in Höhe von mindestens 25 Euro. Gleiches gilt, wenn die Nebelscheinwerfer nicht genutzt werden, obwohl das Einschalten erforderlich wäre. Übrigens: Die Nebelscheinwerfer können auch alleine mit dem Standlicht betrieben werden. So lassen sich starke Reflektionen des Abblend- oder des Fernlichts vermeiden im Nebel vermeiden. Das Licht der Nebelscheinwerfer leuchtet quasi unter dem Nebel durch. 

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