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Mansory treibts auf die Spitze: Top-7 der Tuning-Umbauten

Seit 1989 rebelliert Mansory in der Tuning-Welt gegen Dezenz, Konventionen und guten Geschmack. Die Forged-carbonifizierten, leistungsmäßig eskalierten und farblich mindestens exzentrischen Produkte aus dem bayrischen Brand polarisieren am laufenden Band. Wir zeigen die sieben extremsten Mansory!

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Collage mit drei Mansory Tunings
Mansory hat nicht nur ein Patent auf gewaltig getunte G-Klassen, sondern auch auf Forged-Carbon-Inflation und PS-Ekstase. Hier sind sieben Beispiele dafür! Foto: Mansory
Der Mansory Audi RS 6 stehend von vorne
Aus dem Mansory Audi RS 6 (C8) zaubert der Extrem-Tuner einen 1100-PS-Boliden (809 kW) mit 1250 Nm Drehmoment – fast schon doppelt so viel wie im Serienmodell – und katapultiert die Achtgang-Automatik in den Orbit. Außen dominiert Forged Carbon bis zum Abwinken, 22-Zoll-Schmiederäder hüllen türkisfarbene Bremssättel ein, dazu gibts aggressive Diffusoren, eine F1-inspirierte Bremsleuchte und tonnenweise Heckflügel, damit auch wirklich jede:r merkt, dass hier kein normaler RS 6 unterwegs ist. Drinnen gehts erst richtig zur Sache: Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, glüht in grellem Türkis – Sitze, Dachhimmel, Fußmatten, Pedale, Ambientebeleuchtung inklusive Lichtpunkt-„Sterne“ à la Rolls-Royce. Mansory beweist einmal mehr: Wer hier Platz nimmt, muss nicht nur mit 1100 PS umgehen können, sondern auch mit einem türkisen Farbflash, der sich noch bis nachts in die Netzhäute einbrennt. Foto: Mansory
Der Mansory Pugnator Tricolore stehend von vorne
Am Ferrari Purosangue hat Mansory richtig aufgedreht: Der Pugnator Tricolore kommt einem Alitalia-Flugzeug optisch fast schon näher als einem Serien-Ferrari. Zwei gewaltige Heckflügel, ein Bodykit aus der Forged-Carbon-Parallelwelt und die dreifarbige Tricolore-Lackierung inklusive farbig eingefärbter Carbon-Teile schreien förmlich „Stronzo!“, wenn man nicht rechtzeitig die linke Spur geräumt hat. Aus technischer Sicht hat sich Mansory hingegen beinahe schon zurückgehalten, denn der V12 erhielt dank Sportauspuff und neuem Steuergerät lediglich ein moderates Upgrade auf 755 PS (555 kW) und 730 Nm. Innen wälzt sich das Brutalo-SUV mit weißem Leder, wohin das Auge blickt, in Unschuld. Diese Rolle hält der Ferrari aber nicht lange durch. Spätestens beim Blick in den Rückspiegel offenbart sich dann wieder das Spoiler-Ensemble zwischen Oberleitungsmast und Flughafenradar. Foto: Mansory
Das Mansory Venatus Coupé stehend von vorne
Aus dem Lamborghini Urus wird das Mansory Venatus Coupé – zwei Türen fliegen raus, Kohlefaser, Lufteinlässe und Spoiler bis zum Abwinken rein, und natürlich werden aus den 650 PS (478 kW) der Serienversion satte 900 PS (661 kW) mit 1100 Nm. Der Zweitürer-Umbau sorgt nicht nur für authentisches SUV-Coupé-Feeling, sondern auch dafür, dass die hinteren Sitze nur dank umklappbarer Vordersitze nutzbar bleiben – weniger ist mehr, könnte man sagen. Außen eskaliert Mansory hingegen komplett: Aventador-artige Lufteinlässe, fetter Dach- und Heckspoiler, Hightech-Tetris-Diffusor mit dreifachem Endrohr und eine Front, die mindestens ein halbes Kilo Proteine pro Tag braucht, um sich nicht in einen Toyota C-HR zu verwandeln. Trotz der Überbreite und all der Aerodynamik-Kunststücke rennt der Venatus mit 323 km/h fast 20 Sachen schneller als der normale Urus und stiehlt der Stangenware 0,4 s auf den Standardsprint. Aber keine Sorge, liebe Urus-Fahrende: Der Venatus ist limitiert auf acht Exemplare, in freier Wildbahn gilt ein Aufeinandertreffen als höchst unwahrscheinlich. Foto: Mansory
Das Mansory G63 AMG Art Piece stehend von vorne
Mit dem Mansory Art Piece Al3c Mono907Y beweist Mansory einmal mehr, dass Zurückhaltung hoffnungslos überschätzt wird: Dem Mercedes-AMG G 63 werden Dach und Türen amputiert, kiloweise Forged Carbon angeklebt und standesgemäße 820 PS (603 kW) implantiert. An der fahrenden Leinwand durfte sich Street-Art-Star Alec Monopoly austoben, der dem offenen Luxuswürfel eine Monopoly-Optik inklusive Melonenhut-Maskottchen und Spielgeld-Ästhetik verpasst hat. Unter dem mehrschichtigen Klarlack arbeitet ein gründlich aufgerüsteter Vierliter-V8 mit 1150 Nm, der den Kunst-Offroader in 3,9 s auf 100 km/h katapultiert – schneller, als man die Badstraße überqueren kann. Auch innen regiert der farbliche Ausnahmezustand: Gesprenkeltes Dekor, knalliges Leder und Details in Monopoly-Farben kämpfen charmant gegen jeden Anflug von Stilaskese. Und das vielleicht verrückteste am G63: Mansory hat das Monopoly-Mobil in zehnfacher Stückzahl aufgelegt. Foto: Mansory
Der Mansory P9LM Evo 900 Cabrio stehend von vorne
Das P9LM Evo 900 Cabrio sieht aus, als hätte jemand mit der Machete die traditionellen Porsche-Linien zerlegt und hinten gleich zwei XXL-Flügel aufgesetzt, die selbst den Luftstrom einschüchtern. Vorne faucht das Sicken-versehrte Gesicht des Elfers mit aggressiven Kajal-Scheinwerfern, während der Sechszylinder-Boxer auf 900 PS (661 kW) und 1050 Nm geprügelt wurde – 0–100 km/h in 2,5 s, Spitze 340 km/h, Stoffverdeck inklusive Orkan-Gefühl. Die Carbon-Exzesse außen kontrastiert Mansory mit einem quietschtürkis-Interieur, das so schrill ist, dass man beim Einsteigen fast die Augen zusammenkneifen muss. Breite Schmiederäder, massive Carbonbremsen und ein gestrafftes Fahrwerk halten das Chaos halbwegs in Zaum – zumindest auf der Straße. Tatsächlich gelang es Mansory, sieben Exemplare des Forged-Carbon-Föns zu verkaufen. Foto: Mansory
Der Rolls-Royce Spectre Mansory Linea DOro stehend von vorne
Flüsterleiser Luxus war gestern: Mansory nimmt den schon von Natur aus aristokratischen Rolls-Royce Spectre und macht daraus ein Juwel auf Rädern namens Linea D'Oro: Carbon hier, Leder dort – und zwischendurch noch 24-karätiges Gold, das sich über Kühlergrill, Felgen, Spirit of Ecstasy und sogar die Türgriffe ergießt. Forged Carbon dominiert das Bodykit, von Motorhaube über Spoiler bis zum Diffusor, während Goldflocken jedem Bauteil das royale Funkeln verleihen. Innen setzt Mansory noch einen drauf: weißes Leder, goldene Kontrastnähte, dunkle Fußmatten und Mansory-Logos an jeder erdenklichen Stelle – hier weiß man sofort, wer das Sagen hat. Unter der Haube bleibt es überraschend brav bei der Serienleistung: 430 kW (585 PS) aus zwei Elektromotoren, 900 Nm und 0–100 km/h in 4,5 s. Also immer noch schnell genug, um stilvoll davonzufahren, bevor zwielichtige Gestalten im Goldrausch über den Spirit of Ecstasy herfallen können. Foto: Mansory
Der Mansory Elongation stehend von vorne
Mansory und der Tesla Cybertruck gehören zu den polarisierendsten Playern in der Auto-Welt, und diese Chance hat sich der Tuner aus Bayern natürlich nicht entgehen lassen. Im Gegenteil: Als Anspielung auf den umstrittenen Tesla-Chef hört das Tuning-Werk auf den Namen Elongation. Neben der Edelstahl-Hülle spielt natürlich Kohlefaser eine Hauptrolle am Mansory-Stromer, von den Frontschürzen über die Frunkhaube bis zum Heckdiffusor. Die Seitenpartien strotzen vor verbreiterten Schwellerleisten, markanten Radläufen und aerodynamischen Spiegelkappen, während die Heckflügelchen stolz über dem Heck thronen – Nutzen zweitrangig, Showeffekt maximal. Auf 26-Zoll-Felgen in 315/40er-Dimension rollt der Cybertruck jetzt wie ein dystopischer Raumschiff-Hybrid über die Straße. Innen geht Mansory in die Vollen: Vollleder, Carbon en masse und Mansory-Logos an jeder erdenklichen Stelle sorgen dafür, dass die Geschmacksverirrung stets mitfährt. Foto: Mansory

Mansory-Tuning hoch sieben: Die wildsten Umbauten

Eines muss man Tuner Mansory lassen: Geht es nur ums Auffallen und der Präsentation von Reichtum in seiner ausgefallensten Form, kommt man nicht an den veredelten Luxusautos und Supersportwagen aus Brand in Bayern heran. In mehr als 30 Jahren hat sich die Firma von Kourosh Mansory genau dafür einen Namen gemacht. Aber auch für interessante Stil-Experimente – diplomatisch ausgedrückt.

Was dabei aber nicht vergessen werden darf: Obwohl Mercedes G 63, Ferrari Purosangue, Lamborghini Urus & Co. in Deutschland mit Forged Carbon und deftigen PS-Upgrades versehen werden, sind sie keinesfalls für den Heimatmarkt bestimmt. Die Kundschaft wohnt im Nahen Osten, wo der nächste Lambo nur eine Düne und der nächste Bentley nur einen Anruf entfernt ist.

Der Dacia Duster von Redust im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Wer sich hier von der chromglänzenden Masse abheben möchte, muss sich beziehungsweise dem Fahrzeug eben das Mansory-Treatment gönnen. Daraus hat sich in den vergangenen Jahren fast schon ein Selbstzweck entwickelt, der immer obskurere Tunings hervorbringt. Schön im klassischen Sinne ist das wohl nicht, sehenswert aber auf jeden Fall. Deshalb haben wir die in unseren Augen sieben krassesten Umbauten in der Bildergalerie zusammengefasst – viel Spaß!