Funk statt Anhalten: Polizei prüft Lkw-Lenk- & Ruhezeiten remote!

In Nordrhein-Westfalen kann die Polizei jetzt digitale Fahrtenschreiber von Lkw per Funk auslesen – ohne die Fahrzeuge anhalten zu müssen. In welchen Städten nun so kontrolliert wird!

Ein Kontrollfahrzeug des Bundesamts für Logistik und Mobilität steht im Vordergrund, dahinter steht ein Lkw.
Lenk- und Ruhezeiten per Funk ablesbar In NRW kann die Polizei künftig deutlich einfacher prüfen, ob Tempolimits und Ruhezeiten eingehalten wurden. Hier zu sehen: ein Fahrzeug des Bundesamts für Logistik und Mobilität. Foto: Imago
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Die nordrhein-westfälische Polizei setzt 14 neue Funkgeräte ein, mit denen digitale Fahrtenschreiber in Lastwagen drahtlos ausgelesen werden können – also ohne den Lkw anzuhalten. Diese Systeme liefern Daten wie Geschwindigkeit, gefahrene Zeit, zurückgelegte Kilometer sowie Pausen- und Ruhezeiten und erlauben so eine gezielte Kontrolle von Verstößen gegen Lenk- und Arbeitszeiten.
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Polizei kann Lkw-Fahrtenschreiber per Funk auslesen

Erfasst werden abnormale Werte bereits vom Straßenrand: Nur Fahrzeuge mit gemeldeten Verstößen müssen anschließend angehalten werden. Der Einsatz der Funkgeräte ist in folgenden Kreispolizeibehörden geplant: Dortmund, Köln, Düsseldorf, Münster, Aachen, Krefeld, Lippe, Recklinghausen, Unna und Bielefeld.

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Diese Technologie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Polizei NRW in einem Jahr fast 48.000 Lkw kontrollierte und etwa 36.000 Verstöße meldete – mehr als 70 % betrafen demnach Lenk- oder Ruhezeiten. Landesindustrieminister Herbert Reul betont, dass der hohe Zeitdruck auf die Person am Steuer häufig zu gefährlichen Situationen führt – die neue Technik soll sowohl die Verkehrssicherheit erhöhen als auch den Kontrollaufwand reduzieren.