Kettensägen-V16 adé: Jetzt treiben den Lada 50 Akkuschrauber an

Dieser Lada wurde berühmt durch seinen Antrieb: Die russische Tüftlergruppe Garage 54 schraubte nämlich 16 Kettensägenmotoren aneinander und verschmolz sie zu einem V16. Jetzt aber bringen 50 Akku-Bohrmaschinen den 2106 auf Trab – so halbwegs zumindest.

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Der Lada 2106 mit Bohrmaschinen-E-Antrieb von schräg oben und von der Seite fotografiert.
Lada 2106 mit Bohrmaschinen-E-Antrieb Foto: Youtube/Garage 54

Wo vorher 16 Kettensägen einen V16-Antrieb bildeten (siehe weitere Bildergalerie), treiben jetzt 50 (!) Akku-Bohrmaschinen diesen gestreckten Lada an.

Der Lada 2106 mit Kettensägen-V16 stehend von oben.
Lada 2106 mit Kettensägen-V16 Foto: Youtube/Garage 54

Ideen, die nur aus Russland kommen können: Garage 54 hat auf Youtube den fahrenden Umbau eines Lada 2106 auf 16 Kettensägenmotoren präsentiert.

Der Lada 2106 mit Kettensägen-V16 fahrend von hinten.
Lada 2106 mit Kettensägen-V16 Foto: Youtube/Garage 54

Bei ersten Messungen lief der verlängerte Lada mehr als 60 Sachen.

Der Lada 2106 mit Kettensägen-V16 stehend seitlich.
Lada 2106 mit Kettensägen-V16 Foto: Youtube/Garage 54

Um den gut 1,30 m langen Motor zwischen Kühlergrill und Spritzwand zu montieren, brauchte es eine Verlängerung der Kotflügel und des Lenkgetriebes.

Der Kettensägen-V16 des Lada 2106.
Lada 2106 mit Kettensägen-V16 Foto: Youtube/Garage 54

Ein Bild, das man fast riechen kann: dichter Öldunst der 16 Zweitaktmotoren ohne Krümmer oder Abgasanlage.

Erinnern Sie sich noch an den Lada 2106 aus Russland, dem man einen V16 – aus 16 einzelnen Kettensägenmotoren bestehend – in den grotesk verlängerten Motorraum verpflanzt hat? Verantwortlich für den Umbau war die Firma Garage 54 aus Nowosibirsk, eine Gruppe osteuropäischer MacGyver, die aus Spaß am automobilen Exzess auch schon einen motorisierten Auto-Anhänger, eine Mercedes G-Klasse aus Holz und eine Starterbatterie aus 100 Handy-Akkus gebastelt haben – um nur einige Beispiele zu nennen.

Nun traf es also den Lada 2106. Der auch als Schiguli bekannte, ehemalige Fiat-Lizenzbau ist so etwas wie der russische VW Käfer – nur mit dem Unterschied, dass er noch lange nicht einen gehegten Klassiker-Status erlangt hat, sondern noch immer millionenfach durch den derben Verkehr Russlands getrieben wird. Im Serientrimm schöpft der Vergaser-bestückte Vierzylinder 65 bis 77 PS (48 bis 57 kW) aus 1,3 bis 1,6 l Hubraum. Etwa 20 s dauert der Anlauf auf 100 km/h, 150 Sachen schafft die kantige Kommunisten-Kutsche in keiner ihrer Ausbaustufen.
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So gesehen darf der Kettensägen-V16 mit seinen 72 PS (53 kW) als ergänzende Zwischenstufe betrachtet werden, auch wenn der XXL-Motor in Sachen Fahrbarkeit einige Nachteile mit sich bringt. Mögen die erreichbaren Drehzahlen zwischen 12.000 und 14.000 Touren noch nach Rennmotor klingen, hat das winzige Häufchen Drehmoment (Unterschied zwischen Leistung und Drehmoment erklärt) so seine Mühe, den Lada 2106 vom Fleck zu bewegen, wie das YouTube-Video von Garage 54 beweist. Das gut 0,9 l große Triebwerk beschleunigt die Limo in 26 s ... auf 60 km/h. Viel mehr ist wegen der serienmäßigen Getriebeübersetzung nicht drin.

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Jetzt macht Garage 54 erneut von sich reden, indem die Tüftler den Kettensägen-V16 aufs Altenteil geschmissen und den Lada 2106 nun mit einem Antrieb aus 50 Akku-Bohrmaschinen wieder befüllt haben (Hier gehts zum Youtube-Video). Der für den Kettensägenantrieb bereits deutlich verlängerte Vorderwagen musste tatsächlich erneut gestreckt werden. Nebenwirkungen des Umbaus präsentieren sich in Form von durchhängenden Kotflügeln und eines erweiterten Lenkgetriebes, das in seiner Form nun an ein Nunchaku erinnert. Übrigens wird jetzt per Hebel statt per Gaspedal beschleunigt. Wird der Hebel nach vorne bewegt, schließt er über die Berührung mit einer Metallplatte den Stromkreis der 50 Akku-Bohrmaschinen. Mehr als 41 km/h sind aber nicht drin. Downsizing mal anders!