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Ford-Rückruf (August 2022): Mustang & Kuga Rückruf für den Ford Mustang

AUTO ZEITUNG 10.08.2022
Inhalt
  1. Neueste Ford-Rückrufe 2022 für Ford Mustang & Kuga
  2. 2021
  3. Ford-Rückrufe 2020

Ein Ford-Rückruf im August 2022 betrifft in Deutschland rund 2800 Fahrzeuge der Baureihe Ford Mustang. Kurz zuvor gab es einen weiteren Rückrüf für Ford Kuga mit Hybrid-Antrieb. Das müssen Ford-Fahrer:innen zu diesem und weiteren Rückrufen wissen (zuletzt aktualisiert am 10.08.2022)​!

 

Neueste Ford-Rückrufe 2022 für Ford Mustang & Kuga

  • Im August 2022 gibt es einen Ford-Rückruf für Ford Mustang der Baujahre 2018 bis 2020. In Deutschland sind 2792 Fahrzeuge betroffen, weltweit sind es 6887 Mustang. Bei den betroffenen Pkw kann eine Fehlfunktion des manuellen Gangwahlsensors zum Ausfall diverser Assistenzsysteme sowie der Rückleuchten führen. Ein Software-Update des Antriebsstrang-Steuergeräts soll das Problem beheben. Dafür müssen die Ford Mustang in die Werkstatt. Der Rückruf hat die KBA-Referenznummer 011948, beim Hersteller ist er unter dem Code 22S37 vermerkt.

  • Ford Kuga mit Voll- und Plug-in-Hybrid-Antrieb sind im Juli 2022 von einem Ford-Rückruf betroffen. In Deutschland müssen 36.429 Fahrzeuge vom Typ Kuga, die zwischen dem 2. August 2019 und dem 13. Juni 2022 im spanischen Valencia vom Band liefen, in die Werkstatt. Keine Elektrokomponenten, sondern die Motorraumgestaltung rund um den 2,5-Liter-Duratec-Benzinmotor, der in beiden Hybrid-Versionen eingesetzt wird, kann für Ärger sorgen. Grund ist eine Verkettung von Problemen, die im schlimmsten Fall zum Brand unter der Motorhaube führen kann, was europaweit bereits drei Mal passiert sein soll. Ein Defekt des Pleuellagers kann, wie bei jedem anderen Pkw auch, den Motorblock oder die Ölwanne so beschädigen, dass Öl oder Kraftstoffdämpfe in der Folge austreten könnten. Es besteht allerdings keine erhöhte Motorschaden-Gefahr, wie Ford betont. Die Problematik entsteht erst in der Folge durch die Gestaltung von Unterbodenschutz sowie den aktiven Kühlöffnungen des Kühlergrills. Hier könnten sich bei den betroffenen Hybrid-Kuga ausgetretene, brennbare Flüssigkeiten und Dämpfe im Motorraum sammeln. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie in der Folge zu Zündquellen, etwa dem Auspuff wandern könnten, was zum Schmelzen von Komponenten oder zur Rauchentwicklung führen kann. In der Werkstatt werden vier Lamellen des "Active Grill Shutter" entfernt, sodass der Luftstrom und die Kühlung im Motorraum entscheidend verbessert wird. Des Weiteren sollen als präventive, begleitetende Nebenmaßnahme zusätzliche Abflusslöcher in den Unterbodenschutz gebohrt werden. Die Leistung soll von den Maßnahmen nicht beeinflusst werden, verspricht Ford. Beim KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) ist der Rückruf derzeit noch nicht gelistet.

  • Der Ford-Rückruf im Juni 2022 hat seinen Ursprung in den USA. Wie der dortige Nachrichtenkanal CNBC unter Berufung auf eine Mitteilung Fords an seine amerikanischen Händler meldet, gibt es ein Sicherheitsproblem beim batterieelektrischen Ford Mustang Mach-E. Weltweit sollen rund 49.000 Modelle betroffen sein, die zwischen dem 27. Mai 2020 und dem 24. Mai 2022 in Mexiko vom Band liefen. Das Werk in Cuautitlan ist das einzige weltweit, das den Mustang Mach-E fertigt. Ein fehlerhaftes Batterieschütz kann beim Schnellladen oder auch beim maximalen Beschleunigen überhitzen – mit schwerwiegenden Folgen. Das Fahrzeug kann unter Umständen nicht mehr starten oder aber es kommt zu plötzlichem Leistungsverlust und somit zu erhöhter Unfallgefahr. In den USA hat der Hersteller die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration), die dort Rückrufe überwacht, informiert. Aus dem Schreiben geht hervor, dass man ein Software-Update Over-the-Air für das dritte Quartal 2022 plant, das die Problematik in den Griff bekommen soll. Da man offenbar keine sofortige Lösung hat, weist Ford seine amerikanischen Händler an, den Verkauf des Mustang Mach-E bis auf Weiteres zu stoppen. Ob auch deutsche Fahrer:innen des Ford Mustang Mach-E von dem Problem betroffen sind, ist noch nicht klar. Wir erwarten, dass das Update weltweit ausgerollt wird. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Richtiges Verhalten bei einem Rückruf (Video):

 
 

2021

  • Ein Ford-Rückruf betrifft im Juli 2021 weltweit rund 775.000 Fahrzeuge des Modells Ford Explorer. Bei Exemplaren der Modelljahre 2013 bis 2017 gibt es Mängel an der Achse und Radaufhängung, die die Fahrsicherheit erheblich verringern können. In Nordamerika gab es nach eigenen Angaben sechs Vorfälle mit Verletzungen im Zusammenhang mit den entdeckten Defekten. Halter:innen können die Mängel an Klopfgeräuschen und falsch ausgerichteten Hinterrädern erkennen. In Europa sollen 13.162 Ford Explorer vom Rückruf betroffen sein. Die Reparaturen sollen im August 2021 starten. Nicht betroffen ist der aktuelle Ford Explorer, den Ford seit 2019 wieder offiziell in Deutschland anbietet.

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Ford Mustang Mach-E (2020) Leichte Modellpflege

 

Ford-Rückrufe 2020

  • Etwa 38.000 Fahrzeuge betrifft der Ford-Rückruf im Oktober 2020: Bei Mustang-Modellen mit der Zehnstufen-Automatik, die zwischen 4. März 2019 und 13. August 2020 gefertigt wurden, kann das Bremspedal brechen. In Europa sowie bei unternehmensinternen Tests soll es mehrere dieser Fälle bei Vollbremsungen gegeben haben. Verletzt worden sei bisher aber niemand. Der Grund für den Defekt scheint daran zu liegen, dass ein Zulieferer der Amerikaner ein anderes Material für die Halterung des Bremspedals verwendet hat. Wie viele Autos in Deutschland vom Ford-Rückruf betroffen sind, ist nicht bekannt. Auch interessant: Die VW-Ford-Allianz

  • Weltweit sind rund 27.800 Fahrzeuge von einem Ford-Rückruf im August 2020 betroffen. Bei Modellen der Baureihe Kuga, die zwischen 2019 und 2020 produziert wurden, ist möglicherweise die Steckverbindung an der Batterie beschädigt. Das könne laut Kraftfahrt-Bundesamt zu einer Überhitzung der Batterie und damit verbundener erhöhter Brandgefahr führen. Die Steckverbindung sollte daher bei einem Werkstattbesuch überprüft werden. Gut 6300 der betroffenen Fahrzeuge sollen den KBA-Daten zufolge in Deutschland registriert sein.

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