Citroen CX Prestige: Classic Cars

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Citroen CX Prestige: Classic Cars
Citroen CX Prestige Foto: AUTO ZEITUNG

CX ist das französische Kürzel für den Luftwiderstandsbeiwert (CW) – kein überraschender Name bei dieser stromlinienförmigen Karosserie.

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Citroen CX Prestige

Es gibt keinen normalen Tacho, keine Lenkstockhebel, und das Zündschloss sitzt links – die Marke Citroen war einst sehr eigen.

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Citroen CX Prestige

Ein üppig dimensionierter, quer eingebauter Vierzylinder und ein Reserverad teilen sich den Motorraum des CX.

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Citroen CX Prestige

Das an vielen CX Prestige zu sehende Vinyldach trug nicht jeder CX – die schrägen Heckleuchten dagegen schon.

Der fein ausgestattete Citroën CX Prestige mit langem Radstand gehört zu den Classic Cars mit klassischer französischer Extravaganz und guter Alltagstauglichkeit zu einem volksnahen Preis.

Es ist im wahrsten Wortsinne ein erhebendes Gefühl, einen Citroën CX zu starten. Denn nach dem Schlüsseldreh pumpt sich diese skurrile Schrägheck-Limousine mit dem leicht strengen Scheinwerfer-Blick erst mal kurz die Karosserie hoch. Die Hydropneumatik bringt Frankreichs Flaggschiff der 70er- und 80er-Jahre in die so genannte Fahrposition, und dann gleitet der aerodynamisch ausgefeilte Viertürer majestätisch dahin – zwar mit dem herben Klang von nur vier Zylindern, aber dafür dank des hydropneumatischen Fahrwerks so unerschütterlich über Stock und Stein schwebend, wie es nicht nur nach Meinung der eingefleischten Fans eben nur ein großer Citroën kann.

1974 leitete das Debüt des CX das Aus für die seit fast 20 Jahren gebaute DS ein. Der CX verkaufte sich bis 1991 fast gleich gut wie die "Göttin" DS und hat in der Citroën-Gemeinde längst ebenfalls Heldenstatus erlangt, aber so ehrfürchtig wie zur DS schaut keiner zu ihm auf. Das ist die Chance für Preisbewusste. Der vom Schrägheck-Spezialisten Robert Opron gezeichnete CX verfügt über eine verfeinerte Hydropneumatik und konsumiert deutlich weniger Sprit, aber er kostet derzeit im Durchschnitt selbst als Top-Modell Prestige mit verlängertem Radstand deutlich weniger wie eine DS in vergleichbarem Pflegezustand. Als Eigner:in eines Citroën CX Prestige lässt man sich am besten ab und zu auch mal chauffieren, um sich wohlig im Fond fläzen zu können. Über 25 Zentimeter mehr Außenlänge als beim Standard-CX sorgen für stattlichen Beinraum. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Die 100-Jahre-Geburtstagsfeier von Citroën im Video:

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Auch Honecker fuhr Citroën CX

Erich Honecker war das noch nicht genug: Für den Fuhrpark des einstigen DDR-Staatsratsvorsitzenden wurden mehrere Citroen CX Prestige nochmals verlängert und mit einer dritten Sitzreihe versehen. Der Ruf als "Honecker-Auto" hat dem CX nicht geschadet, eher schon die gut begründete Sorge vor Unzuverlässigkeit und Rostanfälligkeit. Ein CX kann nicht nur in der Theorie überall rosten, er tut es auch in der Praxis. Daher gilt: Nach rostarmen CX suchen, denn Ersatz für vergammelte Karosserieteile ist teuer und schwierig zu beschaffen. Bei den Technik-Komponenten ist die Versorgungslage relativ entspannt. Bei pfleglich behandelten Citroën CX ist die Hydropneumatik nicht so kapriziös und in der Wartung nicht so kostspielig wie ihr Ruf, und im Prinzip gilt das für den Rest jenes Autos, mit dessen Kauf man sich in Deutschland nach wie vor zum:zur Individualist:in stempelt.

Genussvoll reisen im Citroën CX

Innenraum-Details wie der Walzen-Tacho, der an eine alte Waage erinnert, oder die umständlich wirkenden Bedienungssatelliten statt einfacher Lenkstockhebel lassen Ottonormalfahrer:innen den Kopf schütteln. Citroën sah sich offenbar teilweise auch auf dem Holzweg und verbaute im Cockpit der zweiten Serie des CX ab 1985 normale Rundinstrumente. Zudem waren nun die Stoßstangen aus Plastik gefertigt und die Hydropneumatik war etwas straffer ausgelegt – beides stieß bei Fans eher nicht auf Gegenliebe. Die frühen Citroën CX Prestige sind mit 2,4-Liter-Motoren versehen, der modernere 2,5-Liter-Vierzylinder mit 136 PS (100 kW) erschien erst 1983. Als Turbo bringt es der 25 Prestige sogar auf 168 PS (124 kW), aber die Fahrleistungen des Saugers reichen aus. Genussvoll statt eilig reisen sollte ohnehin das Motto beim Citroën CX lauten – das passt wesentlich besser zu seinem schwebenden Fahrwerk.

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Technische Daten des Citroën CX

Citroen CX Prestige: Daten und Fakten
Antrieb
R4-Zylinder; vorn quer eingebaut; 2-Ventiler; eine seitlich liegende Nockenwelle, Kettenantrieb; Gemischbildung: elektron. Benzineinspritzung; Bohrung x Hub: 93 x 92 mm; Hubraum: 2499 cm3; Verdichtung: 8,75:1; Leistung: 100 kW/136 PS bei 5000/min; maximales Drehmoment: 206 Nm bei 4000/min; Fünfgang-Getriebe; Mittelschaltung; Vorderradantrieb
Aufbau und Fahrwerk
Selbsttragende Karosserie auf Achsenrahmen mit vier Türen und Heckklappe; Radaufhängung vorn: Querlenker; hinten: Längslenker; v./h. hydro-pneumatische Federung mit automatischer Niveauregulierung, Stabi.; Servolenk.; Bremsen: v./h. Scheiben; Reifen: v./h. 190/65 HR 390 TRX
Eckdaten
L/B/H: 4916/1770/1375 mm; Radstand: 3095 mm; Spurweite v./h.: 1522/1368 mm; Leer-/Gesamtgew.: 1418/1910 kg; Tankinhalt: 68 l; Bauzeit: 1983 bis 1988; Stückzahl: 1.170.645 (CX gesamt); Preis (1984): 38.090 Mark
Fahrleistungen1
Beschleunigung: 0 auf 100 km/h in 10,9 s; Höchstgeschwindigkeit: 191 km/h; Verbrauch: ca. 12,0 l/100km

1Werksangaben

Fazit

Der Citroen CX verkörpert die alten, von der DS seit 1955 zelebrierten Citroen-Tugenden in Reinkultur und ist dennoch bereits relativ modern. Klassische französische Extravaganz, echten präsidialen Luxus und gute Alltagstauglichkeit zu einem volksnahen Preis – diese Kombination bietet nur der fein ausgestattete CX Prestige mit langem Radstand.