Cadillac One (Trump)/Aurus Senat (Putin): Vergleich Fährste schwer, biste wer

von Christina Finke 11.03.2019
Inhalt
  1. Vergleich zwischen Cadillac One (Trump) und Aurus Senat (Putin)
  2. Hohe Sicherheit in Cadillac One und Aurus Senat
  3. Cadillac One "The Beast" oder Aurus Senat – Gewinner des Vergleichs

Der Cadillac One "The Beast" von US-Präsident Donald Trump und der Aurus Senat des russischen Präsidenten Wladimir Putin sind mehr als nur Fortbewegungsmittel: Sie sind gepanzerte Statussymbole und sollen die Macht der Staatsoberhäupter demonstrieren. Die Autos der Politiker im Duell!

Aus den technischen Details zu Donald Trumps Cadillac One "The Beast" machen die US-Amerikaner ein großes Staatsgeheimnis. Seit jeher werden die berühmten Fahrzeuge der Präsidenten nach ihrer Dienstzeit komplett zerstört. Unter der Haube des gepanzerten Dickschiffes arbeitet aber vermutlich ein 6,0-Liter-V8, der seine Kraft an alle vier Räder schickt. Angeblich sorgt eine Lachgas-Einspritzung dafür, dass zeitweise mehr als 1000 PS zur Verfügung stehen. Wegen seines Gewichts von etwa fünf bis acht Tonnen erreicht der Cadillac Gerüchten zufolge maximal nur 100 km/h und verbraucht bis zu 27 Liter auf 100 Kilometern. Im Vergleich dazu kann die Staatskarosse des russischen Präsidenten Wladimir Putin geradezu mit sportlichen Fahrdaten punkten: Der Aurus Senat wird von einem von Porsche Engineering mitentwickelten 4,4-Liter-V8-Biturbo angetrieben, der 598 PS und 880 Newtonmeter über ein Neungang-Automatikgetriebe an alle vier Räder schickt. Unterstützung leistet ein Elektromotor von Kalaschnikow. So soll es Putins Präsidentenlimousine innerhalb von sechs Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 bringen und maximal 250 km/h schnell fahren. Doch der Aurus Senat ist nicht nur schneller als Trumps Cadillac One, sondern auch sparsamer: Der Normverbrauch wird mit 15 Litern auf 100 Kilometern angegeben. Mehr zum Thema: Die zivile Version des Aurus Senat

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Vergleich zwischen Cadillac One (Trump) und Aurus Senat (Putin)

Sowohl der Cadillac One "The Beast" von Donald Trump als auch Wladimir Putins Aurus Senat fahren vor allem bei der Sicherheitsausstattung voll auf. Dass beide Staatslimousinen rundum gegen Beschuss gepanzert sind, chemischen sowie biologischen Waffen standhalten und zudem über so ziemlich alle Assistenzsysteme verfügen, die derzeit zu haben sind, versteht sich wohl von selbst. In Putins Aurus Senat etwa gehören ein Notfallmeldesystem, Notbremsassistent, adaptiver Tempomat, Kollisionswarner mit Fußgängererkennung, Verkehrszeichenerkennung, Tot-Winkel-Assistent und weitere Systeme, die den Fahrer unterstützen, zur Ausstattung. Auch der Cadillac One von Donald Trump hat diese Helfer an Bord, für den Präsidenten der Vereinigten Staaten muss es aber schon noch ein bisschen mehr sein. Das Dach wurde auf Stehhöhe angehoben, so dass Donald Trump leichter ein- und aussteigen kann. Außer dem Fahrer kann niemand sein Fenster öffnen und die Türen von "The Beast" sollen so schwer sein wie die einer Boeing 747. Hinzu kommen schusssichere Reifen und Stahlfelgen. Der Unterboden ist gegen Minen geschützt, der Tank gepanzert. Außerdem hat das "Beast" eine eigene Sauerstoffversorgung, Blutkonserven mit der Blutgruppe Trumps sowie Nachtsichtgeräte, Satellitentelefon und einen verschlüsselten Internetzugang an Bord. Auch Werfer für Granaten und Tränengas sowie eine Gaskanone sollen Gerüchten zufolge im Cadillac One des amerikanischen Präsidenten zu finden sein.

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Hohe Sicherheit in Cadillac One und Aurus Senat

Mit diesen Sicherheitsvorkehrungen bringen der Cadillac One und auch der Aurus Senat so einiges auf die Waage: Das Gewicht von Trumps Fahrzeug wird auf etwa fünf bis acht Tonnen geschätzt, Putins Luxuslimousine soll über sieben Tonnen wiegen. Neben dem Präsidenten finden noch sechs weitere Personen in der fast sieben Meter langen US-Staatskarosse Platz, die Sitze sind im Layout 2+3+2 angeordnet. Mehr ist über den Innenraum von "The Beast" allerdings nicht bekannt. Und auch über das Interieur der 6,63 Meter langen Staatskarosse des russischen Präsidenten weiß man relativ wenig. In der Serienversion des Aurus Senat jedenfalls setzt das Cockpit komplett auf digitale Instrumente und hochwertige Materialien wie Holz und Leder. Davon wird Präsident Putin, der standesgemäß im hinteren Abteil seines Aurus Senat sitzt, vermutlich wenig zu Gesicht bekommen. Abgeschirmt vom Fahrer kann es sich der russische Präsident auf einem der vier Einzelsitze im Fond gemütlich machen und mit seinen Mitreisenden, die ihm gegenüber sitzen, in Verhandlungen treten. Eine durchgehende Mittelkonsole soll sicherstellen, dass dem Präsidenten, zumindest sinnbildlich, niemand auf die Füße tritt.

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Cadillac One "The Beast" oder Aurus Senat – Gewinner des Vergleichs

Obwohl der Aurus Senat des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit besseren Performance- und Verbrauchswerten zahlentechnisch trumpft, gehen die Prestige-Punkte im Duell der Staatslimousinen an den Cadillac One des US-Präsidenten Donald Trump. Neben dem martialischen Aussehen der gepanzerten Staatslimousine sind es vor allem die vielen Sonderanfertigungen, die "The Beast" deutlich mehr Individualität verleihen als dem Aurus Senat, der auf Initiative des russischen Präsidenten und unter der Führung des Ex-Daimler-Manager Gerhard Hilgert mittlerweile als zivile Version in Serie gebaut wird.
 

 

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