BMW & Mercedes: Kooperation beim autonomen Fahren BMW und Mercedes machen gemeinsame Sache

von Christina Finke 07.03.2019

BMW und Mercedes kooperieren zukünftig bei der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Damit wollen sich die beiden Autobauer, die eigentlich im harten Wettbewerb zueinander stehen, gegen mächtige Konkurrenten in Stellung bringen!

Nur kurz nach der Fusion ihrer Carsharing-Dienste geben BMW und Mercedes gleich die nächste Kooperation bekannt: Die Autokonzerne wollen ihre Kräfte künftig auch beim autonomen Fahren bündeln. Damit wollen die eigentlich konkurrierenden Unternehmen dafür sorgen, dass sie den Anschluss an mächtige Konkurrenten wie etwa Waymo nicht verlieren. Die Google-Schwesterfirma gehört zu den Vorreitern in diesem Bereich und startet gerade einen Robotaxi-Service in einem Vorort von Phoenix im US-amerikanischen Arizona. Doch die Entwicklung dieser Technik ist zum einen teuer – und auch sehr aufwendig. Daher dürften selbst Schwergewichte wie Daimler, BMW oder auch Volkswagen auf der Strecke bleiben, wie Branchenexperten sagen. So hat etwa die Unternehmensberatung McKinsey ausgerechnet, dass ein typischer Autohersteller mehr als 60 Milliarden Euro investieren müsste, um sich in allen wichtigen Zukunftsbereichen der Mobilität eine gute Position zu verschaffen. Das schaffe keiner allein. In einem ersten Schritt sollen daher Fahrerassistenzsysteme sowie die Technik für automatisiertes Fahren auf Autobahnen und für automatisiertes Parken von den Münchenern und Stuttgartern gemeinsam entwickelt werden. Um die nächste Stufe schon vor dem Jahr 2025 breit verfügbar machen zu können, streben BMW und Mercedes nach eigenen Angaben eine "langfristige und strategische Kooperation" für autonomes Fahren an. Mehr zum Thema: Autonomes Fahren

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Straßenschilder für autonomes Fahren im Video:

 
 

BMW und Daimler: Kooperation beim autonomen Fahren

Wie die Kooperation von BMW und Daimler beim autonomen Fahren im Detail aussieht, blieb erstmal offen. Mit der Zusammenführung der Kompetenzen "erhöhen wir die Innovationskraft und beschleunigen die Verbreitung dieser Technologie", sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Und Ola Källenius, der zukünftige Vorstandschef bei Daimler, erläutert: "Statt individueller Insellösungen geht es uns um ein zuverlässiges Gesamtsystem, das unseren Kunden einen spürbaren Nutzen bringt." Bedeutet konkret: Zwar könnten Daimler oder BMW auch allein ein Roboterauto entwickeln. Allerdings wäre das teuer und würde auch noch viel länger dauern. Durch die Kooperation können beide nun ihre Daten aus Testkilometern und ihre Erfahrungen teilen. BMW testet das automatisierte Fahren derzeit weltweit mit 70 Fahrzeugen und arbeitet dabei mit Intel, Mobileye, FiatChrysler, Continental und Magna zusammen. Daimler hingegen will 2019 zusammen mit Bosch in den USA selbstfahrende Fahrzeuge auf die Straße bringen. Wie beide Konzerne ihre bereits bestehenden Bündnisse in ihre Kooperation integrieren wollen und können, ist allerdings derzeit noch unklar. Mehr zum Thema: VW bleibt weltweiter Marktführer

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