BMW & Mercedes: Brennstoffzelle & Autonomes Fahren Daimler und BMW weiten Kooperation aus

von Christina Finke 26.05.2020

Daimler und Rolls-Royce wollen künftig beim Thema Brennstoffzelle kooperieren. Außerdem arbeiten BMW und Mercedes auch bei der Entwicklung von selbstfahrenden Autos zusammen. Alle Informationen zu den Kooperationen!

 

Mai 2020: Daimler- und Rolls-Royce kooperieren bei Brennstoffzelle

Daimlers Lastwagensparte und der Motorenbauer Rolly-Royce arbeiten künftig beim der Brennstoffzellentechnik zusammen, wie Ende Mai 2020 bekannt wurde. Gemeinsam wollen die Unternehmen die Entwicklung stationärer Notstromaggregate vorantreiben, hieß es in einer Mitteilung der Konzerne. Dabei sollen die Brennstoffzellensysteme zum Einsatz kommen, die Daimler Trucks künftig zusammen mit Volvo entwickelt. Bis die Technik in schweren Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommen kann, wird es allerdings noch einige Jahre dauern. Die stationären Systeme sollen hingegen deutlich früher einsatzfähig sein. Ein Pilotprojekt soll bis Ende 2020 bei Rolls-Royce Power Systems am Bodensee in Betrieb gehen. Mehr zum Thema: Mercedes-Vertriebsvorstand Britta Seeger​ im Interview

News Neuer AMG-Chef Philipp Schiemer
Daimler-News (Mercedes): Schiemer neuer AMG-Chef Führungswechsel bei AMG

Straßenschilder für autonomes Fahren im Video:

 
 

März 2019: BMW und Daimler geben Kooperation beim autonomen Fahren bekannt

Im März 2019 gaben BMW und Mercedes bekannt, ihre Kräfte künftig beim autonomen Fahren zu bündeln. Damit wollen die eigentlich konkurrierenden Unternehmen dafür sorgen, dass sie den Anschluss an mächtige Konkurrenten wie etwa Waymo nicht verlieren. Die Google-Schwesterfirma gehört zu den Vorreitern in diesem Bereich und hat bereits einen Robotaxi-Service in einem Vorort von Phoenix im US-amerikanischen Arizona gestartet. Doch die Entwicklung dieser Technik ist zum einen teuer – und auch sehr aufwendig. Daher dürften selbst Schwergewichte wie Daimler, BMW oder auch Volkswagen auf der Strecke bleiben, wie Branchenexperten sagen. So hat etwa die Unternehmensberatung McKinsey ausgerechnet, dass ein typischer Autohersteller mehr als 60 Milliarden Euro investieren müsste, um sich in allen wichtigen Zukunftsbereichen der Mobilität eine gute Position zu verschaffen. Das schaffe keiner allein. In einem ersten Schritt sollen daher Fahrerassistenzsysteme sowie die Technik für automatisiertes Fahren auf Autobahnen und für automatisiertes Parken von den Münchenern und Stuttgartern gemeinsam entwickelt werden. Um die nächste Stufe schon vor dem Jahr 2025 breit verfügbar machen zu können, streben BMW und Mercedes nach eigenen Angaben eine "langfristige und strategische Kooperation" für autonomes Fahren an. Wie die Kooperation von BMW und Daimler beim autonomen Fahren im Detail aussieht, blieb zunächst offen. Durch die Kooperation können jedoch beide ihre Daten aus Testkilometern und ihre Erfahrungen teilen. BMW testet das automatisierte Fahren derzeit weltweit mit 70 Fahrzeugen und arbeitet dabei mit Intel, Mobileye, FiatChrysler, Continental und Magna zusammen. Daimler hingegen will 2019 zusammen mit Bosch in den USA selbstfahrende Fahrzeuge auf die Straße bringen. Wie beide Konzerne ihre bereits bestehenden Bündnisse in ihre Kooperation integrieren wollen und können, ist allerdings derzeit noch unklar.

News Frank Weber (BMW)
Neuer BMW-Entwicklungssvorstand: Klaus Fröhlich hört auf Frank Weber wird neuer Entwicklungschef bei BMW

Tags:
Copyright 2020 autozeitung.de. All rights reserved.