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Toyota Corolla wird 60: Millionen-Bestseller mit Rallye-WM-Titel

Seit 1966 gehört der Toyota Corolla zu den großen Konstanten der Autowelt. Zum 60. Geburtstag blickt die Baureihe auf zwölf Generationen, mehr als 57 Millionen verkaufte Fahrzeuge und eine sportliche Geschichte zurück.

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Toyota Corolla
Die erste Generation des Corollas sollte zwar erschwinglich aber auch komfortabel sein, so die Vision des Entwicklungschefs. Foto: Toyota

Am 20. Oktober 1966 stellte Toyota den ersten Corolla vor, im November kam er in Japan auf den Markt. Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß „Blütenkrone“, denn Entwicklungschef Tatsuo Hasegawa wollte nicht einfach nur ein günstiges und zweckmäßiges Auto schaffen. So bekam der Corolla unter anderem einen Schalthebel auf dem Fahrzeugboden und vordere Einzelsitze – damals keine Selbstverständlichkeit. Unter der Haube arbeitete ein 1077 cm³ großer Vierzylinder mit 60 PS (44 kW).

Der Corolla traf den Nerv der Zeit. Schon vier Jahre nach dem Marktstart hatte Toyota weltweit eine Million Exemplare verkauft. In Europa startete das Modell 1967, Nordamerika folgte 1968.

Wie außergewöhnlich der Erfolg des Corolla ist, zeigt der Vergleich mit dem VW Golf. Nach jeweils 50 Jahren Modellgeschichte hatte Toyota 2016 rund 44,1 Millionen Corolla verkauft, Volkswagen meldete für den Golf 2024 mehr als 37 Millionen verkaufte Exemplare. Damit lag der Corolla nach dem gleichen Zeitraum bei der Stückzahl deutlich vorn.

2026 bezifferte Toyota die weltweiten Verkäufe auf mehr als 57 Millionen Fahrzeuge in über 150 Ländern und Regionen.

Die sportliche Seite des Corolla

Der vermeintliche Vernunftwagen schrieb auch Motorsportgeschichte. Bereits 1973 gelang Toyota mit einem Corolla bei der Press-on-Regardless Rally in den USA der erste Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft. Zwei Jahre später gewann Hannu Mikkola mit einem Corolla Levin die 1000-Seen-Rallye in Finnland.

Den größten Rallye-Erfolg brachte der Corolla WRC. Carlos Sainz gewann damit 1998 die Rallye Monte Carlo, 1999 holte Toyota mit dem Corolla die Hersteller-Weltmeisterschaft.

Toyota Corolla bei der Rallye 1999.
Foto: Toyota

Auch auf der Straße zeigte der Corolla sportliche Ambitionen. Bei der fünften Generation wechselten die Limousinen zum Frontantrieb, während die Coupés Corolla Levin und Sprinter Trueno beim Hinterradantrieb blieben. Besonders bekannt wurden ihre unter dem Modellcode AE86 geführten Varianten. Sein Stellenwert reicht bis heute: Seit 2021 legt Toyota wieder Ersatzteile für Corolla Levin und Sprinter Trueno AE86 auf.

Toyota Corolla AE86
Foto: Toyota

Dass sportliche Corolla keineswegs nur in der Vergangenheit zu finden sind, bewies Toyota mit dem GR Corolla. Den Kompaktsportler gibt es seit 2022 mit einem 1,6-l-Turbodreizylinder mit 304 PS (224 kW) und Allradantrieb.

Zwölf Generationen, ein Name

Über sechs Jahrzehnte wandelte sich der Corolla grundlegend. Je nach Markt und Generation gab es ihn als Limousine, Kombi, Coupé oder Schrägheckmodell. Auf den Hinterradantrieb der frühen Modelle folgte bei den Volumenvarianten der Frontantrieb, später rückten elektrifizierte Antriebe stärker in den Mittelpunkt.

Die aktuelle zwölfte Generation startete 2018 und basiert auf Toyotas TNGA-Architektur. In Europa gehören 2026 Schrägheckmodell, Touring Sports und Limousine zur Corolla-Familie, je nach Markt in unterschiedlichen Ausführungen.

Zwischen dem ersten Corolla und den heutigen Modellen liegen technisch Welten. Geblieben ist ein Name, hinter dem nach 60 Jahren mehr als 57 Millionen verkaufte Fahrzeuge stehen.

Toyota Corolla
Foto: Toyota