40 Jahre Mercedes /8

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Kleine Modellkunde: Doppelstoßstangen vorn, aber kurze Chromecken hinten: ein 250 mit Sechszylinder

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Die erste Serie bis 1973. Bis dahin hat die /8-Limousine Dreiecksfenster in den Türen Links zum Thema:
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Erste Zeichnungen für den neuen Mittelklasse-Mercedes Links zum Thema:
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Paul Braq und Bruno Sacco zeichnen ein relativ kompaktes Auto mit klaren Linien Links zum Thema:
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Anders: Das noble Coupé hat zwei Türen, flachere Front- und Heckscheiben sowie ein kürzeres und niedrigeres Dach (minus fünf Zentimeter) Links zum Thema:
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Radstand und Außenlänge des Coupés sind mit der Limousine identisch Links zum Thema:
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Die Baureihe W114/115 und die S-Klasse W116 auf dem IAA-Stand 1973 Links zum Thema:
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Der drei Liter große Fünfzylinder des 240D 3.0 leistet 80 PS Links zum Thema:
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Zum ersten Mal arbeitet in einem Pkw ein Fünfzylinder-Diesel Links zum Thema:
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Den Dreiliter-Diesel hat Ferdinand Piëch für Mercedes konstruiert Links zum Thema:
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Für Benzinerfreunde standen Vier- und Sechszylinder bereit Links zum Thema:
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Langlebiger Motor für geduldige Menschen: Der Zweiliter-Diesel des 200D leistet 55 PS Links zum Thema:
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Versuch mit (links) und ohne ABS (rechts): Im /8 erprobt Mercedes bereits Sicherheitselektronik, hier das Antiblockiersystem ABS Links zum Thema:
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Seit 1970 ist die Farbe Hellelfenbein für neue Taxen vorgeschrieben. Die Markenwahl ist frei, doch meist wird es ein Mercedes Links zum Thema:
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Wer es sich leisten konnte, hatte es geschafft: Ein 280 kostete fast ein Drittel mehr als ein schlichter 200 Links zum Thema:
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Das Topmodell mit 2,8-Liter-Sechszylinder hatte als einziges Modell lange Heckstoßfänger Links zum Thema:
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Zwei Nockenwellen regeln den Ventiltrieb des Einspritzmotors Links zum Thema:
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185 leistete der Spitzenmotor Links zum Thema:
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Neben der klassischen Limousine mit vier Türen bot Mercedes... Links zum Thema:
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...auch eine um 65 Zentimeter verlängerte Version an Links zum Thema:
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In der Langversion fanden bis zu acht Personen Platz Links zum Thema:
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Im Coupé saßen meist zwei, auch wenn der Platz für mehr reichte Links zum Thema:
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Klassisch-schlichtes Heck mit den glatten Heckleuchten bis 1973 Links zum Thema:
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Neue Technik wie Schräglenkerachse und Sicherheitskarosserie mit Knautschzonen hielt im /8 Einzug Links zum Thema:
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Metallic-Lack gab es anfangs nur für das Coupé Links zum Thema:
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Das Coupé gab es nur mit Sechszylindermotoren Links zum Thema:
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Vier Motorisierungen standen zur Verfügung: 250C, 250CE, 280C und 280E Links zum Thema:
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Interieur eines 280 CE mit dem frühen, filigranem Lenkrad. Kennzeichen der noblen Versionen: Holzblenden und Teppichverkleidungen Links zum Thema:
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Karge Pracht: Ein 220 von innen Links zum Thema:
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Zwei W 108/109 mit einem C 111 und einem /8 im Schlepptau Links zum Thema:
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Subtiler Unterschied: Die Vierzylinder-Benziner und die Diesel trugen einfache Stoßstangen, während... Links zum Thema:
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...der 250 mit Sechszylinder vorn eine doppelte Stoßstange bekam Links zum Thema:
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Bei der Markteinführung 1968 reichte die Spanne der Basispreise von 11.500 Mark für den 200 bis zu 14.630 Mark für den 250 Links zum Thema:
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Dauerläufer: Der Motor des 220D, meistverkaufter Motor im /8 Links zum Thema:
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Direkt neben der Pagode liefen die /8 Limousinen vom Band Links zum Thema:
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Im Werk Sindelfingen wird heute unter anderem der Nachfolger, die E-Klasse, gebaut Links zum Thema:
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Erfolgsmodell: 1,9 Millionen /8 liefen von den Bändern, davon 1,1 Millionen Diesel Links zum Thema:
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Mit der großen Modellpflege 1973 bekam der /8 geriffelte Heckleuchten, die Schmutz abweisen sollen Links zum Thema:
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Im Trend: Knallige Farben waren Anfang der 1970er durchaus auch für einen Mercedes in Ordnung Links zum Thema:
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Im Fokus: Die W114/115-Palette Links zum Thema:
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Der Wechsel von Schwarz (Farbcode 040) als offizielle Taxifarbe hin zu... Links zum Thema:
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...Hellelfenbein fand 1970 statt. Alle neu zugelassenen Droschken mussten nun diese Farbe tragen Links zum Thema:
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Für Sonderaufbauten lieferte Mercedes ein Teilfahrgestell. Umbauten zum Pickup... Links zum Thema:
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...oder Kombi kamen zum Beispiel von Binz Links zum Thema:
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Rappold, Pollmann und Welsch bauen Bestattungswagen Links zum Thema:
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Von Binz oder Miesen kommen Krankenfahrzeuge Links zum Thema:
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Lieferbar sind die Diesel 220D und 240D sowie die beiden Vierzylinder-Benziner 220 und 230 Links zum Thema:
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Etwa 3400 Fahrgestelle verlassen das Werk Links zum Thema:
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Der mehrfache Kilometer-Millionär: Der Grieche Gregorios Sachinidis aus Thessaloniki legte in seinem 240D von 1976 4,6 Millionen Kilometer zurück Links zum Thema:
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Seit 2004 gehört das Marathon-Taxi zum Mercedes-Museum Links zum Thema:
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Er war die Mitte, auch wenn er an der Basis des Modell- programms stand: Der Mercedes /8 kam vor 40 Jahren auf die Welt

Mercedes ist auch im Revoluzzerjahr 1968 die Marke für wohlsituierte Bürger. Die Kunden bedienen sich bei Ponton und Heckflosse, je nach gewünschtem finanziellem Einsatz mit Vier- oder Sechszylindermotoren. Die einheitliche Karosserie der amtierenden Heckflosse hat je nach Motorisierung einen kurzen oder langen Vorbau. Die Vierzylinder blicken aus Rundscheinwerfern, bei den feineren Sechszylindern sind vorne rechteckige Scheinwerfer hochkant montiert.

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Diese Strategie der feinen Ausdifferenzierung zwischen gehobener Mitte und ganz oben gibt Mercedes auf: 1965 erscheint mit dem W 108 ein eigenständiger großer Wagen für die Betuchten. Gleichzeitig ist die etwas modische Heckflossen-Zeit vorüber, die Oberklasse setzt auf klare Linien. Auf dem Genfer Salon im Frühjahr 1968 hat der W 114/W115 Premiere, das neue Vehikel für das gehobene Bürgertum und – vorwiegend als Diesel – für das Gewerbe der Taxler.

Bis 1965 verfolgten die Entwickler noch die Idee, den Vierzylindern eine andere Front mit Rundscheinwerfern zu geben, die Sechszylinder sollten rechteckige Leuchten erhalten – wie schon bei Ponton und Heckflosse. Daher rühren auch die internen Bezeichnungen: W 114 für die feineren Versionen mit sechs Töpfen (Modell 230, 250) unter der Haube und W 115 für die einfacheren Varianten mit vier Zylindern (200, 220, 200D, 220D).

Doch es kommt anders: 1965 fällt der Entschluss für die einheitliche Front. Paul Braq und Bruno Sacco formen auf 2,75 Meter Radstand und 4,68 Meter Länge eine schlichte Karosserie mit ausgewogenen Proportionen.

Ebenfalls neu: Der Ingenieur Béla Barényi konstruiert eine Sicherheitskarosserie mit Knautschzonen vorn und hinten. Und das kennen wir von unseren heutigen Autos: Das Gewicht steigt wegen der passiven Sicherheit. Sechzig Kilo sind es, die der kompakte /8 gegenüber dem längeren W 110 zulegt.

Neues auch unter dem Auto: Eine Schräglenkerachse löst die bisherige Pendenlachse ab. Mercedes nennt die neue Hinterachse dezent Diagonal-Pendenlachse. Um die verbesserten Fahreigenschaften zu demonstrieren, lädt die Marke schon im Dezember 1967 Journalisten zu einem ersten Fahrtest auf die alte Strecke der Targa Florio. Auf Bergstraßen mit Schnee und Eis soll sich die neue Konstruktion bewähren.

Im November 1968 ergänzt Mercedes die Baureihe um den historisch korrekten Vorgänger des CLK: 250C und 250 CE sind die ersten Mittelklasse-Coupés von Mercedes. Im Gegensatz zu den folgenden Nobel-Zweitürern halten sich die Änderungen der Karosserie allerdings in engen Grenzen: Radstand und Außenlänge bleiben gleich, nur das Dach ist niedriger (minus fünf Zentimeter Höhe) und kürzer, Front- und Heckscheibe werden flacher angeordnet als bei der Limousine.

Deutlich mehr Platz und mehr Türen bietet die "Limousine mit langem Radstand", wie die um 65 Zentimeter verlängerte Version heißt. Knapp 10.000 Stück des langen Lulatsch für acht Personen gehen zum größten Teil an Taxiunternehmen, Fluggesellschaften und Konsulate. Fast 78 Prozent dieser Variante werden als 220D oder 240D ausgeliefert.

Für spezielle Anwendungen bietet Mercedes verlängerte Teilkarosserien an. Hersteller von Krankenwagen, Bestattungsaufbauten oder Kombiversionen nutzen das Fahrgestell für ihre Sonderausführungen. Binz und Miesen heißen die Hersteller der Krankenwagen, Betsattungswagen fertigen Rappold, Pollmann und Welsch.

Kräftig aufgestockt wird im April 1972 unter der Haube. Der Reihen-Sechszylinder M110 kommt als 280 (Vergaser, 160 PS) und 280E mit Einspritzung und 185 PS in den Strich-Acht. Damit wird die Limousine zum 200 km/h-Auto. Zum Vergleich: Der schwächste Motor, der Zweiliter-Diesel im 200D leistet 55 PS und beschleunigt den 1,4-Tonner auf 130 km/h. Doch im Juli 1974 gibt es einen neuen Topdiesel – zum ersten Mal im Pkw mit fünf Zylindern. Der drei Liter große Ölbrenner erzeugt 80 PS. Im schnellsten Diesel-Pkw der Welt (es gibt wenig Alternativen) geht es von 0-100 km/h in 19,9 Sekunden,148 km/h sind maximal drin.

Doch das Bild vom Mercedes-Diesel prägen der 200D und 220D, von denen über 750.000 Exemplare auf die Straßen kommen. Von den 1,9 Millionen /8 sind 1,1 Millionen Dieselmodelle. Bestseller unter den Benzinern ist der 95 PS starke 200 mit über 280.000 Exemplaren. Die Powerversion 280E kommt auf 7576 Coupés und 22.836 Limousinen.
Andreas Of

AUTO ZEITUNG