Tesla Model S: Preise, Antriebe, Crashtest Tesla Model S schafft 1000 Kilometer

von Lena Reuß 10.08.2017
Inhalt
  1. Tesla Model S mit Reichweitenrekord: 1000 km
  2. Performance-Update für Tesla Model S (Preis)
  3. Topmodell P100D mit Ludicrous-Modus
  4. Zahlreiche Optionen für Tesla Model S
  5. Crashtest-Ergebnis Tesla Model S

Erstmalig stellt ein Tesla Model S den Reichweitenrekord von 1000 Kilometern auf. Außerdem: Ein kleines Soft- und Hardware-Update macht das Tesla Model S schneller. Mit dem Wegfall der günstigsten Modelle 60 und S 60D profitieren Tesla-Kunden nicht mehr von der staatlichen E-Auto-Prämie.

Was Tesla-Chef Elon Musk schon immer behauptet hatte, stellt das Tesla Model S nun tatsächlich unter Beweis: Fünf Mitglieder eines italienischen Tesla-Clubs taten sich zusammen, um einen Reichweitenrekord aufzustellen. Mit Spritsparreifen ausgerüstet und ausgeschalteter Klimaanlage legte die Gruppe die Distanz bei einem Tempo von rund 40 km/h in 29 Stunden zurück. Entsprechend müde und verschwitzt, aber auch stolz zeigten sich die Männer nach der 1000-Kilometer-Tour. Tricksereien sollen ausgeschlossen sein: Berichten des Guardian zufolge war bei der Rekordfahrt nämlich auch ein Notar anwesend, der die Ladesteckdose des Tesla Model S versiegelt hat. Bei dem Rekordfahrzeug handelt es sich um ein Model S 100D, der in 4,1 Sekunden auf 60 mph (96 km/h) beschleunigt und nach Angaben des Herstellers bei einem Tempo von 100 km/h eine Reichweite von 594 Kilometern erzielt. Der Basispreis für das Tesla Model S 100D beträgt 109.920 Euro. Tesla-CEO Musk war von der 1000-Kilometer-Fahrt so begeistert, dass er dem Club aus den fernen USA per Twitter gratulierte.

 

Tesla Model S mit Reichweitenrekord: 1000 km

Beim zweiten Crashtest vom IIHS erhielt das Tesla Model S enur die zweitbeste Wertung (Ergebnisse im Detail weiter unten). Die Börse reagierte drauf mit Kurseinbrüchen. Die Tesla-Aktie verlor im Laufe der Woche um über 15 Prozent und fiel sogar unter den Wert des US-Autobauers General Motors. Der Zeitpunkt für den Kurssturz kommt für den Autobauer aus dem Silicon Valley denkbar ungünstig zum Produktionsstart des Model 3. Und auch das Tesla Model S wurde erst kürzlich nochmal aufgefrischt. So überarbeitet Tesla die Soft- und Hardware seines Model S und macht es damit gerade in den Basisvarianten teils deutlich schneller. So beschleunigt das Tesla Model S 75 in nur 4,3 Sekunden auf 60 mph (rund 96 km/h) statt vormals 5,5 Sekunden. Zum Vergleich, vor dem Update betrug der Beschleunigungswert auf 100 km/h (!) 5,8 Sekunden. Das Allrad-getriebene Model S 75D nimmt dem Vorgänger eine glatte Sekunde ab und sprintet nun in 4,2 Sekunden auf 60 mph. Auch der S 100D profitiert von der Überarbeitung und beschleunigt in 4,1 statt 4,2 Sekunden auf über 96 km/h. Kurz zuvor hat Tesla die Einstiegsmodelle S 60 und S 60D mit 60-kWh-Batterie wegen zu geringer Nachfrage komplett aus ihrer Palette streichen. Damit ereilt die schwächsten Motorisierungen das gleiche Schicksal wie schon den 60D im Model X, wodurch das Tesla Model S 75 für 86.600 Euro das preiswerteste Modell wird. Doch ganz unerwartet ist das Aus des S 60 und S 60D nicht, denn schließlich musste Tesla den gesenkten Basispreis über eine äußerst kargere Serienausstattung wieder reinholen: So sinkt die Motorleistung der 60-kWh-Batterie um 20 Prozent, außerdem sind Navi, Parksensoren, Rückfahrkamera und Totwinkelassistent nun aufpreispflichtig.

Test Tesla Model S P90D im Test
Tesla Model S P90D (2016): Test  

Beschleunigungstest im Model S

Geschichte Teslas im Video:

 
 

Performance-Update für Tesla Model S (Preis)

Dabei ist es nicht nur eines der ganz wenigen E-Autos dieser Größe auf dem Markt, es bietet gegen ein Aufpreis von 4400 Euro auch eine dritte Sitzreihe. Sie schränkt allerdings den 894 Liter fassenden Stauraum erheblich ein. Doch sollte die Praxisnähe nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Tesla Model S in der Top-Ausstattung ein absoluter Sportwagen ist: Als P100D mit 100-kWh-Batterie und Allradantrieb beschleunigt das Tesla Model S in nur 2,7 Sekunden auf Tempo 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Ganz neu: Neben dem in den anderen Modellen aufpreispflichtigen Luftfahrwerk (2800 Euro) beinhaltet das Topmodell auch den Ludicrous-Modus. Er ist vergleichbar mit dem Insane-Modus in den nicht mehr angebotenen Modellen P85D und P90D. Ludicrous presst auch die letzten Leistungsreserven aus den im Fahrzeugboden verbauten Akkus. Dank eines zusätzlichen Software-Updates, soll der neue Sprintwert auf Tempo 100 lediglich 2,4 Sekunden betragen und der Sprintwert über die Viertelmeile bei 10,6 Sekunden liegen. Der Spaß hat aber auch seinen Preis. Das Model S P100D startet bei 149.620 Euro. Das "D" im Namen steht im Übrigen für "Dual Motor" – zwei unabhängig voneinander arbeitende E-Motoren an der Vorder- und Hinterachse. Eine Technik, die Tesla mit einem Update 2014 auf den Markt brachte.

Vergleichstest Tesla Model S P85D Audi RS 7 Sportler Elektroauto Vergleichstest
Tesla Model S P85D/Audi RS 7: Test  

Tesla gegen Audi – Spannung trifft Sprit

 

Topmodell P100D mit Ludicrous-Modus

Seitdem gibt es auch das Tesla Model S auch mit dem Autopiloten für 2800 Euro plus Aktivierungspauschale von 3300 Euro, dessen automatische Spurhaltefunktion aber nicht mit vollautonomen Fahren zu verwechseln ist. In der Basisvariante 60 mit 60-kWh-Batterie und Hinterradantrieb kostet das Tesla Model S übrigens nur die Hälfte des Topmodells, rund 69.020 Euro. Dafür schafft das Model S nicht nur 408 Kilometer Reichweite (nach europäischem Verbrauchszyklus NEFZ), sondern auch die Tempo 100 in 5,8 Sekunden und eine Spitze von 210 km/h. Sind die Akkus leer, lässt sich das Tesla Model sowohl über die 230V-Wechselstrom-Steckdose als auch am Tesla-Supercharger – hier in nur 75 Minuten – aufladen. Letzterer ist ab Januar 2017 für Neukunden nicht mehr kostenfrei, die nur noch ein Guthaben von 400 kWh erhalten. Die anschließende Gebühr soll laut Tesla aber unter dem Preis für die Tankfüllung eines Autos mit Verbrenner liegen. Ebenfalls neu ist das Glasdach für 1500 US-Dollar, das 98 Prozent der UV-Strahlung und 81 Prozent der Hitze abweisen soll. Bereits im Frühjahr 2016 erhielt das Tesla Model S eine optische Auffrischung und als eines von ganz wenigen Autos überhaupt eine Front ohne Kühlergrill. Mehr zum Thema: Das kostet der Tesla-Supercharger

Elektroauto Tesla Model X (2016)
Tesla Model X (2016): Preis (Update!)  

Model X profitiert von einem Update

 

Zahlreiche Optionen für Tesla Model S

Von Beginn an war der charakteristische wie riesige 17-Zoll-Touchscreen als zentrales Steuerelement im Armaturenbrett an Bord des Tesla Model S. Es verfügt über Internet-Anbindung und ermöglicht WiFi-Hotspots für die Passagiere. Darüber hinaus kann das Model S gegen Aufpreis mit zahlreichen weiteren Optionen ausgestattet werden: Das Premium-Update für 3900 Euro beinhaltet unter anderem den neuen HEPA-Luftreinigungsfilter und LED-Kurvenlicht sowie -Nebelscheinwerfer. Das Kaltwetter-Paket für 1100 Euro umfasst ein beheizbares Lenkrad, eine Sitzheizung, einen Enteiser für die Scheibenwischer und beheizbare Scheibenwaschdüsen. Das Uprade für die Hifi-Anlage des Tesla Model S namens Ultra High Fidelity Sound mit zwölf Lautsprechern kostet 2800 Euro, das Hochstrom-Ladegerät 1700 Euro plus Aktivierungspauschale von 2100 Euro.

Neuheiten Tesla Model S Facelift (2016)
Tesla Model S Facelift (2016): Erste Infos  

Tesla frischt Model S auf

Tesla Model S im IIHS-Crashtest (Video):

 
 

Crashtest-Ergebnis Tesla Model S

In puncto Sicherheit bietet das Tesla Model S ausreichend Schutz, was sich in fünf das im Euro-NCAP-Crashtest niederschlug. Im IIHS-Test, dem Crashtest des US-Versicherungsinstituts für Autobahnsicherheit, bekommt das Model S jedoch nur die zweitbeste Note. Und dabei ist es schon der zweite Anlauf. Bereits im ersten Test schrammte der Stromer iknapp am begehrten "Top Safety Pick+“ vorbei. Zwar überzeugte das Tesla Model S in den meisten Test-Kategorien mit guten Wertungen, erhielt beim Front-Seitwärts-Aufprall aber nur nur eine ausreichende Bewertung. Messungen am Dummie zeigten, dass in diesem Fall Verletzungen am Kopf, sowie am rechten Bein möglich wären, würde der simulierte Crash tatsächlich so stattfinden. Beim zweiten Anlauf war es vor allem der Sicherheitsgurt, der nicht überzeugen konnte: Beim Small Overlap Crashtest, der einen Unfall mit einem Baum oder einer Laterne bei 65 km/h simuliert, schlug der Kopf des Fahrers trotz Sicherheitsgurt gegen das Lenkrad. Die Kindersitzverankerung schnitt mit der drittbesten von vier möglichen Bewertungen ebenfalls schlecht ab. Die Frontscheinwerfer wurden mit der schlechtesten Wertung versehen. Das Crashtest-Ergebnis kommt für den Tesla-Chef wohl zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, zum Produktionsstart des Model 3. Die Börse reagierte bereits mit Kurseinbrüchen. Mehr zum Thema: Gutachten zum Tesla-Autopiloten

ModellAkkuAntriebBeschleunigungTop SpeedReichweitePreis
S 60 (nicht verfügbar)60 kWhHinterrad5,8 s/100 km/h210 km/h408 km69.020 Euro
S 60D (nicht verfügbar)60 kWhAllrad5,4 s/100 km/h210 km/h408 km74.520 Euro
S 7575 kWhHinterrad4,3 s/60 mph225 km/h480 km83.620 Euro
S 75D75 kWhAllrad4,2 s/60 mph225 km/h490 km89.120 Euro
S 90D (nicht verfügbar)90 kWhAllrad4,4 s/100 km/h250 km/h557 km99.720 Euro
S 100D100 kWhAllrad4,1 s/60 mph250 km/h613 km109.920 Euro
S P100D100 kWhAllrad2,4 s/100 km/h250 km/h613 km149.620 Euro

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