Tesla Model S: Preise und Antriebe (Update) Tesla streicht Model S 60 und S 60D

von Lena Reuß 09.05.2017
Inhalt
  1. Preis: Tesla streicht günstigstes Model S
  2. Topmodell P100D mit Ludicrous-Modus
  3. Zahlreiche Optionen für Tesla Model S
  4. Crashtest-Ergebnis Tesla Model S

Tesla streicht das Model S 60 und S 60D und nimmt damit das bei Preisen von 69.020 Euro startende, günstigste Modell aus dem Programm. Damit fällt auch die staatliche E-Prämie von 4000 Euro für das Tesla Model S wieder weg.  Im IIHS-Crashtest 2017 schrammt das Model S allerdings knapp am "Top Safety Pick+" vorbei.

Erst kürzlich wurden die Preise für das Tesla Model S in der Basisversion S 60 auf 69.020 Euro brutto (58.250 Euro netto) gesenkt, um den staatlichen Umweltbonus von 4000 Euro einzustreichen. Jetzt verkünden die Amerikaner, dass sie die Einstiegsmodelle S 60 und S 60D (ab 74.700 Euro) mit 60-kWh-Batterie wegen zu geringer Nachfrage komplett aus ihrer Palette streichen. Damit ereilt die schwächsten Motorisierungen das gleiche Schicksal wie schon den 60D im Model X. Damit wird das Tesla Model S 75 für 86.600 Euro das preiswerteste Modell. Doch ganz unerwartet ist das Aus des S 60 und S 60D nicht, denn schließlich musste Tesla den gesenkten Basispreis über eine äußerst kargere Serienausstattung wieder reinholen: So sinkt die Motorleistung der 60-kWh-Batterie um 20 Prozent, außerdem sind Navi, Parksensoren, Rückfahrkamera und Totwinkelassistent nun aufpreispflichtig. Wer noch mit dem Model S von der Umweltprämie profitieren möchte, muss sich ranhalten: Bestellbar ist die Einstiegsversion des Model S nur noch bis zum 16. April 2017. Das Tesla Model S ist das erste, komplett selbst konstruierte E-Auto von Tesla. Seit 2012 ist das fast fünf Meter lange und gut 2,2 Meter breite Oberklassemodell erhältlich.

Geschichte Teslas im Video:

 
 

Preis: Tesla streicht günstigstes Model S

Dabei ist es nicht nur eines der ganz wenigen E-Autos dieser Größe auf dem Markt, es bietet gegen ein Aufpreis von 4400 Euro auch eine dritte Sitzreihe. Sie schränkt allerdings den 894 Liter fassenden Stauraum erheblich ein. Doch sollte die Praxisnähe nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Tesla Model S in der Top-Ausstattung ein absoluter Sportwagen ist: Als P100D mit 100-kWh-Batterie und Allradantrieb beschleunigt das Tesla Model S in nur 2,7 Sekunden auf Tempo 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Ganz neu: Neben dem in den anderen Modellen aufpreispflichtigen Luftfahrwerk (2800 Euro) beinhaltet das Topmodell auch den Ludicrous-Modus. Er ist vergleichbar mit dem Insane-Modus in den nicht mehr angebotenen Modellen P85D und P90D. Ludicrous presst auch die letzten Leistungsreserven aus den im Fahrzeugboden verbauten Akkus. Dank eines zusätzlichen Software-Updates, soll der neue Sprintwert auf Tempo 100 lediglich 2,4 Sekunden betragen und der Sprintwert über die Viertelmeile bei 10,6 Sekunden liegen. Der Spaß hat aber auch seinen Preis. Das Model S P100D startet bei 149.620 Euro. Das "D" im Namen steht im Übrigen für "Dual Motor" – zwei unabhängig voneinander arbeitende E-Motoren an der Vorder- und Hinterachse. Eine Technik, die Tesla mit einem Update 2014 auf den Markt brachte.

Neuheiten Tesla Model X (2016)
Tesla Model X (2016): Preis (Update!)  

X P100D mit neuem Ludicrous-Modus

 

Topmodell P100D mit Ludicrous-Modus

Seitdem gibt es auch das Tesla Model S auch mit dem Autopiloten für 2800 Euro plus Aktivierungspauschale von 3300 Euro, dessen automatische Spurhaltefunktion aber nicht mit vollautonomen Fahren zu verwechseln ist. In der Basisvariante 60 mit 60-kWh-Batterie und Hinterradantrieb kostet das Tesla Model S übrigens nur die Hälfte des Topmodells, rund 69.020 Euro. Dafür schafft das Model S nicht nur 408 Kilometer Reichweite (nach europäischem Verbrauchszyklus NEFZ), sondern auch die Tempo 100 in 5,8 Sekunden und eine Spitze von 210 km/h. Sind die Akkus leer, lässt sich das Tesla Model sowohl über die 230V-Wechselstrom-Steckdose als auch am Tesla-Supercharger – hier in nur 75 Minuten – aufladen. Letzterer ist ab Januar 2017 für Neukunden nicht mehr kostenfrei, die nur noch ein Guthaben von 400 kWh erhalten. Die anschließende Gebühr soll laut Tesla aber unter dem Preis für die Tankfüllung eines Autos mit Verbrenner liegen. Ebenfalls neu ist das Glasdach für 1500 US-Dollar, das 98 Prozent der UV-Strahlung und 81 Prozent der Hitze abweisen soll. Bereits im Frühjahr 2016 erhielt das Tesla Model S eine optische Auffrischung und als eines von ganz wenigen Autos überhaupt eine Front ohne Kühlergrill. Mehr zum Thema: Das kostet der Tesla-Supercharger

Test Tesla Model S P90D im Test
Tesla Model S P90D (2016): Test  

Beschleunigungstest im Model S

 

Zahlreiche Optionen für Tesla Model S

Von Beginn an war der charakteristische wie riesige 17-Zoll-Touchscreen als zentrales Steuerelement im Armaturenbrett an Bord des Tesla Model S. Es verfügt über Internet-Anbindung und ermöglicht WiFi-Hotspots für die Passagiere. Darüber hinaus kann das Model S gegen Aufpreis mit zahlreichen weiteren Optionen ausgestattet werden: Das Premium-Update für 3900 Euro beinhaltet unter anderem den neuen HEPA-Luftreinigungsfilter und LED-Kurvenlicht sowie -Nebelscheinwerfer. Das Kaltwetter-Paket für 1100 Euro umfasst ein beheizbares Lenkrad, eine Sitzheizung, einen Enteiser für die Scheibenwischer und beheizbare Scheibenwaschdüsen. Das Uprade für die Hifi-Anlage des Tesla Model S namens Ultra High Fidelity Sound mit zwölf Lautsprechern kostet 2800 Euro, das Hochstrom-Ladegerät 1700 Euro plus Aktivierungspauschale von 2100 Euro.

Neuheiten Tesla Model S Facelift (2016)
Tesla Model S Facelift (2016): Erste Infos  

Tesla frischt Model S auf

 

Crashtest-Ergebnis Tesla Model S

In puncto Sicherheit bietet das Tesla Model S ausreichend Schutz, was sich in fünf das im Euro-NCAP-Crashtest niederschlug. Allerdings schrammte der Stromer im IIHS-Test knapp am begehrten "Top Safety Pick+“ vorbei. Zwar überzeugt das Tesla Model S in den meisten Test-Kategorien mit guten Wertungen, erhielt beim Front-Seitwärts-Aufprall aber nur nur eine ausreichende Bewertung. Messungen am Dummie zeigten, dass in diesem Fall Verletzungen am Kopf, sowie am rechten Bein möglich wäre, würde der simulierte Crash tatsächlich so stattfinden. Mehr zum Thema: Gutachten zum Tesla-Autopiloten

ModellAkkuAntriebBeschleunigungTop-SpeedReichweitePreis (brutto in €)
S 60 (nicht mehr verfügbar)60 kWhHinterrad5,8 Sek./100 km/h210 km/h408 km69.020
S 60D  (nicht mehr verfügbar)60 kWhAllrad5,4 Sek./100 km/h210 km/h408 km74.520
S 7575 kWhHinterrad5,8 Sek./100 km/h225 km/h480 km83.620
S 75D75 kWhAllrad5,8 Sek./100 km/h225 km/h490 km89.120
S 90D90 kWhAllrad4,4 Sek./100 km/h250 km/h557 km99.720
S P100D100 kWhAllrad2,4 Sek./100 km/h250 km/h613 km149.620

Tesla Model S IIHS-Crashtest im Video:

 

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