VW Syncro: 25 Jahre Allrad-Bulli

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25 Jahre VW Syncro
VW T3 Syncro

Mit dem Bus in die Wüste geschickt: Der T3 Syncro schafft Tisch und Bett auch durch die Sahara

VW T2 Allrad 1978
VW T2 Allrad, 1978

Einer von fünf Erprobungs-Allradlern auf Basis des Transporters T2

VW T2 Allrad 1978
VW T2 Allrad, 1978

In der zweiten Bulli-Generation ging der Allradantrieb nicht mehr in Serie

VW T2 Allrad 1978
VW T2 Allrad, 1978

Boxer im Heck, Halbautomatik vom Käfer, 16-Zoll-Räder und zuschaltbarer Frontantrieb: Die ersten Prototypen entstanden aus vorhandenen Teilen

VW T2 Allrad 1978
VW T2 Allrad, 1978

Mit den ersten Prototypen ließ es sich schon recht überzeugend durchs Gelände fahren, bis zur Serienfertigung dauerte es jedoch noch sieben Jahre

VW T3 Syncro T3 1985
VW T3 Syncro, 1985

Der T3 Syncro kam 1985, auf Wunsch auch mit 16-Zoll-Fahrwerk

VW T3 Syncro T3 1985
VW T3 Syncro, 1985

Differenzialsperren helfen beim Durchkommen

VW T3 Syncro T3 1985
VW T3 Syncro, 1985

Einige Exemplare dienten als Begleitfahrzeuge der Rallye Paris-Dakar

VW T4 Syncro TDI 1996
VW T4 Syncro TDI, 1996

Seit dem T4 sitzt der Motor vorn

VW T4 Syncro TDI 1996
VW T4 Syncro TDI, 1996

1996 kam der TDI-Fünfzylinder in den Bus

VW T4 Syncro TDI 1999
VW T4 Syncro TDI, 1999

Mit einem leicht höhergelegten T4 TDI fuhren Matthias Göttenauer und Andreas Renz 1999 von Prudhoe Bay in Alaska bis Ushuaia in Feuerland

VW T4 Syncro TDI 1999
VW T4 Syncro TDI, 1999

Die Reise quer durch den amerikanischen Kontinent dauerte 15 Tage und 14 Stunden, das Team kam ins Guiness Buch der Rekorde

VW T5 4Motion 2003
VW T5 4Motion, 2003

Seit 2003 gibt es den T5 4Motion mit elektronisch geregeltem Allradantrieb

VW T5 4Motion 2003
VW T5 4Motion, 2003

Höherlegung und Unterfahrschutz verhelfen dem Allrad-Bulli zu ernsthaftem Geländetalent

Die ersten VW T3 Syncro kamen vor 25 Jahren, doch die Allradgeschichte des Transporters beginnt schon 1978. Geschichte einer praktischen Ikone

Gustav Mayer fuhr dienstlich VW Bus, was nicht weiter merkwürdig ist. Denn Mayer war bis 1975 Entwicklungschef der Transporter von VW. Privat fuhr Mayer öfter in die Sahara. Seine Ausflüge in die Wüste ließen ihn über einen Allradantrieb nachdenken, doch der stand in Wolfsburg auf keiner Agenda. Die Geschichte könnte hier zu Ende sein, wäre Mayer nicht unerschrocken genug gewesen, fast heimlich einen  Allrad-Transporter zu bauen. Die Teile dafür nahm er aus dem Baukasten. Mit dem Allrad-Bus fuhr er in die Sahara und sah: Es war gut.

Die Geschichte könnte hier das zweite Mal zu Ende sein, denn einen offiziellen Auftrag gibt es immer noch nicht. Erst 1978 baut VW fünf Prototypen. Die Allrad-Versuchsfahrzeuge auf T2-Basis haben zuschaltbaren Frontantrieb, zwei Differenzialsperren und 16-Zoll-Räder. An den Boxer im Heck ist die Halbautomatik des Käfers geflanscht. Stahlblechwannen und Gleitkufen schützen Unterboden und Antriebstechnik, falls es mit den 30 Zentimeter Bodenfreiheit eng wird unter dem Bulli-Bauch.

>> Reportage: VW Bulli-Jubiläum in Hannover
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Doch es hilft nicht, der Allrad-Bus geht nicht in Serie. Stattdessen kommt 1979 die Generation T3. Der Platz für Kardanwelle und Vorderachsdifferenzial ist eingeplant, bleibt aber zunächst ungenutzt. Sechs Jahre dauert es bis zur Serrienreife des Syncro-Transporters. Mit im Boot ist mit Steyr-Daimler-Puch ein echter Allradexperte. Das Gespann aus Wolfsburg und Graz macht keine halben Sachen und baut gleich einen permanenten Allradantrieb ein, der die Kraft per Viskokupplung zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt.

Das Viergang-Getriebe bekommt einen extrakurzen Geländegang, die Karosserie steht sechs Zentimeter höher. Damit sind Traktion und Schlechtwegetauglichkeit sichergestellt. Wer weiter möchte, kann Sperren ordern. Die 2138 Mal gebaute Krönung ist der 16-Zoll-Syncro. Mit größeren Rädern, verstärkter Karosserie und serienmäßiger Hinterachssperre begleitet der Heavy-Duty-Syncro Rallyes und Weltumrundungen. Rekordfahrer Gerhard Plattner macht sich auf den Weg und kommt nach 80 Tagen zurück. Auf einer zweiten Reise durchfährt er den amerikanischen Kontinent von Alaska bis Feuerland.

Die zweite Generation des Allrad-Bulli und vierte Transporter-Generation (T4) bekommt den Allradantrieb schon fast von Anfang an. Die Strecke von Alaska nach Feuerland schafft auch er, doch eine Ikone ist er nicht mehr. Eher ein braves Arbeitstier bei Polizei, Bundesgrenzschutz und Feuerwehr.

Außerdem ist der Diesel lahm und der Benziner versoffen. Doch das galt schon für den T3 Syncro. Nach elf Jahren löst sich dieser Zielkonflikt mit dem Syncro TDI. Der Direkteinspritzer erscheint 1996, hat mit 102 PS fast so viel Leistung wie der Benziner und verbraucht weniger als der bisherige Wirbelkammer-Diesel.

Erst die fünfte Generation entwickelt sich mit Seikel-Höherlegung wieder in Richtung Offroad. Ab 2003 hat der T5 einen elektronisch geregelten Allradantrieb und sechs Gänge. Ab Werk sind bis 22 Zentimeter Bodenfreiheit möglich, Differenzialsperren und Unterbodenschutz erhöhen die Geländetauglichkeit.

Zum Jubiläum können die Kunden das Sondermodell „Edition 25“ kaufen. Damit feiert VW gleichzeitig 25 Jahre Multivan, entsprechend üppig ist der Sonderbus ausgestattet. Es gibt ihn auch ohne Allradantrieb, die Basisversion mit 115 PS-Zweiliter-Benziner kostet 45.261 Euro. Mindestens 52.564 Euro werden für die Allradvariante des 140-PS-TDI fällig. Billig war der Allrad-Bulli noch nie. Aber sehr praktisch.
Andreas Of

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