Alle Tests zum SsangYong Korando

SsangYong Korando 1.5 T-GDI 4WD Automatik: Test Der Korando ist ein modernes SUV zum guten Preis

von Jürgen Voigt 15.07.2020
Inhalt
  1. Der SsangYong Korando im Test
  2. Connectivity-Check beim SsangYong Korando
  3. Messwerte & technische Daten des SsangYong Korando 1.5 T-GDI 4WD Automatik

Mit attraktiver Preisgestaltung und zeitgemäßer Ausstattung verschafft sich der SsangYong Korando Aufmerksamkeit in der dicht besetzten Klasse der 4,50-Meter-SUV. Wir haben den SsangYong Korando 1.5 T-GDI 4WD Automatik einem Test unterzogen.

PositivGeräumig, kultivierter Motor, guter Komfort, viel Ausstattung fürs Geld
NegativGefühlsarme und indirekte Lenkung, recht hoher Testverbrauch

Das Urmeter in der Kompakt-SUV-Klasse liegt längenmäßig bei etwa 4,50 Meter. Das ist aber auch so ziemlich das Einzige, was diese Klasse eint, denn das Angebot an Typen ist mittlerweile überaus vielschichtig. Exotische Novizen wie der gerade neu aufgelegte SsangYong Korando haben es besonders schwer, auf sich aufmerksam zu machen. Traditionell lockt der Südkoreaner mit einem attraktiven Preis. Den 163-PS-Turbo-Benziner aus unserem Test-Modell bekommt man im Basis-Korando bereits für 22.990 Euro, alternativ gibt es noch einen 136-PS-Turbodiesel für 25.990 Euro. Dabei ist das Preisschild nicht das einzige attraktive Merkmal des geräumigen SUV. Da wäre auch die Serien-Sicherheitsausstattung, unter anderem mit Notbremssystem, Frontkollisions- und Abstandswarner, Überschlagschutz, Spurhalteassistenten, Müdigkeits- sowie Verkehrsschilderkennung und Fernlichtassistenten. In der getesteten Allradversion 4WD und mit Sechsstufen-Automatik liegt der SsangYong Korando 1.5 T-GDI bei 30.190 Euro – einschließlich Alu-Räder, Infotainment (unter anderem Touchscreen, USB, DAB, Apple CarPlay/Android Auto, Bluetooth), Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera und fünf Jahre Garantie.

Neuheiten SsangYong Korando (2019)
SsangYong Korando (2019): Motor & Ausstattung Markstart für den Korando

Der SsangYong Korando im Crashtest (Video):

 
 

Der SsangYong Korando im Test

Auch Design sowie Verarbeitung des SsangYong Korando können sich – außen wie innen – sehen lassen. Schnell findet man sich mit der Handhabung der großen Displays im Armaturenbrett und im Cockpit zurecht. Auf längeren Touren wünscht man sich etwas mehr Beinauflage auf den an sich bequemen Sitzen. Fahrer und Copilot würden sich zudem beim Herumkurven über etwas mehr Seitenhalt auf dem glatten (optionalen) Leder freuen. Den Carving-Kurs hat der Korando jedoch offenbar geschwänzt. Da hilft es im Test auch nicht, den Fahrmodus von "Normal" auf "Sport" zu switchen: Dadurch werden nur Schalt- und Traktionsregelung beeinflusst. Zum präzisen Kurvensurfen fehlt es der sehr leichtgängigen Lenkung an Direktheit und Gefühl. Das SUV überzeugt dafür mit standfester Bremse sowie passablem Federungskomfort, wird aber auf Bodenwellen etwas schaukelig, und Querfugen kommen akustisch recht präsent durch. Der 1,5-Liter-Turbo bleibt unauffällig, kultiviert, die Automatik schaltet recht sanft. Nur beim Anfahren reagiert der Korando ruppig aufs Gas, Rangieren ist somit keine Freude. Bei niedrigen Drehzahlen wirkt der Vierzylinder ausreichend kraftvoll, lässt nach oben heraus aber spürbar nach. Auf der Bahn muss man schon mal häufiger den kompletten Gaspedalweg bemühen. Das macht natürlich durstig. Im gemischten Testbetrieb genehmigt sich das SUV 9,2 Liter auf 100 Kilometer. Zudem muss der SsangYong Korando ohne Start-Stopp-System auskommen, zumindest wenn er mit Allradantrieb geliefert wird.

Fahrbericht SsangYong Korando (2019)
Neuer SsangYong Korando (2019): Erste Testfahrt So fährt sich der neue Korando

 

Connectivity-Check beim SsangYong Korando

Mit Allradantrieb startet der SsangYong Korando in der Ausstattung Amber. Zum Basisstandard (DAB-Radio, USB, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, automatischer Notruf) kommen hier noch Apple CarPlay und Android Auto sowie ein 8,0-Zoll-Touchscreen hinzu. Ab der Quarz-Ausstattung wächst der Touchscreen auf 9,2 Zoll (Bild), und ein Navigationssystem sowie die volldigitalen Cockpit-Instrumente mit variablem Layout sind dann ebenfalls an Bord.

Test SsangYong Korando
SsangYong Korando 1.6 e-XDi 2WD: Test Der SsangYong Korando im Test

 

Messwerte & technische Daten des SsangYong Korando 1.5 T-GDI 4WD Automatik

AUTO ZEITUNG 10/2020SsangYong Korando 1.5 T-GDI 4WD Automatik
Technik 
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/4, Turbo
Hubraum1497 cm³
Leistung120 kW/163 PS
Max. Gesamtdrehmoment260 Nm
Getriebe/Antrieb6-Stufen-Automatik/Allrad variabel
Messwerte 
Leergewicht (Test)1580 kg
Beschleunigung 
0 - 100 km/h9,8 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)193 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
36,5/35,7 m
Verbrauch (Test/EU)9,2/8,3 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Werk)190 g/km
Preise 
Grundpreis30.190 Euro

von Jürgen Voigt von Jürgen Voigt
Unser Fazit

Die Qualitäten des SsangYong Korando lassen sich im Test nicht nur auf seinen günstigen Preis reduzieren. Platzangebot, Sicherheits-Features und Qualitätsanmutung liegen auf Klassenniveau. Kurvendynamik sowie Effizienz zählen aber nicht zu den spezifischen Stärken.

Tags:
Copyright 2020 autozeitung.de. All rights reserved.