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Reichweiten-Test

Sieben Elektro-SUV im Reichweiten-Test: 600 km für 40 Euro

Sieben Elektro-SUV im 600-Kilometer-Test quer durch Deutschland. Dank größtem Akku und super Effizienz schaffte der BMW iX3 
die Autobahnstrecke sogar ohne Nachzuladen – doch auch die Konkurrenz überzeugte beim Marathonlauf nach Berlin.

(1/21)
Sieben Elektro-SUVs stehen vor dem Berliner Olympiastadion.
Finaleinlauf vor dem Berliner Olympiastadion mit allen sieben Testkandidaten: Porsche Macan 4, Nio EL6 Long Range, Smart #5 Brabus, BMW iX3 50 xDrive, Zeekr 7X, Audi Q6 e-tron quattro und Polestar 4 Long Range. Foto: Frank Ratering
Autos und Lastwagen fahren auf einer mehrspurigen Straße mit getrennten Fahrbahnen. Rechts zweigt eine Ausfahrt ab.
Windschatten-Fahrt nur fürs Foto – ansonsten rollten die Testfahrer mit ausreichend Abstand und maximal Tempo 130 über die 585 Kilometer lange Strecke nach Berlin. Foto: Frank Ratering
Drei SUVs fahren auf einer mehrspurigen Autobahn. Rechts liegen grüne Felder und Bäume unter einem bewölkten Himmel.
Die deutsche 800-Volt-Elite schlägt sich im internationalen Vergleich bestens. Foto: Frank Ratering
Ein silberner BMW iX3 fährt auf einer mehrspurigen Straße. Im Hintergrund stehen Bäume und eine Lärmschutzwand.
600 Kilometer sind kein Marketingversprechen, sondern ein reales Testergebnis im Autobahnverkehr. Foto: Frank Ratering
Ein silberner BMW iX3 fährt auf einer Autobahn, schräg von hinten gesehen. Im Hintergrund stehen Bäume unter bewölktem Himmel.
Im Vergleichstest noch fürs dynamische Handling gelobt, zeigt der iX3 bei diesem Test seine wahren Qualitäten als Reiseauto. Ruhig, entspannt und mit top Assistenten reißt er die Autobahn-Kilometer ab wie kein Zweiter. Foto: Frank Ratering
Das BMW iX3hat ein kantiges Lenkrad, einen großen Navigationsbildschirm und eine rotbraune Innenausstattung.
Ungewohnter BMW-Blick – Lenkrad, Touchscreen und Panorama-Display arbeiten aber gut zusammen. Foto: Daniela Loof
Die offene Fahrertür gibt den Blick auf orangefarbene Vordersitze, Lenkrad und Mittelkonsole eines BMW iX3 frei.
Die Basissitze sind großzügig geformt und bieten viel Komfort. Noch besser passen die aus dem M-Sportpaket. Foto: Daniela Loof
Ein weißer Polestar 4 mit schwarzem Dach fährt auf einer Straße am grünen Wald entlang, schräg von vorn gesehen.
Der Polestar 4 Long Range. Foto: Frank Ratering
Ein weißer Polestar 4 fährt auf einer Straße mit Leitplanken, von schräg hinten gesehen. Im Hintergrund stehen Bäume und Häuser.
Die fehlende Heckscheibe ist gewöhnungsbedürftig. Foto: Frank Ratering
Das Cockpit des Polestar 4 mit Lenkrad, digitaler Instrumentenanzeige, großem Navigationsdisplay und heller Mittelkonsole ist zu sehen.
Im reduzierten Cockpit fühlen sich Ästheten wohl, die Bedienung geht flüssig über Android Automotive OS. Foto: Frank Ratering
Ein hellvioletter Porsche Macan fährt auf einer Autobahn. Dahinter folgen weitere Autos, am Straßenrand stehen grüne Bäume.
Der Porsche Macan 4. Foto: Frank Ratering
Das Cockpit des Porsche Macan zeigt ein Lenkrad, digitale Instrumente, einen Navigationsbildschirm und eine schwarze Mittelkonsole.
Verarbeitung satt, Sitzposition knackig, Fahrdynamik ausgepregt – typisch Porsche eben. Foto: Daniela Loof
Ein grauer Audi Q6 e-tron fährt auf einer Straße an grünen Bäumen vorbei. Das Fahrzeug ist schräg von vorn zu sehen.
Der Audi Q6 e-tron quattro. Foto: Frank Ratering
Ein grauer Audi Q6 e-tron fährt auf einer Autobahn, von schräg hinten gesehen. Am Straßenrand stehen ein blaues Schild und Bäume.
Die gefällig stattliche Silhouette ist rundum gelungen. Foto: Frank Ratering
Das Audi Q6 e-tron Cockpit zeigt ein Lenkrad, digitale Anzeigen mit Navigationskarte, einen Beifahrerbildschirm und graue Stoffsitze.
Die Bedienung überzeugt jedoch nicht auf ganzer Linie. Foto: Daniela Loof
Ein grauer Zeekr 7X fährt auf einer mehrspurigen Straße neben einer Betonwand und Leitplanke. Dahinter stehen grüne Bäume.
Der Zeekr 7X. Foto: Frank Ratering
Das Cockpit des Zeekr 7X mit Lenkrad, digitaler Instrumentenanzeige und großem Touchscreen mit Karte neben einer breiten Mittelkonsole.
Fein ausgeschlagener Innenraum und gutes Raumgefühl. Die Bedienung ist reduziert, die Ergonomie gut. Die Fahrdynamik verträgt noch Feinschliff. Foto: Daniela Loof
Ein grauer Smart #5 Brabus mit roten Akzenten fährt auf einer Autobahn. Dahinter folgen weitere Autos, am Straßenrand stehen Bäume.
Der Smart #5 Brabus. Foto: Frank Ratering
Der Blick von der Rückbank des Smart #5 Brabus zeigt ein schwarzes Autocockpit mit Lenkrad, breiter Displayfront und Mittelkonsole.
Verspielter Innenraum für so ernsthafte Leistung beim Brabus-Smart. Zum relativ weichen Fahrwerk dürften die Versionen mit weniger Power besser passen. Foto: Smart
Ein weißer Nio EL6 mit schwarzem Dach fährt auf einer Autobahn. Dahinter sind weitere Autos, eine Lärmschutzwand und Bäume zu sehen.
Mit 4,85 Metern ist der Nio EL6 das längste SUV im Test – die kurze Reichweite enttäuscht dagegen etwas. Foto: Frank Ratering
Das schwarze Cockpit des Nio EL6 hat ein Lenkrad, digitale Instrumente und einen großen Hochkant-Touchscreen mit Kartenansicht.
Extrem reduziertes Cockpit mit sehr wenigen Tasten und nicht ganz befriedigender Sprachbedienung. Das Platzangebot ist großzügig. Im optischen Vergleich und beim Laden verblasst der Nio. Foto: Daniela Loof

Reichweiten-Test von Mönchengladbach nach Berlin: Günstiger als Verbrenner-SUV oder ein Bahnticket

Auf der 585 Kilometer langen Autobahn-Fahrt von Mönchengladbach bis nach Berlin lernt man so einiges über Elektroautos. Mit Frust hat eine so lange Tour jedenfalls längst nichts mehr zu tun. Stattdessen begeistern Fahrkomfort, Verbrauch, Reichweite und – ja – auch die Ladeplanung. Eines vorweg: Selbst wenn sich Reichweiten und Verbräuche teils deutlich unterscheiden – am Ende fährt man mit jedem der sieben Elektro-SUV günstiger und entspannter als mit vergleichbaren Diesel- oder Benzinmodellen. Und der Zeitverlust für die eine Ladepause ist minimal – denn selbst routinierte Vielfahrer fahren solche Strecken nicht einfach so ohne Pause.

Einer der Kandidaten konnte sogar ganz auf einen Stopp am Kabel verzichten: Der neue BMW iX3 50 xDrive schaffte die Tour in einem Rutsch. Damit qualifiziert sich der Bayer deutlich als tauglichstes elektrisches Reise-SUV im Testfeld – nicht nur wegen des großen Stromspeichers (108,7 kWh), sondern auch wegen der besten Effizienz. Bei einem Testverbrauch von 17,6 kWh auf 100 km benötigt das Bayern-SUV für die gesamte Strecke bis Berlin knapp 103 kWh. Rechnet man das mit einem gängigen Schnellladetarif wie BMW Charging (49 Cent/kWh bei DC-Schnellladern) durch, ergeben sich Gesamtkosten von ziemlich genau 50 Euro für die komplette Fahrt.

Wer dagegen mit Hausstrom bei 39 Cent/kWh lädt, kommt sogar auf nur 40 Euro für 600 Kilometer. Zum Vergleich: Ein sparsames Diesel-SUV wie der BMW X3 hätte schon bei einem Dieselpreis von zwei Euro doppelt so hohe Spritkosten. Und ein spontanes Flexpreis-Ticket bei der Deutschen Bahn kostet sogar schnell mehr als 120 Euro – pro Person. Und nach einer Bahnfahrt hätten wir längst nicht so viel zu erzählen. Hier nun also unsere Eindrücke der sieben getesteten Elektro-SUV.

BMW iX3 50 xDrive: Im SUV-Feld unschlagbar

Ein silberner BMW iX3 50 xDrive fährt auf einer mehrspurigen Straße. Im Hintergrund stehen Bäume hinter einer Lärmschutzwand.
Foto: Frank Ratering

Über die Qualitäten des neuen BMW iX3 wurde schon viel gesagt – auch dass sich BMW-Fans zunächst einmal an Design, Cockpitaufteilung, neue Materialien und Bedienung gewöhnen müssen. Vor allem das flache, breite Panoramic-Vision-Display unten an der Frontscheibe verlangt zusammen mit der neuen Menüführung auf dem Trapez-Centerscreen etwas Eingewöhnung, funktioniert nach kurzer Lernphase aber weitgehend intuitiv. Und so entpuppt sich die Neue Klasse nach wenigen Kilometern als ein unverkennbarer BMW: sattes Fahrverhalten, knackige Lenkung, tolle Sitze. Seine vielleicht größte Stärke zeigt der iX3 aber auf langen Autobahnetappen: Knapp 600 Kilometer von Mönchengladbach nach Berlin bewältigt er ohne Ladestopp.

Es gab nur eine Regel auf unserer Tour: Es durfte maximal 130 km/h gefahren werden. Die ersten zwei Drittel der Strecke hätten wir wegen des Verkehrs ohnehin nicht schneller fahren können. Erst nach Braunschweig lichteten sich einige Abschnitte Richtung Osten. Der Verbrauch pegelte sich am Ende bei 17,6 kWh/100 km ein. Bestwert für das 2,3 Tonnen schwere SUV. Kombiniert mit dem größten Akku ergibt das einen beeindruckenden wirklich realen Einsatzradius von rund 600 Kilometern.

Besonders das Fahrwerk arbeitet auf Autobahn und Landstraße fein und ruhig. Dazu kommen die komfortabelsten Sitze im Feld, eine top Geräuschdämmung und die am besten abgestimmten Assistenzsysteme. Es scheint nur noch ein Entwicklungsschritt zu sein, bis der iX3 komplett allein nach Berlin fahren kann – und das extrem geschmeidig ohne hektische Brems- oder Lenkmanöver. Wie viel Arbeit BMW offenbar in die Feinabstimmung gesteckt hat, wird erst im Vergleich mit der Konkurrenz klar. Bei unklaren Verkehrssituationen oder im Stop-and-Go-Verkehr schaltet man die Helfer in Smart, Zeekr oder Nio viel früher ab ...

„Unter den anspruchsvollen SUV gibt es derzeit wirklich kein besseres Elektro-Auto auf dem Markt.“
Markus Schönfeld

Dass der iX3 übrigens trotz ähnlich großem Akku nicht an den Reichweitenstar aus dem vergangenen Jahr – den Mercedes EQS 450+ – herankommt, hängt natürlich mit der Aerodynamik zusammen. Die Mercedes-Limousine liegt deutlich flacher unterm Wind als der aufrechte Bayer, und kam mit einem cW-Wert von 0,20 auf der gleichen Tour auf einen Verbrauch von 16 kWh auf 100 Kilometer und eine Reichweite von 800 Kilometern. Unter den SUV gibt es dagegen derzeit wirklich kein besseres Elektro-Auto als den BMW iX3.

BMW iX3 50 xDrive

Batterie-Kapazität

108,7 kWh (netto)

Leistung

345 kW / 469 PS

Höchstgeschwindigkeit

210 km/h

WLTP-Reichweite

bis 805 km

Leergewicht

2385 kg

Preis

74.700 €

Durchschnittsverbrauch

(auf der Strecke Mönchengladbach - Berlin)

17,6 kWh/100 km

Test-Reichweite

(gefahrene Strecke + Restreichweite)

590 + 10 km

Polestar 4 Long Range: Komfortabel auf langen Autobahnstrecken

Ein weißer Polestar 4 Long Range mit schwarzem Dach fährt auf einer Straße an einem grünen Wald vorbei, schräg von vorn gesehen.
Foto: Frank Ratering

Der Schwede bringt schon als Basismodell mit einem kräftigen Motor an der Hinterachse beste Voraussetzungen für lange Autobahnstrecken mit. Dabei gehört die knapp 94 kWh große Batterie hier längst nicht zu den größten. Dafür ist der Polestar nahezu ähnlich sparsam wie der BMW, während die maximale DC-Ladeleistung von 200 kW nur halb so stark ist. An der Ladesäule braucht er so rund sieben Minuten, um 100 Kilometer nachzuladen. Mit der integrierten Ladeplanung von Google Maps lässt sich die Routenplanung inklusive aller notwendiger Ladestopps sehr unkompliziert und flüssig organisieren. Noch wichtiger für die Langstrecke sind allerdings Fahrkomfort und Geräuschniveau.

Der Polestar 4 fährt trotz seines straffen Fahrwerks angenehm komfortabel und fällt durch einen guten Geräuschkomfort auf. Die bequemen Sitze und das großzügige Platzangebot tragen ebenfalls dazu bei, dass auch längere Etappen entspannt bleiben. Wer sich vom nordischen Charakter zu einer passend entspannten Fahrweise verleiten lässt, wird mit sehr anständigen Reichweiten belohnt. Den Weg nach Berlin über die lange Autobahn schaffte er fast ohne nachzuladen. Platz zwei ist umso erstaunlicher, weil der Schwede in diesem Umfeld sogar zu den Günstigeren gehört – derzeit ab 59.900 Euro.

Polestar 4 Long Range

Batterie-Kapazität

94 kWh (netto)

Leistung

200 kW / 272 PS

Höchstgeschwindigkeit

200 km/h

WLTP-Reichweite

bis 620 km

Leergewicht

2235 kg

Preis

59.900 €

Durchschnittsverbrauch

(auf der Strecke 
Mönchengladbach-Berlin)

17,7 kWh/100 km

Test-Reichweite

(gefahrene Strecke + Restreichweite)

467 + 80 km

Porsche Macan 4: Direkte Dynamik und satter Fahrkomfort

Ein hellvioletter Porsche Macan 4 fährt auf einer Autobahn. Dahinter folgt ein weiteres Auto, am Straßenrand stehen grüne Bäume.
Foto: Frank Ratering

Dass der Porsche Macan in diesem Testfeld der teuerste Teilnehmer ist, dürfte nicht überraschen. Die Basis des günstigsten Allradmodells Macan 4 kostet 85.500 Euro – unser bestens ausgestatteter Testwagen durchbricht die 100.000 Euro deutlich. Doch bekommt man dafür auch etwas? Absolut! Sitzposition, Lenkrad, Haptik, Fahrgefühl – alles ist Porsche durch und durch – nur eben mit erhöhter Sitzposition. Und gerade die direkte Dynamik und der satte Fahrkomfort vermitteln das Gefühl von Sicherheit, wenn auch ganz anders als beim eng verwandten Audi Q6 e-tron, mit dem sich der Macan die PPE-Plattform teilt. Selbst hinten gibt’s für zwei Erwachsene Platz. Dabei bleibt der Macan wegen der flachen Dachlinie und des Coupé-Hecks sparsam.

Auf der gesamten Autobahntour reichten ihm 18,6 kWh je 100 km. Bei normaler Fahrweise ermöglicht der Akku also rund 500 Kilometer. Das Wiederaufladen geht extrem fix mit bis zu 270 kW. Für den Weg von der holländischen Grenze nach Berlin genügte deshalb ein Vier-Minuten-Stopp.

Porsche Macan 4

Batterie-Kapazität

95 kWh (netto)

Leistung

285 kW / 387 PS

Höchstgeschwindigkeit

220 km/h

WLTP-Reichweite

bis 613 km

Leergewicht

2330 kg

Preis

85.600 €

Durchschnittsverbrauch

(auf der Strecke Mönchengladbach-Berlin)

18,6 kWh/100 km

Test-Reichweite 
(gefahrene Strecke + Restreichweite)

465 + 45 km

Audi Q6 e-tron quattro: Vorzüglicher Reisewagen

Ein grauer Audi Q6 e-tron quattro fährt auf einer Straße an grünen Bäumen vorbei. Das Fahrzeug ist schräg von vorn zu sehen.
Foto: Frank Ratering

Der Audi Q6 e-tron ist in technischen Basis mit dem Porsche Macan identisch – beide nutzen die von Audi und Porsche entwickelte Premium Platform Electric (PPE) mit leistungsstarker 800-Volt-Architektur. Klar also, das beide auf der gesamten Strecke dicht zusammenbleiben und sich zum gleichen Zeitpunkt nach rund 500 Kilometern an der Ladesäule verabreden. Hier demonstrieren sie vor allem den 400-Volt-Konkurrenten von Polestar und Nio dann auch, wie zügiges Nachladen funktioniert. Während die nach acht Minuten rund frische 100 Kilometer im Akku hatten, waren es bei Audi und Porsche nach derselben Zeit bereits 200. Nach gut 20 Minuten war die Batterie von 10 auf 80 Prozent und damit für mehr als 400 km gefüllt. Wer braucht da ernsthaft noch mehr Ladepower?

Bei aller technischer Gleichheit zwischen Porsche und Audi schaffen es die Marken, gänzlich unterschiedliche Charaktere zu entwickeln. Der Q6 wirkt gediegener, gemächlicher und gemütlicher als sein Zuffenhausener Bruder. Und natürlich reagiert er nicht so zackig auf Lenk- oder Bremsbefehle. Dafür bleibt er als vorzüglicher Reisewagen in Erinnerung – erst recht mit adaptiver Luftfederung. Wenn nur nicht der hohe Basispreis wäre, der längst nicht alles an Bord holt – auch das hat er mit dem Porsche gemeinsam.

Audi Q6 e-tron quattro

Batterie-Kapazität

94,9 kWh (netto)

Leistung

315 kW / 428 PS

Höchstgeschwindigkeit

210 km/h

WLTP-Reichweite

bis 646 km

Leergewicht

2325 kg

Preis

75.650 €

Durchschnittsverbrauch

(auf der Strecke Mönchengladbach-Berlin)

18,7 kWh/100 km

Test-Reichweite 
(gefahrene Strecke + Restreichweite)

465 + 42 km

Zeekr 7X: Extreme Ladeleistung und großzügiges Platzangebot

Ein graues Zeekr 7X fährt auf einer mehrspurigen Straße an einer Betonwand entlang. Dahinter stehen grüne Bäume.
Foto: Frank Ratering

Der Zeekr 7X macht gleich mit zwei Merkmalen auf sich aufmerksam – dem relativ niedrigen Preis bei sehr guter Ausstattung (ab 57.990 Euro) und die extreme Ladeleistung von bis zu 470 kW. Da hat selbst der BMW iX3 das Nachsehen. Doch der Wert ist nur auf dem Papier interessant, in der Praxis findet man nämlich keine ausreichend kräftige Ladeinfrastruktur dafür. Daher liegt er mit dem BMW beim Ladespeed auf extrem hoher Augenhöhe.

Bei der Reichweite macht ihm dagegen der kleinere Akku einen kleinen Strich durch die Rechnung. Über 500 Kilometer Autobahn sind aber drin. Überhaupt gehört der Chinese zu den positiven Überraschungen
in dieser SUV-Reihe. Das Platzangebot ist großzügig, der Fahrkomfort durchaus beachtlich. Die stärkeren Versionen bräuchten wir nicht.

Zeekr 7X

Batterie-Kapazität

95 kWh (netto)

Leistung

310 kW / 422 PS

Höchstgeschwindigkeit

210 km/h

WLTP-Reichweite

615 km

Leergewicht

2415 kg

Preis

57.990 €

Durchschnittsverbrauch

(auf der Strecke Mönchengladbach-Berlin)

19,2 kWh/100 km

Test-Reichweite 
(gefahrene Strecke + Restreichweite)

465 + 46 km

Smart #5 Brabus: Leistungsstark mit recht weichem Fahrwerk

Ein grauer Smart #5 Brabus mit roten Akzenten fährt auf einer Autobahn. Dahinter folgen weitere Autos, am Straßenrand stehen Bäume.
Foto: Frank Ratering

Mit 4,71 Meter Länge ist der Smart #5 Brabus das kürzeste Auto im Testfeld, strotz mit seinen unglaublichen 475 kW / 646 PS aber nur so vor Kraft. Bei voller Beschleunigung schießt der massive 2,4-Tonner ungestüm nach vorn, was das konventionell abgestimmte Stahlfahrwerk und die eher teigige Lenkung in schnellen Kurven spürbar an ihre Grenzen bringt. Die schwächeren Varianten mit Heckmotor stehen dem ansonsten überzeugenden Smart besser – und sie wären auch günstiger (ab 52.000 Euro).

Zudem würde eine moderate Leistung dem größten Schwachpunkt des Smart entgegenwirken – dem Verbrauch. Auf der Reise genehmigte er sich stolze 20,1 kWh/100 km, was trotz des großen 94-kWh-Akkus die Reichweite auf unter 500 Kilometer drückte. Mit 400 kW Ladeleistung waren die Ladestopps aber schnell erledigt (10 bis 80 Prozent in 18 Minuten).

Smart #5 Brabus

Batterie-Kapazität

94 kWh (netto)

Leistung

475 kW / 646 PS

Höchstgeschwindigkeit

210 km/h

WLTP-Reichweite

540 km

Leergewicht

2378 kg

Preis

62.500 €

Durchschnittsverbrauch

(auf der Strecke Mönchengladbach-Berlin)

20,1 kWh/100 km

Test-Reichweite 
(gefahrene Strecke + Restreichweite)

463 + 20 km

Nio EL6 Long Range: Recht wenig Reichweite, geringe Ladeleistung

Ein weißes Nio EL6 Long Range mit schwarzem Dach fährt auf einer Autobahn. Dahinter sind weitere Autos, eine Lärmschutzwand und Bäume zu sehen.
Foto: Frank Ratering

Als Dienstältester im Testfeld rollt der Nio EL6 seit Herbst 2023 auf deutschen Straßen. Während jüngere Konkurrenten auf 800-Volt-Systeme setzen, arbeitet hier noch eine 400-Volt-Architektur. Daher braucht der Nio spürbar länger zum Nachladen.

Auch beim Testverbrauch lag der EL6 mit 21 kWh/100 km hier am oberen Ende, wodurch der 90 kWh netto große Akku für die geringste Praxis-Reichweite sorgte. 425 Kilometer waren es am Ende. Technisch ist der Nio dafür bereits für einen vollautomatischen Batteriewechsel gerüstet (Power Swap).

Nio EL6 Long Range

Batterie-Kapazität

90 kWh (netto)

Leistung

360 kW / 490 PS

Höchstgeschwindigkeit

200 km/h

WLTP-Reichweite

bis 529 km

Leergewicht

2366 kg

Preis

60.950 €

Durchschnittsverbrauch

(auf der Strecke Mönchengladbach-Berlin)

21 kWh/100 km

Test-Reichweite 
(gefahrene Strecke + Restreichweite)

390 + 35 km

Fazit

Von Mönchengladbach nah an der holländischen Grenze bis zum Olympiastadion von Berlin sind es knapp 600 Kilometer – für diese Elektro-SUV ist eine solch lange Reise kein Problem. Wie sind die Autobahnstrecke mit maximal Tempo 130 gefahren. Infrastruktur und Ladegeschwindigkeiten geben keinen Anlass zur Klage mehr ...

Test-Ergebnis im Überblick

TEST-ERGEBNIS

AUTO ZEITUNG Ausgabe 20/2026

Maximale DC-Ladeleistung

Ø Verbrauch

(auf der Strecke Mönchengladbach-Berlin)

Test-Reichweite 
(gefahrene Strecke + Restreichweite)

Ladezeit für
100 / 200 / 300 km Reichweite

10-80% SoC /
geladene Energie

BMW iX3 50 xDrive

400 kW

17,6 kWh/100 km

590 + 10 Kilometer

3 / 7 / 10 Min.

21 Min. / 76 kWh

Polestar 4 Long Range

200 kW

17,7 kWh/100 km

467 + 80 Kilometer

7 / 15 / 24 Min.

30 Min. / 66 kWh

Porsche Macan 4

270 kW

18,6 kWh/100km

465 + 45 Kilometer

4 / 8 / 13 Min.

21 Min. / 67 kWh

Audi Q6 e-tron quattro

270 kW

18,7 kWh/100 km

465 + 42 Kilometer

4 / 8 / 13 Min.

21 Min. / 67 kWh

Zeekr 7X

470 kW

19,2 kWh/100km

465 + 46 Kilometer

3 / 7 / 10 Min.

18 Min. / 66 kWh

Smart #5 Brabus

400 kW

20,1 kWh/100 km

463 + 20 Kilometer

4 / 8 / 11 Min.

18 Min. / 66 kWh

Nio EL6 Long Range

187 kW

21 kWh/100 km

390 + 35 Kilometer

8 / 17 / 28 Min.

30 Min. / 63 kWh