Premiere

Renault Megane (2026): Erstes Facelift für das Elektro-SUV

Nach vier Jahren Bauzeit gönnt Renault dem elektrischen Megane 2026 ein erstes Facelift. Die Neuerungen betreffen vor allem Batterie- und Ladetechnik, Innenraum und Design.

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Das Renault Megane Facelift steht in Studioumgebung, von vorne rechts fotografiert.
Besonders fallen beim Megane Facelift die markanten Tagfahrleuchten ins Auge. Foto: Renault
Das Renault Megane Facelift steht in Studioumgebung, von hinten links fotografiert.
Einen Markstart und Preise verrät Renault mit der Premiere noch nicht. Foto: Renault
Das Cockpit des Renault Megane Facelift.
Der Megane bleibt beim L-förmigen Display-Layout. Foto: Renault
Der Kofferraum des Renault Megane Facelift.
Bei umgeklappten Rücksitzen fasst der Megane bis zu 1332 l Ladung. Foto: Renault

Ab 1996 in vier Generationen als klassischer Kompakter positioniert, erfand der französische Konzern den Renault Megane 2022 neu – als Elektroauto in SUV-Bauform. Zumindest bei seiner Positionierung im C-Segment blieb der Megane. Im Juni 2026 zieht Renault nun das Tuch vom ersten Facelift der Elektro-Generation. Vorerst nennt der Hersteller weder einen Marktstart noch Preise, letztere dürften sich jedoch im Groben an den 41.000 Euro des Vorfacelift orientieren (Stand: Juni 2026).

Aus technischer Sicht feilte man für das Renault Megane Facelift vor allem an der Batterie, die von einer NMC- auf eine LFP-Zellchemie wechselt und dabei an Kapazität und Ladeleistung gewinnt. Statt 60 kWh Bruttokapazität bietet das SUV nun 67 kWh, Gleichstrom wird mit bis zu 165 kW geladen statt wie bisher mit 130 kW. In Verbindung mit weiterhin 160 kW (218 PS) als einzige Motorisierung sollen bis zu 500 km WLTP-Reichweite drin sein.

Der Renault Twingo im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Renault Megane Facelift: Neue Front mit markanten Tagfahrleuchten

Optisch fällt beim Renault Megane Facelift vor allem die veränderte Front ins Auge: Neue Tagfahrleuchten in markanter Rhombus-Form flankieren eine kantigere Kühlergrill-Partie. Hinten setzt Renault weiterhin auf eine durchgehende Leuchtleiste, verändert aber die Lichtsignatur. Mit 4,20 m bleibt die Länge des Megane unverändert, durch die größere Batterie fällt er jedoch 20 mm höher aus und misst nun 1,52 m. Insgesamt fallen die optischen Retuschen recht behutsam aus, auch seine versenkten Türgriffe behält der Franzose bei.

Google-zentriertes Infotainment

Das Infotainment des Renault Megane Facelift zeigt sich nicht grundlegend verändert. Es setzt weiterhin auf eine L-förmige Einheit aus einem 12,3-Zoll-Digitalcockpit und einem 12,0-Zoll-Touchscreen und wartet mit zahlreichen Google-Funktionen auf. Enthalten und kontinuierlich verbessert sind etwa der Routenplaner Google Maps mit Ladeplanung, die Sprachsteuerung Google Assistant und Drittanbieter-Apps über Google Play. Die Sprach-KI Google Gemini soll noch folgen.

Gänzlich neu ist die „my rnlt“-Smartphone-App, die schrittweise in Europa und für die gesamte Modellpalette eingeführt werden soll. Diese ermöglicht etwa das Einsehen von Fahrzeuginfos und Justieren von Einstellungen aus der Ferne, auch das Laden und die Klimatisierung des Innenraums lassen sich per Handy steuern.

Durch neue Verkleidungen und Finishes will Renault zudem – je nach Ausstattung – die Qualitätsanmutung im Innenraum verbessern.

Fazit

Der Renault Megane schwächelt: Während 2022 bundesweit noch 8490 Einheiten des Elektro-SUV neu zugelassen wurden, waren es 2025 laut KBA nur noch 538. Besonders in Hinblick auf den ähnlich dimensionierten, exzentrischeren und deutlich günstigeren Elektro-Bruder R4 ist fraglich, ob ein behutsames Facelift ausreicht, um den Megane nochmal wirklich in Schwung zu bringen.