Neuwagen kaufen: Preisentwicklung Preisanstieg bei Neuwagen erwartet

von Victoria Zippmann 11.08.2021

Nach dem Corona-bedingten Markteinbruch und der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer, könnten die Neuwagenpreise 2021 erstmals seit 20 Jahren wieder ansteigen. Das ist die Ursache.

Wer in Corona-Zeiten einen Neuwagen kaufen wollte, profitierte bis 31. Dezember 2020 von der Senkung der Mehrwertsteuer auf 16 Prozent. Nun könnte der Preis für Neuwagen erheblich ansteigen, prognostiziert eine Studie des Kreditversicherers Euler Hermes, der zum Allianz-Konzern gehört. Ab Mitte 2021 erwarten Expert:innen einen Preisanstieg von drei bis sechs Prozent in Europa. Für Deutschland ist sogar eine Steigerung von vier bis über zehn Prozent denkbar. Grund dafür sei die Materialknappheit, insbesondere bei Halbleitern und die zeitgleiche Erholung der Branche – die Zuwachsrate von Neuzulassungen in Europa stieg im ersten Halbjahr 2021 um mehr als 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dadurch sei das Verhältnis von Angebot und Nachfrage aus dem Gleichgewicht geraten und die Hersteller könnten zum ersten Mal seit rund 20 Jahren die Preise anheben. "Die europäischen und deutschen Autobauer sitzen durch die Chip-Knappheit aktuell am längeren Hebel", sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er erwartet eine Normalisierung der Situation nicht vor Mitte 2022. Mehr zum Thema: Auswirkungen des Coronavirus auf die Autobranche

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Preisentwicklung: Neuwagen kaufen könnte teurer werden

Von 01. Juli bis zum 31. Dezember 2020 wollten zahlreiche Hersteller und Händler mit der um drei auf 16 Prozentpunkte gesenkten Mehrwertsteuer den Absatz von Neuwagen mit verschiedenen Rabattaktionen nach der Corona-Krise wieder ankurbeln. Einige gaben die Reduzierung zu 100 Prozent an ihre Kund:innen weiter. Andere Hersteller ließen die Mehrwertsteuer zeitweise sogar ganz weg. Und: Neben den Fahrzeugpreisen wurden in vielen Fällen auch Zubehör, Winterkompletträder und weitere Serviceprodukte in der unverbindlichen Preisempfehlung gesenkt. Wer von den Preisnachlässen profitieren wollte, musste sich aber unbedingt an die jeweils geltenden Fristen halten. Gemäß Umsatzsteuergesetz §29 hatten Kund:innen, die ihr Auto noch vor dem 1. März 2020 bestellten und dieses zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember ausgeliefert wurde, Anspruch auf Zahlung eines angemessenen Ausgleichs – also der Differenz zwischen 19 und 16 Prozent. 

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