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Neuer Polestar 1 (2019): Erste Testfahrt Der Polestar 1 stromert los

von Martin Urbanke 24.06.2019

Erste Testfahrt im neuen Polestar 1 (2019): Was kann das Premierenmodell der Marke? Wir nehmen im 600 PS starken Hybrid-Coupé Platz und gehen auf die Teststrecke!

Im EV-Modus schiebt der neue Polestar 1 (2019) auf der ersten Testfahrt kraftvoll an. Seine zwei E-Motoren an den Hinterrädern stellen bereits 232 PS und bis zu 480 Newtonmeter bereit. Genug, um den "1", den ersten Serien-Polestar überhaupt, auf 160 km/h zu beschleunigen. Die drei Akkus (einer im Mitteltunnel sowie je zwei hinter den Sitzen) sollen für bis zu 150 Kilometer Reichweite genügen – allerdings nicht in diesem Tempo. Durch die Akkupakete hinter den Sitzen reduziert sich der nutzbare Kofferraum auf überschaubare 125 Liter. Blickfang im Ladeabteil ist hinter einer Plexiglasscheibe sitzende Technik. Interessant ist auch die Implementierung einer Warnung vor "altem Sprit", wenn zu oft und zu lange im rein elektrischen EV-Modus gefahren wird. Bleibt das Benzin zu lange ungenutzt im Tank, droht es auszuflocken. Insgesamt schlummert im Antrieb des neuen Polestar 1 (2019) die geballte Power von drei E-Motoren und einem 2,0-Liter- Benziner mit Kompressor- und Turboau­fladung. Alles zusammen addiert sich auf 600 PS und bis zu 1000 Newtonmeter. Wie sich das anfühlt? Probieren wirs aus. Fahrmodus auf Power – und los gehts! Zum Glück sind wir heute nicht nur auf den idyllischen Sträßchen im Hinterland von Göteborg unterwegs, sondern können auf dem Volvo-Testgelände in Hällered Gas geben. Mehr zum Thema: Der Polestar 3 soll 2020 starten

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Neuer Polestar 1 (2019) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Polestar 1 (2019)

Trotz seiner Leichtbau-Konstruktion (Alu-/Karbon-Chassis, Karbon-Karosserie) wiegt der 2+2-Sitzer wegen der Hybridtechnik stattliche 2350 Kilo – 48 Prozent lasten auf der Vorder-, 52 Prozent auf der Hinterachse. Angesichts der Leistung gerät das Gewicht aber rasch in Vergessenheit. Der neue Polestar 1 (2019) hat immer genug Druck, um ansatzlos loszupreschen, sobald der Fahrer aufs Gas drückt. Ohne Krawall, ohne Leistungsexplosion, beinahe beiläufig schiebt der GT an – treibt dabei aber die Tachonadel nachhaltig voran. Ähnlich das Fahrwerk: Dank aktivem Torque Vectoring der beiden hinteren E-Motoren, die je ein Rad versorgen, setzt der Super-Hybrid die Kraft verlustfrei in Vortrieb um und lässt den Polestar spurstabil und agil aus Kurven heraus beschleunigen. Die penibel justierten Öhlins-Dämpfer sorgen selbst auf buckeligen Landstraßen zusammen mit den auf das Auto abgestimmten Pirelli-Pneus für ein beeindruckendes Gripniveau – und erlauben gleichzeitig einen feinen Abrollkomfort. Noch sind ein paar Kleinigkeiten zu optimieren: Die Eingang-Getriebe der hinteren E-Motoren sind den Entwicklern noch zu laut, und die Lenkung baut bei niedrigem Tempo zu wenig Rückstellmoment auf. Doch das sind nur noch Details. Der neue Polestar 1 ist startklar für den Serienstart im Herbst 2019. Dieses Jahr sollen noch 250 Fahrzeuge gefertigt werden, danach wird die Jahresproduktion 500 Exemplare betragen.

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Unser Fazit

Schon als Prototyp hinterlässt der neue Polestar 1 (2019) bei der ersten Testfahrt einen reifen Eindruck. Die Volvo-Gene schlagen bei Qualität und Bedienung unverkennbar durch, dazu gibts Leistung satt sowie ein tolles Fahrwerk. Die geplanten 1500 Exemplare dürften rasch vergriffen sein. Interesse? Kauf und Leasing sind nur online möglich.

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