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Mercedes Sprinter Tourer (2022): Erste Testfahrt 4x4-Sprinter Tourer mit Automatik

Holger Ippen 28.09.2022

Mercedes verpasst dem Sprinter ein Technik-Update. Das kommt auch den Basisfahrzeugen für Reisemobile zugute. Eine erste Testfahrt mit dem neuen Mercedes Sprinter Tourer (2022).

Der neue Mercedes Sprinter Tourer (2022), der bei der ersten Testfahrt einen äußerst hochbeinigen Eindruck macht, ist die Basis für viele künftige Allrad-Reisemobile. Mercedes bietet seit September 2022 den Sprinter mit umfassend aktualisierter Antriebstechnik für Fahrten auf nahezu jedem Terrain an. Das Technik-Highlight ist hier ein neuer, cleverer Allradantrieb mit Torque-on-Demand-System. Dieses löst das bisherige zuschaltbare 4x4-System ab. Die neue Allradtechnik ist stets mit dem in dieser Fahrzeugkategorie ebenfalls neuen und besonders sparsamen 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel OM 654 und dem komfortablen 9G-Tronic-Automatikgetriebe kombiniert. Das umfassende Update soll zum einen so viel Pkw-Fahrkomfort wie nie zuvor bieten, zum anderen ermöglichen die Traktionsvorteile ein besseres Durchkommen, ein entspannteres Fahren auf unbefestigten Wegen sowie ein deutliches Plus an Sicherheit bei Schnee und Regen. Der Einstieg ist hier ein Aufstieg oder besser ein Hochklettern. Durch die höhergelegte Karosserie (vorn +155 mm/hinten +135 mm) entsteht eine deutlich größere Bodenfreiheit, was abseits der Straße und auf vielen Campingplatz-Wiesen von Vorteil ist. Der neue Vierzylinder-Diesel schnurrt sein sonores Lied. Gut gedämmt klingt es wie aus weiter Ferne. Nervige Vibrationen gibt es hier weder nach dem Kaltstart noch im Stand. Für den Sprinter-Antrieb mit Allrad kommt nur der Topmotor mit 190 PS (140 kW) und Mehrweg-Abgasrückführung (Euro 6d) zum Einsatz. Mit satter Leistung beschleunigt der 3,5-Tonner so zügig, dass er auch im quirligen Großstadtverkehr locker mitschwimmen kann. Schnelle Autobahnetappen meisterte der neue Mercedes Sprinter Tourer (2022) ebenfalls souverän. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Erste Testfahrt mit dem neuen Mercedes Sprinter Tourer (2022)

Einen tollen Komfort-Gewinn bietet beim neuen Mercedes Sprinter Tourer (2022) das neue neunstufige Automatik-Getriebe. Es schaltet erfreulich schnell und wenn nötig – wie wir bei der ersten Testfahrt zum Beispiel bei Last-Anforderung am Berg feststellten – auch gleich mehrere Stufen zurück, um für den nötigen Zugkraftanschluss zu sorgen. Die neun statt bisher sechs Gänge sind via Overdrive-Charakteristik so abgestimmt, dass die Motordrehzahl in jeder Fahrsituation möglichst niedrig ist. Das klappt gut und wird mit niedrigem Kraftstoffverbrauch belohnt. Bei unserer Testfahrt über knapp 900 Kilometer verbrauchten wir im Schnitt 11,2 Liter auf 100 Kilometer – nicht viel für einen 3,5-Tonner wie den Mercedes Sprinter Tourer 319 CDI. Wer dennoch selbst schalten will, kann dies über Schaltpads am Lenkrad erledigen. Für das neue Allradsystem gibt es weder Schalter noch Sperrdifferenziale. Der automatische Allradantrieb verteilt die Antriebsmomente variabel – und das situationsabhängig. Man muss nichts tun. Völlig geräusch- und rucklos – so wie beispielsweise beim Mercedes GLE – sorgte eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung im Verteilergetriebe für die Momentenverteilung. Im Normalbetrieb ist die Lamellenkupplung offen, der Motor treibt dann nur die Hinterräder an. Beim Schließen der Kupplung kommt die Vorderachse mit ins Spiel. In Extremfällen, etwa beim Rückwärts-Fahren bergauf, wird der neue Mercedes Sprinter Tourer (2022) sogar zum Fronttriebler.

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Allrad als Notretter des neuen Mercedes Sprinter Tourer (2022)

Die clevere 4x4-Technik ist aber nicht nur im Gelände, sondern auch im ganz normalen Reisealltag sehr hilfreich: Bei drohendem Unter- oder Übersteuern wird zunächst das Antriebsmoment so verteilt, dass sich der neue Mercedes Sprinter Tourer (2022) stabilisiert. Erst dann greifen die Regelsysteme ESP und 4ETS-Traktionskontrolle ein. Das kann so manchen Unfall verhindern. Auch wenn es offroad steil bergab gehen soll, hilft die Antriebstechnik in Form einer Bergabfahrregelung, wie sie Geländewagen an Bord haben: Knopf betätigen, Fuß vom Pedal, dann senkt der Sprinter selbsttätig das Tempo auf vier km/h und stottert sicher bergab.

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