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Neuer Mercedes GLE (2018): Erste Testfahrt Neuen GLE angetestet

von Thomas Geiger 22.11.2018

Der neue Mercedes GLE (2018) glänzt bei unserer ersten Testfahrt mit einer besonders aufwändigen Fahrwerkstechnik. Sie macht das SUV zum waschechten Allrounder. Wir erklären, wie die Technik funktioniert!

Der neue Mercedes GLE (2018) – ein Lowrider? Zugegeben, der erste Eindruck bei der ersten Testfahrt wirkt etwas weit hergeholt, trifft aber den Kern der Sache: Wie beim Ami-Tuning mit Luftfahrwerk und springenden Autos hat auch der Geländewagen "elastische Beine" – um etwa auf Knopf Bocksprünge zu machen und sich aus schwierigem Terrain zu befreien. Möglich machen das vier elektrische Stellmotoren des sogenannten eABC-Fahrwerks ("Active Body Control"), mit denen der Federweg an jedem Rad um plus minus zehn Zentimeter variiert und voreingestellt werden kann. Gesteuert werden sie vom Bordrechner, der mit der Kamera die Straße liest und sich mit dem neuen Allradantrieb genauso austauscht wie mit dem ESP. Die Idee ist nicht neu, aber erst mit dem 48-Volt-Bordnetz konnten die Ingenieure Elektromotoren an die Federbeine flanschen, die für eine adäquate Regelung schnell und stark genug sind. Mit der neuen Technik passt sich der neue Mercedes GLE (2018) Fahrstil und Fahrbahn so gut an wie wohl kein anderes SUV dieser Klasse. Und er bietet eine deutlich weitere Spreizung seiner Fahrprofile: Im Gelände kommt das Mercedes-SUV damit weiter als je zuvor, und auf der auf der Straße rollt es so sanft dahin wie eine große Limousine. Am meisten bringt das System allerdings im Curve-Modus, wenn sich der GLE um bis zu drei Grad in die Kurve legt.

Neuheiten Mercedes GLE (2018)
Mercedes GLE (2018): Motoren  

Das kostet der GLE

Mercedes-Modellpalette im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Mercedes GLE (2018)

In Fahrt bringen den neuen Mercedes GLE (2018) zunächst drei Diesel und ein Benziner. Für die Freunde des Selbstzünders gibt es als einzigen Vierzylinder den GLE 300d mit 245 PS oder den Reihensechser mit 272 PS im GLE 350d und 330 PS im GLE 400d. Außerdem lockt Mercedes mit einem GLE 450, der vom neuen 3,0-Liter-Reihensechszylinder aus der S-Klasse angetrieben wird. Von sich aus schon 367 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment stark, steht ihm noch 48-Volt-Generator mit 22 PS und 250 Newtonmetern zur Seite. Das reicht zwar nicht zum elektrischen Fahren, hilft dem 2,2-Tonner aber beim Kickdown in 5,7 Sekunden auf Tempo 100 und verlängert die Start-Stopp- und Segelphasen so signifikant, dass der Verbrauch auf dem Prüfstand bei 8,3 Litern liegt. Bei diesen drei Motoren wird es aber nicht bleiben: Mercedes hat bereits einen Plug-In-Hybriden angekündigt, der aus dem Akku deutlich weiter als 50 Kilometer fahren wird. Und wie nicht jeder sparen will, soll es für den neuen Mercedes GLE (2018) auch wieder V8-Modelle geben. Und zwar mit oder ohne AMG-Logo. Mehr zum Thema: Alle Informationen zum Mercedes GLE (2018)

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Neuer GLE (2018) ohne Mild-Hybrid

Der neue Mercedes GLE (2018) beweist bei der Testfahrt auch in anderer Hinsicht ein neues Format: Um acht Zentimeter haben die Schwaben den Radstand gestreckt, den Wagen um zehn Zentimeter in die Länge gezogen und bei nun 4,93 Metern innen deutlich mehr Platz geschaffen. So wächst die Beinfreiheit auf der erstmals elektrisch verschiebbaren Bank im Fond spürbar, der Kofferraum fasst jetzt 630 bis 2055 Liter und zum ersten Mal bietet Mercedes nun die Option auf eine dritte Sitzreihe. Vorne sitzt es sich gänzlich in einer neuen Welt: Nicht nur, dass man jetzt auf das Widescreen-Cockpit aus der A-Klasse schaut und die Touch- und Sprachbedienung von MB UX genießen kann. Das Infotainment des neuen Mercedes GLE (2018) reagiert nun auch auf Gesten. Außerdem gibt es wie in der S-Kasse neben der Sitzheizung auch Glühdrähte in den Armauflagen, das Infotainment bittet auf Knopfdruck zur Wellnessanwendung und egal ob Kaffee oder Cola, die Getränke behalten in den Becherhaltern ihre richtige Temperatur. Mehr zum Thema: So kommt das Mercedes GLE Coupé (2019)

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