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Neuer Lynk & Co 01 (2017): Erste Testfahrt Volvo-Vetter Lynk Co 01 angetestet

von Thomas Geiger 27.12.2018

Der neue Lynk & Co 01 (2017) will mit Volvo-Technik und chinesischer Startup-Mentalität das SUV-Segment aufmischen. Die erste Testfahrt bringt die Antwort, ob das klappen kann!

Der neue Lynk & Co 01 (2017) kam, sah und siegte – zumindest in China. Dort mischt die junge Marke den Markt bereits gehörig auf, was sich im rekordverdächtigen Ausverkauf der immerhin 6000 Autos zählenden 01-Auflage in nur 137 Sekunden manifestierte. Noch ist der seit 2017 angebotene Neuling für die etablierten Konkurrenten von Audi, BMW und Mercedes nur ein lokales Problem, aber die Uhr tickt. Schon Ende 2019, spätestens Anfang 2020 wollen die Chinesen Lynk & Co auch in Europa anbieten, was eine erste Testfahrt im neuen Lynk & Co 01 (2017) mehr als rechtfertigt. Dabei sollte nicht der Fehler gemacht werden, das Alter der Marke – sie ist erst 2015 gegründet worden – mit mangelnder Erfahrung zu verwechseln. Schließlich gehört sie zum Geely-Konzern und ist damit eine Schwester von Volvo. Und die Schweden stellen nicht nur ihre CMA-Plattform zur Verfügung, sie haben auch in Göteborg für ein Design- und Entwicklungszentrum der Chinesen Platz gemacht. Mehr zum Thema: So kommt der Lynk & Co 03

Neuheiten Lynk & Co 01
Lynk & Co 01 (2017): Erste Fotos  

Neuer Lynk & Co 01 auf Volvo-Basis

Neuer Lynk & Co 01 (2017) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Lynk & Co 01 (2017)

Trotzdem ist der neue Lynk & Co 01 (2017) kein gesichtsloser Volvo-Klon: Wo die Schweden bewusst nüchtern und kühl sind, geben sich die Chinesen besonders modern – und daher cool. Das sieht man am sehr viel extrovertierten Design der um rund zehn Zentimeter gestreckten Karosse und mehr noch im Innenraum, der etwas mehr Platz und vor allem deutlich mehr Pepp bietet. Selbst, wenn sich auf Anhieb einige gemeinsame Bedienelemente wie der winzige Schaltstummel für das Doppelkupplungsgetriebe entdecken lassen, gehen die Chinesen im Cockpit ihren eigenen Weg, bauen einen größeren Bildschirm ein, der waagrecht statt senkrecht montiert ist und setzen auf deutlich mehr Infotainment und Connectivity – bis hin zum sogenannten Share-Button, mit dem man seinen neuen Lynk & Co 01 (2017) auf Knopfdruck für privates Carsharing im Freundeskreis freigeben kann. Mehr zum Thema: Sportliches SUV-Coupé Lynk & Co 05

Neuheiten Lynk & Co 02 (2019)
Lynk & Co 02 (2019): Erste Fotos (Update!)  

Der 02 revolutioniert den Verkauf

 

Lynk & Co mit Volvo-Genen

Bei aller Emanzipation zahlt sich die Zusammenarbeit zwischen Schweden und China aber trotzdem aus: Der neue Lynk & Co 01 (2017) fährt und fühlt sich nämlich viel europäischer, viel erwachsener, viel solider an als die allermeisten anderen chinesischen Modelle. Und das gilt nicht nur für die Materialauswahl im Interieur, sondern vor allem für Lenkung und Fahrwerk, die mit ein bisschen Feinschliff und etwas mehr Bestimmtheit auch gut nach Europa passen. Unter der Haube des Testwagens steckt dabei ein 199 PS stärker Zweiliter, der ebenfalls aus dem Volvo Regal stammt und seine Sache ausgesprochen gut macht. Er klingt souverän und hat mit 350 Nm auch jede Menge Dampf. Nicht umsonst schafft der neue Lynk & Co 01 (2017) den Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,3 s, kommt locker über 210 km/h und fährt dabei auch noch etwas sportlicher und straffer als sein eher nüchterner Vetter aus Schweden. Doch als neue Marke für eine neue Zeit will Lynk & Co in Europa nur mit elektrisierten Modellen antreten – zunächst mit Plug-In und später mit reinen Akku-Antrieben. Die Basis aber, das zeigt die erste Testfahrt, steht!

Neuheiten Lynk & Co 04 (2019)
Lynk & Co 04 (2019): Erste Fotos  

Golf-Rivale von Lynk & Co

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