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Neuer Jaguar F-Pace SVR (2019): Erste Testfahrt Sportwagengefühl im F-Pace SVR

von Christina Finke 23.04.2019

Mit dem Jaguar F-Pace SVR (2019) starten wir unsere erste Testfahrt in der stärksten und schnellsten Variante des Performance-SUV. So sportlich ist der gut zwei Tonnen schwere Brite mit 5,0-Liter-V8-Motor und variablem Allradantrieb!

Schon vor der ersten Testfahrt macht der neue Jaguar F-Pace SVR (2019) klar, dass es sich bei ihm um die stärkste und schnellste Variante des Performance-SUV handelt. Das Aerodynamik-Paket mit speziellen Front- und Heckstoßfängern, tiefer gezogenen Seitenschwellern und neuem Dachspoiler sowie die 21-Zoll-Schmiedefelgen verleihen dem gut zwei Tonnen schweren Briten im Stand einen dynamischen Auftritt. Und auch im Innenraum grenzt sich der neue Jaguar F-Pace SVR (2019) von den anderen Mitgliedern der Modellfamilie ab. So wird etwa die Achtstufen-Automatik nicht über einen Dreh-Drück-Steller, sondern wie im F-Type über einen Sport-Shift-Gangwahlhebel bedient. Auch das Multifunktions-Sportlenkrad mit Aluminium-Schaltwippen, die 14-fach verstellbare Sportsitze mit Rauten-Muster und Logo-Prägung sowie zahlreiche Dekorelemente sind exklusiv der SVR-Variante vorbehalten. Ansonsten sind wie gewohnt das Infotainmentsystem Touch Pro mit zehn Zoll großem Touchscreen und ein 12,3-Zoll-Instrumentendisplay mit an Bord. Kostenpunkt: Mindestens 100.100 Euro. Mehr zum Thema: Jaguar XE Facelift im Fahrbericht

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Erste Testfahrt im neuen Jaguar F-Pace SVR (2019)

Bevor wir unsere Testfahrt mit den neuen Jaguar F-Pace SVR (2019) starten, werfen wir einen Blick unter die Haube. Hier arbeitet ein bereits aus dem Jaguar F-Type bekannter 5,0 Liter großer V8-Motor mit Kompressor-Aufladung, der 550 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 680 Newtonmeter bereithält. So beschleunigt das rund zwei Tonnen schwere SUV innerhalb von 4,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und wird bis zu 283 km/h schnell. Für die Verteilung der geballten Kraft an alle vier Räder sorgt eine Achtstufen-Automatik. Außerdem hat die hauseigene Performanceabteilung "Special Vehicle Operations" dem sportlichen F-Pace ein neu abgestimmtes Fahrwerk mit gestrafften Dämpfern sowie eine Titan-Auspuffanlage mit aktiver Klappensteuerung spendiert. Unter anderem haben sich die Federraten vorn um 30 Prozent sowie hinten um zehn Prozent erhöht. An der Hinterachse soll ein elektronisch geregeltes Differential für noch mehr Dynamik und Haftung sorgen, zudem kommt ein verstärktes Bremssystem mit zweiteiligen Scheiben zum Einsatz. Mit der Servolenkung, den Kennfeldern der Automatik, dem adaptiven Dämpfersystem und dem Allradantrieb wurden auch alle weiteren fahrdynamisch relevanten Systeme speziell für den neuen Jaguar F-Pace SVR (2019) überarbeitet. Mehr zum Thema: Jaguar XE SV Project 8

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Neuer Jaguar F-Pace SVR (2019) beschleunigt ohne Verzögerung

Natürlich kann man darüber diskutieren, ob dermaßen übermotorisierte und sportlich ausgelegte SUV-Modelle wie der neue Jaguar F-Pace SVR (2019) wirklich nötig sind. Denn auch wenn wohl niemand ein solches Fahrzeug wirklich braucht, sorgt das britische Kraftpaket auf kurvenreichen Strecken vor allem für eines: jede Menge Fahrspaß. Auch schnell gefahrene Wechselkurven meistert der stärkste F-Pace problemlos und ohne große Seitenneigung. Und dank des variablen Allradantriebs, der auf trockener Strecke konsequent hecklastig ausgelegt ist, meistert der Zweitonner auch Spitzkehren dynamisch und souverän. Beim Einlenken unterstützt die Elektronik den Fahrer, indem die kurveninneren Räder abgebremst werden. Der Kompressor stellt die volle Power des V8-Motors ohne größere Verzögerung bereit. Auch die Lenkung des neuen Jaguar F-Pace SVR (2019) vermittelt ein harmonisches Fahrgefühl, die Bremse lässt sich gut dosieren und das Automatikgetriebe schaltet geschmeidig. Ein Offroader ist das Performance-SUV nicht, schon kleine Unebenheiten im Asphalt schlagen relativ ungefiltert durch – einfaches Gelände und holprige Feldwege kann man ihm aber durchaus zumuten. Den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch gibt Jaguar mit 11,9 Litern pro 100 Kilometer an. Doch dieser Wert ist selbst bei normalem Fahrverhalten nicht zu erreichen –  rund 15 Liter sind bei sportlichen Kurvenjagden schon realistischer. Mehr zum Thema: So fährt Jaguars Kompakt-SUV

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Unser Fazit

Der neue Jaguar F-Pace SVR (2019) kann trotz seines Gewichts und dem ungünstigen Schwerpunkt ein durchaus sportliches Fahrgefühl vermitteln. Mit seinen 550 Kompressor-PS aus dem 5,0-Liter-V8 lässt er Konkurrenten wie Mercedes-AMG GLC 63 S sowie den kommenden BMW X3 M Competition ein ganzes Stück hinter sich. Doch nicht nur die Leistung ist Spitze: Mit 100.100 Euro liegen auch die Preise des neuen Jaguar F-Pace SVR (2019) weit über denen der Konkurrenz.

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