Alle Tests zum Honda e

Neuer Honda e (2019): Erste Testfahrt Auf Tuchfühlung mit dem Honda e

von Max Sonnenburg 21.08.2019

Außen retro, unter der Karosserie hochmodern – so präsentiert sich der Protoyp des neuen Honda e (2019) bei der ersten Testfahrt. Wir verraten, welches Potenzial unter der Retro-Karosse schlummert!

Außen retro, unter der Karosserie hochmodern – so präsentiert sich der Prototyp des neuen Honda e (2019), mit dem die Japaner nun auch in Europa ins Elektrozeitalter aufbrechen. Vor der offiziellen Premiere auf der IAA 2019 konnten wir mit dem seriennahen Prototyp bei einer ersten Erprobungsfahrt auf Tuchfühlung gehen. Für den urbanen Einsatz entwickelt, soll der pfiffige Kleinwagen die Attribute Innovation, Fahrdynamik und Design auf sich vereinen. Die Batterie des Stromers, die im Fahrzeugboden installiert ist, speichert 35,5 kWh und soll eine Reichweite von 200 Kilometern nach WLTP-Standard ermöglichen. Im Stadtverkehr soll der Honda dank Rekuperation sogar noch etwas weiter kommen. Im Heck des neuen Honda e (2019) sitzt ein 150 PS starke E-Motor, der mehr als 300 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterräder schickt, der Fahrer kann zwischen den beiden Fahrmodi Normal und Sport wählen. Soweit die Theorie. Mehr zu Thema: Das ist der Honda e

Fahrbericht Honda HR-V Facelift (2019)
Neues Honda HR-V Facelift 1.5 i-VTEC Turbo (2019): Erste Testfahrt Das HR-V Facelift unter Druck gesetzt

Neuer Honda e (2019) im Video: 

 
 

Neuer Honda e (2019) auf erster Testfahrt

 

Bei unserer ersten Testfahrt geht der knapp 1,5 Tonnen schwere Stromer schon im Normal-Modus zügig nach vorn. Gibt man ihm im Sport-Modus die Sporen, prescht der neue Honda e (2019) so lebhaft voran, dass es eine helle Freude ist. Auch die vehemente Bremsperformance, die der Kleinwagen in der Größe eines VW Polo an den Tag legt, sorgt für Begeisterung. Die Lenkung ist dabei dank Heckantriebs frei von Antriebseinflüssen und gibt stets eine exakte Rückmeldung über das Geschehen an den Vorderrädern. Der Lenkwinkel von bis zu 45 Grad macht den Japaner zudem besonders wendig. Das kommt dem kleinen Wendekreis mit nur 4,30 Metern zugute. Auch den Tanz um die Pylonen meistert der Honda e dank Heckantrieb, Einzelradaufhängung, niedrigem Schwerpunkt und ausgewogener Gewichtsverteilung präzise und agil. Selbst auf schnelle Lastwechsel reagiert er mit stoischer Gelassenheit. Zu viel Übermut wird lediglich mit einem leichten Untersteuern quittiert. Während das äußere Erscheinungsbild von Minimalismus geprägt ist, präsentiert sich der Innenraum modern und multimedial. Hochwertige Materialien versprühen einen modernen Lounge-Charakter, den bis zu vier Erwachsene bequem genießen können. Zahlreiche Apps und Anwendungen auf der Bedienoberfläche des Infotainmentsystems mit fünf umlaufenden Bildschirmen versprechen ein umfangreiches Entertainment-Angebot. Den Honda e soll es zum Marktstart im ersten Quartal 2020 in zwei Ausstattungsvarianten geben – welche Merkmale diese umfassen, steht derzeit noch nicht fest. Trotzdem haben bereits 370 Käufer den Elektro-Honda vorbestellt. Das ist zwar eine verschwindend geringe Zahl verglichen mit den knapp 22.000 Vorbestellungen für den VW ID.3. Doch während VW die Massen elektrifizieren will, setzen die Japaner mit dem neuen Honda e (2019) auf Individualisten. Die Preise sollen bei rund 30.000 Euro beginnen.

Test Honda Civic 1.6i-DTEC
Honda Civic 1.6 i-DTEC: Test 120 PS im wilden Diesel-Civic

von Max Sonnenburg von Max Sonnenburg
Unser Fazit

Der neue Honda e (2019) kombiniert klassisches Design mit moderner Technik. Nicht zuletzt dank seines sportlichen Charakters könnte der Stromer das bis dato eher biedere Image der Elektroautos aufpolieren.

Tags:
Copyright 2019 autozeitung.de. All rights reserved.