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Neuer Ford Ranger Raptor (2019): Erste Testfahrt Ranger Raptor lässt Wüste beben

von Thomas Geiger 10.05.2019

Der neue Ford Ranger Raptor (2019) erweist sich auf der ersten Testfahrt durch die marokkanische Wüste als brachialer Sonderling für den Dreck. 213 PS, ein verstärkter Rahmen und lange Federwege erlauben, was bei anderen Pickups nicht mehr möglich ist!

Man versteht auf der ersten Testfahrt mit dem neuen Ford Ranger Raptor (2019) vor lauter Motorengebrüll kaum sein eigenes Wort, der Dreck spritzt meterhoch, die Luft ist voller Sand, die Füße spüren im Boden ein feines Zittern und binnen zehn Minuten sehen die Dünen aus wie nach einer Militärübung – doch hier probt niemand den Ernstfall, es geht allein um den Spaß an der Freude. Ford bittet zur Ranger-Raptor-Präsentation zu Sandkastenspielen für Große. Schließlich ist die Sportversion von Europas erfolgreichstem Pickup in direkter Linie verwandt mit dem amerikanischen F150 Raptor, der für genau solches Terrain und die legendären Baja-Rennen entwickelt wurde. Auf dem Papier mag der Sportwagen für den Dreck, der im Sommer 2019 für Preise ab 66.771 Euro in den Handel geht, zwar ein ziemlich zahnloser Tiger sein. Schließlich fährt er mit seinem 213 PS starken Vierzylinder-Diesel im Wettbewerbsvergleich nur in der zweiten Reihe: Mercedes bietet die X-Klasse als 350d mit V6 und 258 PS an und den Amarok von VW gibt es sogar mit 272 PS. Und wo die Konkurrenz bei Vollgas an der 200er-Marke kratzt, ist für den Raptor schon bei 170 Sachen Schluss. Doch um solche Quartettwerte geht es ord Performance Director Leo Roeks überhaupt nicht, sondern um die Praxis, in der dieser Pritschenwagen unschlagbar ist: "Vergessen Sie alles, was Sie über Pickups zu wissen glauben", sagt Roeks: "Der neue Ford Ranger Raptor (2019) ist von einem ganz anderen Kaliber. Er ist ein echtes Vollblut und meistert die härtesten Herausforderungen – im Gelände, im Anhängebetrieb, jederzeit und überall". Und zumindest hier in den Dünen am Strand von Afrika mag man dem Manager nicht wiedersprechen – wie auch, wenn man das Grinsen kaum mehr aus dem Gesicht bekommt.

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Ford Ranger Raptor (2019): Motor & Ausstattung Ranger Raptor kommt im Sommer

Neuer Ford Ranger Raptor (2019) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Ford Ranger Raptor (2019)

Außerdem macht der neue Ford Ranger Raptor (2019) unabhängig von seinen Fahrleistungen mächtig was her: Der Kühlergrill sieht aus wie bei einem Kampfwagen, die Kotflügel sind auf jeder Seite gute acht Zentimeter weiter ausgestellt, die Motorhaube ist bulliger, das Dach höher und die Innenausstattung erinnert ein wenig an die RS-Modelle aus der Pkw-Welt – allein dieser Auftritt sollte reichen, um die für Deutschland geplanten 800 Raptor unters Volk zu bringen. Und es ist ja nicht nur Schein, sondern auch jede Menge Sein: Denn um aus dem Arbeitstier ein Sportwagen für Sand und Schlamm zu machen, haben die Kölner den ohnehin schon üppigen Leiterrahmen noch einmal verstärkt. Der Unterfahrschutz ist jetzt dick wie eine Panzerplatte. Die Bremsen, die jetzt rundum erstmals auf Scheiben setzten, packen zu wie die Kiefer eines Kampfsauriers. Und vor allem das Fahrwerk hat mit dem Serienmodell nicht mehr viel gemein. Mit rund 30 Prozent mehr Bodenfreiheit, extrem langen Federwegen und Rallye-Dämpfern von Fox bügelt der neue Ford Ranger Raptor (2019) durch die Pampa, als hätte man die Wüste gerade erst für ihn geteert: Er springt über die Kuppen wie ein Sandfloh, landet butterweich und stürmt danach über Bodenwellen, ohne mit der Wimper zu zucken. Und je schneller man fährt, desto ruhiger ist der Aufbau des über zwei Tonnen schweren Kraftmeiers – selbst wenn es einem schier das Herz zerreißt, wenn man dabei an die grobstolligen 285er Reifen auf den wuchtigen 17-Zöllern denkt.

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Neuer Ford Ranger Raptor (2019) mit Offroad-Technik

Treibende Kraft ist im neuen Ford Ranger Raptor (2019) ein mit 2,0 Litern Hubraum vergleichsweise kleiner Vierzylinder-Diesel, der aber imposante 500 Newtonmeter Drehmoment mobilisiert. Und weil die neue Zehnstufen-Automatik immer den richtigen Gang findet und man von Heck- auch auf Allradantrieb mit und ohne Untersetzung schalten kann, kommt davon stets das Maximum an den Rädern an. Dazu noch sechs Fahrprogramme, die von Schlamm bis Straße so ziemlich jedes Anforderungsprofil abdecken – und schon werden selbst Laien am Lenkrad zu Rallye-Profis und die Wüste fängt gefühlt gleich hinter Wuppertal an. Aber genau das ist das Problem für die Ford-Fahrer: Zumindest in unseren Breiten sind die Spielplätze für solche Spielzeugautos rar gesät und es dürfte für die meisten Kunden bei der grauen Theorie bleiben. Das haben sie auch in Köln begriffen und dafür eine smarte Lösung gefunden: Wen bei einem Normverbrauch von 8,6 Litern oder angesichts der Spuren im Sand das schlechte Gewissen gegenüber der Umwelt plagt oder wem der Spaß mit knapp 70.000 Euro schlicht zu teuer ist, der kann mit dem neuen Ford Ranger Raptor (2019) auch ganz ohne Reue rasen – als Simulation im Videospiel Forza Horizon 4.

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