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Neuer Borgward BX7 (2018): Erste Testfahrt Erster Kontakt mit dem BX7

von Caspar Winkelmann 08.08.2018

Erste Testfahrt im neuen Borgward BX7 (2018). Der chinesische Autobauer Foton möchte mit dem SUV die deutsche Traditionsmarke wiederbeleben.

Der neue Borgward BX7 (2018) ist das erste Modell der Marke nach 55-jähriger Abstinenz auf dem deutschen Markt. AUTO ZEITUNG durfte auf eine erste Testfahrt mit dem neuen Mittelklasse-SUV. Borgward ist kein deutsches Unternehmen mehr, sondern eine Submarke des chinesischen Autobauers Foton. Mit einer Außenlänge von gut 4,70 Metern ist der neue Borgward eine stattliche Erscheinung. Das Design wirkt gefällig, allerdings bietet allenfalls der große Kühlergrill mit dem dominanten Borgward-Rhombus einen Wiedererkennungswert. Seiten- oder Heckansicht wirken eher beliebig und haben wenig gemein mit der betörenden Formensprache einer Isabella aus den 1950er Jahren. Ähnliches gilt für den Innenraum: Der Fahrer blickt auf schön gezeichnete Digitalinstrumente. Auch die Verarbeitung kann sich sehen lassen. Allerdings versprüht beispielsweise der ähnlich große, aber preisgünstigere DS 7 Crossback das gewisse Etwas, das dem Borgward fehlt. Immerhin fällt das Raumangebot für alle Passagiere beim chinesischen Newcomer luftig aus. Sowohl die Vordersitze als auch die Rückbank bieten einen guten Komfort. Unverständlicherweise lässt sich der Beifahrersitz jedoch nicht in der Höhe verstellen, und das träge ansprechende Touchdisplay sowie die unpräzise Navigation können ebenfalls nicht überzeugen. Mehr zum Thema: Die Isabella der Neuzeit

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Erste Testfahrt des neuen Borgward BX7 (2018)

Liegt das Standard-Kofferraumvolumen mit 545 Litern noch auf gutem Niveau, fällt das Maximalvolumen mit 1377 Litern sehr mager aus. Die Zuladung von 387 Kilogramm adelt den BX7 ebenfalls nicht zum Lademeister. Die komfortbetonte Fahrwerksabstimmung lässt den Borgward auch gröbere Straßenschäden souverän wegfedern. Dynamischen Ambitionen des Fahrers stehen die leichtgängige, aber gefühllose Lenkung, die behäbig agierende Wandlerautomatik sowie die ausgeprägten Karosseriebewegungen im Wege. Der gehemmt wirkende Zweiliter-Benziner fühlt sich nach weniger als den versprochenen 224 PS an und verbraucht laut Norm 8,9 Liter. Bei unseren eher gemächlichen Testfahrten waren es teilweise mehr als elf Liter, was nicht mehr zeitgemäß ist. In der Limited Edition kostet der BX7 mit Allrad satte 44.200 Euro. Borgward gewährt eine vierjährige Herstellergarantie. Ein eigenes Werkstattnetz sparen sich die Chinesen; für Reparatur- und Servicearbeiten ist die Kette A.T.U zuständig.

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Technische Daten Borgward BX7 (2018)

von Caspar Winkelmann von Caspar Winkelmann
Unser Fazit

Bei ersten Testfahrten setzt der Borgward BX7 keine Glanzlichter. Ob dies der elektrischen Version gelingt, die 2019 kommt, bleibt fraglich.

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