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Neuer BMW M4 (2020): Erste Testfahrt BMW perfektioniert den M4

von Michael Godde 03.07.2020

Die aktuelle 3er-Reihe gilt als besonders dynamisch. Davon profitiert jetzt auch der neue BMW M4. Die erste Testfahrt hat uns beeindruckt!

Der neue BMW M4 (2020) steht uns als Prototyp für eine erste Testfahrt bereit und ist – aufgepasst – auch in der nächsten Generation wieder Hecktriebler. Ja, es wird auch eine Allradvariante geben, aber die kommt erst später – zusätzlich, weil es Märkte gibt, die sie fordern. Aber echt ist der M4 eben nur ohne angetriebene Vorderachse. Ob der neue M4 dem bisherigen das Wasser reichen kann? Und ob. Auch wenn man es kaum glauben kann, der Neue demütigt den Alten. Bei BMW scheint man die Freude am Fahren wieder sehr ernst zu nehmen. Irgendjemand hat bei den Ingenieuren die Leidenschaft wieder neu entfacht. Der aktuelle Dreier und der kommende Vierer sind ohnehin schon fahrdynamische Prachtstücke, mit dem neuen BMW M4 (2020) überholen sich die Münchener selbst. Nur selten stehen die aktuelle und die neue Generation für einen Vergleich während der ersten Testfahrt bereit. Diesmal ist es so.

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BMW M4 (2020): Fotos, Leak, Preis, Competition & PS Sieht so der neue M4 aus?

Der BMW M3 und M4 (2020) im Video:​

 
 

Erste Testfahrt mit dem neuen BMW M4 (2020)

Die M GmbH ist überzeugt vom neuen M4 und wählt daher nicht eine beliebige kurvige Strecke für die ersten Fahreindrücke, sondern den Sachsenring. Den neuen BMW M4 (2020) muss man intensiv erfahren. Wie gesagt, die ersten Runden unserer Testfahrt drehen wir mit dem noch aktuellen M4. Eigentlich ist er perfekt. Die Vorderachse ist dabei das verbindliche Teil des Systems, das den Hecktriebler zum Vergnügen macht. Ob man einen M4 mit 431 oder M4 Competition mit 450 PS besser machen kann? Die Antwort nach einigen schnellen Runden: Nein. Aber es geht eben doch. Dort, wo der alte M4 vorhin schon mit der Hinterachse zuckte und schnelle Lenkkorrekturen einforderte, bleibt der neue sanft übersteuernd extrem stabil und sicher auf der Ideallinie – vollkommen frei von jeder Hektik trifft er jeden Scheitelpunkt Runde für Runde millimetergenau. Die Lenkung des Vorgängers ist bereits ein Lehrbeispiel für andere Rivalen – die des neuen BMW M4 (2020) präsentiert sich noch intensiver in ihrem Informationsfluss. Du spürst schon beim Einlenken, dass  die Hinterachse der Vorderachse stabil folgt. BMW hat dazu nicht nur an der Lenkungsabstimmung gefeilt, sondern alle Fahrwerksanlenkpunkte überarbeitet und fester mit der vor allem an der Front nochmals über Streben versteiften Karosserie verbunden. So bilden Vorder- und Hinterachse nun eine Einheit wie nie zuvor. Natürlich trägt auch die neue Mischbereifung mit 275 Millimeter breiten 19-Zöllern an der Vorderachse und fetten 295er 20-Zöllern an der Hinterachse dazu bei.

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Neuer BMW M4 (2020) deklassiert den Vorgänger

Der neue BMW M4 (2020) saugt sich bei unserer ersten Testfahrt mit wenig Lenkeinschlag durch jeden Radius, gleitet extrem verlässlich in den Grenzbereich und sorgt beim Ritt am Limit für absolutes Vertrauen. Daran wird sich die Konkurrenz die Zähne ausbeißen – und das macht sie ja schon bei der aktuellen Generation. Das andere Highlight des neuen M4 ist sein Antriebsstrang. Der vom X3/4M übernommene Reihensechszylinder-Biturbo leistet in der Basis 480 und im Competition 510 PS. Schon die 480 Pferdchen galoppieren so spontan und hemmungslos auf, dass man die 510 PS kaum vermisst – auch, weil das aktive M-Differenzial dabei einen fantastischen mechanischen Grip gewährleistet. Ein echtes Schmankerl ist zudem das manuelle Schaltgetriebe. Kurze Wege, ein perfekt positionierter Schalthebel und die unverschämt gut arbeitende Drehzahlanpassung beim Herunterschalten sorgen für herrlich leichtfüßige Taktwechsel und fördern eine noch intimere Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Bei den Preisen und endgültigen Fahrleistungen oder auch Verbräuchen zum neuen BMW M4 (2020) hält sich der Autobauer noch bis zur offiziellen Vorstellung Ende September 2020 zurück.

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von Michael Godde von Michael Godde
Unser Fazit

Der neue BMW M4 (2020) kann bei der ersten Testfahrt alles besser als sein Vorgänger und bleibt dabei genauso leidenschaftlich.

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