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Neuer Audi R8 Facelift (2019): Erste Testfahrt R8 durchtrainiert und fit wie nie

von Jürgen Voigt 21.11.2018

Wie sich der neue Audi R8 Facelift (2019) auf dem Rundkurs schlägt, klärt eine erste Testfahrt mit dem 620 PS starken performance-Modell auf der Rennstrecke von Ascari!

Was für ein Tag für eine erste Testfahrt mit dem neuen Audi R8 Facelift, das Anfang 2019 auf den Markt kommt: In der Hand das wohlgeformte Lenkrad des gerade frisch überarbeiteten Sportlers, den Daumen auf dem knallroten Start-Button, und vor uns die herrliche Rennstrecke Ascari unweit des südspanischen Ronda. Dass der R8 auch im wahren Leben da draußen auf der Straße seine Allroundqualitäten und seine Langstreckentauglichkeit behalten hat, setzen wir jetzt mal voraus, sodass wir uns ausschließlich der Performance auf der Strecke widmen. Schließlich prägt den schnellsten aller Serien-Audi eine enge Verwandtschaft zum Langstrecken-Rennauto R8 LMS GT3, mit dem er etwa 50 Prozent aller Teile gemeinsam hat. Und so profitieren sowohl das Rennauto als auch der Straßen-R8 von einer stilistischen und technischen Überarbeitung. Die Basisversion bringt es nun auf stramme 570 statt vormals 540 PS. Hier in der Boxengasse warten wir hingegen im nun 620 PS starken R8 V10 performance quattro auf den Start. Gewohnt harsch und aggressiv bellt der Zehnzylinder los. Daran ändern auch die Otto-Partikelfilter nichts, die zusätzlich im an sich schon gut gefüllten Heck des neuen Audi R8 Facelift (2019) Platz finden mussten. Mehr zum Thema: Erste Testfahrt mit dem Audi TTS Facelift

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Erste Testfahrt im neuen Audi R8 Facelift (2019)

Unterwegs im Rennstrecken-gerechten performance-Modus wird klar, dass sich der neue Audi R8 Facelift (2019) seinen Charakter als potente, jetzt aber noch besser kontrollierbare Pistensau bewahrt hat. Der Kurs hier hält die eine oder andere Überraschung in Form nach außen hängender Kurven oder unvermittelt aufkreuzender Schikanen bereit. Unvermittelt deshalb, weil der extrem spontan aufs Gas ansprechende Hightech-V10 (kombinierte Saugrohr-/Direkteinspritzung, variable Ventilsteuerzeiten, Ventiltrieb teils aus Titan, Zylinderabschaltung und mehr) mit Erklimmen der Drehzahlleiter bis hinauf zu schallenden 8700 Touren stetig an Wucht zunimmt. Kaum hast du am Lenkrad die Plus-Wippe des Doppelkupplungsgetriebes gezogen, mahnt der blinkende Drehzahlmesser erneut zum Hochschalten, andernfalls landet man abrupt im Drehzahlbegrenzer. Das alles passiert wie im Zeitraffer, und obwohl die Geraden zum Durchbeschleunigen nur kurz sind, stehen vor der nächsten Biegung schon wieder um die 200 km/h auf der Uhr. Die atemberaubende Performance des maximal 331 km/h schnellen und neuen Audi R8 Facelift (2019) liegt auch an der fantastischen Traktion, die der variable quattro-Antrieb in Kooperation mit dem automatisch teilsperrenden Hinterachsdifferenzial sowie den optionalen und eigens für den R8 neu entwickelten Michelin-Pilot-Sport-Cup-2-Reifen ermöglicht.

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Atemberaubende Performance im neuen R8 (2019)

Schon weit vor dem Kurvenausgang geht's wieder voll aufs Gas, und der neue Audi R8 Facelift (2019) schießt wie auf Schienen auf die nächste Gerade. Dabei erweisen sich sowohl die Karbon-Keramik-Bremsen als auch die optionale, mit variabler Übersetzung arbeitende Dynamiklenkung als fein dosierbare Präzisionswerkzeuge, mit denen der Fahrer die überwältigende Längs- und Querdynamik des R8 gut im Griff hat. Doch auch ein Supersportler wie der R8 erreicht irgendwann seine Grenzen, beispielsweise wenn du beim Einlenken noch viel zu schnell bist und erstmal auf die Bremse tappst. Aber selbst dann lässt einen die Fahrmaschine nicht im Stich und greift – zumindest, wenn das ESP nicht komplett deaktiviert wurde – korrigierend ein. In den Handel kommt der neue Audi R8 Facelift Anfang 2019, etwa auf dem Preisniveau des Vorgängers – das sind knapp 170.000 für die Basis und knapp 200.000 Euro für den R8 performance.

von Jürgen Voigt von Jürgen Voigt
Unser Fazit

Der neue Audi R8 Facelift (2019) hat nichts von seiner Faszination eingebüßt, geprägt auch durch den fantastischen V10-Antrieb. Auf der Rennstrecke überzeugen die Fahrwerk-Updates.

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