Mazda MX-5: Bei diesem Roadster wird das X groß geschrieben
Wenn aus dem Mazda MX-5 ein Matschda MX-5 wird: Paco Motorsport hat aus dem Klappdach-Roadster RF ein Auto mit der Inselbegabung Geländegängigkeit gemacht.
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Mit einem grobstolligen Mazda MX-5 über eine Insel? Es gibt schlimmere Vorstellungen
Unter uns: Ich bin kein Fan von SUV. Aber einen naturgemäß asphaltgebundenen Sportwagen auf den grobstolligen Einsatz umzusatteln – das löst tief im Autobewusstsein ein Gefühl von Freiheit aus. Solche Schweizer Taschenmesser auf Räder lassen sich in Rennspielen wie Forza Horizon am laufenden Band basteln. Aber in der echten Welt finden sich nur wenige Beispiele dieser Asphalt-Animosität.
Paco Motorsports aus dem US-Bundesstaat Kentucky bemüht sich bereits seit geraumer Zeit, Mazda MX-5 mit Geländereifen, luftigen Verbreiterungen und dem Federweg eines Monstertrucks von der Straße zu locken. Die jüngsten Kreationen der Firma versprühen deshalb eher den Duft von Paco Rabiat als von Paco Rabanne.
Die Frage nach dem Warum führt nach St. Thomas auf die Amerikanischen Jungferninseln. Der dort ansässige Kunde wünschte sich einen Mazda MX-5 RF der jüngsten Generation, mit dem er sowohl die zahlreichen Hügel und Berge des Eilands erklimmen, als auch bei Bedarf eine Abkürzung über den Strand nehmen kann.
Dafür spendierte Paco Motorsports dem MX-5 fette All-Terrain-Reifen, die selbst unter den blechernen Kotflügelverbreiterungen noch ordentlich Staub aufwirbeln dürften. Das ganze passt natürlich nur übereinander, weil fahrwerksseitig verstärkte Dämpfer und verlängerte Federn in die Radhäuser eingezogen sind.
Der Mazda 6e (2025) im Fahrbericht (Video)

Aufwendige Kraxel-Technik, aber innen nur Gummi-Fußmatten
Die Rammschutzbügel vorne und hinten lassen den Roadster zum Autoscooter in Lebensgröße mutieren. Dazu gibts an allen Ecken und Enden Abschleppösen sowie vorne Rallye-Zusatzscheinwerfer und hinten einen nicht weniger archaischen Gepäckträger, der – der Form nach zu urteilen – gerne ein Spoiler geworden wäre. Hohe Fahrdynamik suggeriert aber auch der mittige Doppelauspuff.
Tatsächlich bleibt es antriebsseitig beim bewährten Zweiliter-Sauger, dessen 184 Pferde (135 kW) dank Paco Motorsport etwas spontaner ansprechen sollen. Einen Allradantrieb spart sich der Mad-Max-MX-5, dafür gibts aber das Sperrdifferential aus dem Schwestermodell Abarth 124, das eine kürzere Achsübersetzung mitbringt.
Ein Gelände-Cockpit mit Angstgriff für Beifahrer:innen oder Drehregler für diverse Fahrmodi spart sich der abgeschiedene Kunde, weshalb Paco seine Handschrift nur auf den Gummi-Fußmatten hinterlässt. So viel Wetterfestigkeit muss schließlich sein: Wenn sich der RF mit offenem Dach durch den Dreck wühlt, ruiniert er sich dabei wenigstens nicht die Teppiche.
Wie tief der einzigartige Matsch-Mazda tatsächlich in Flussläufe oder ins Geld geht, verrät der Tuner nicht. Jedoch bietet Paco Motorsport neben vielen Einzelkomponenten auch ein sogenanntes Offroadster Conqueror Kit 2.0 für den MX-5 NA zum Preis von umgerechnet 6900 Euro an, das unter anderem die Kotflügelverbreiterungen, ein Gewindefahrwerk und acht pulverbeschichtete Querlenker enthält.















