Ford Granada mit Koenigsegg-Motor: Biedermann mit 1700 PS
Gestatten, hier kommt der brutalste Ford Granada aller Zeiten! Mit einem Koenigsegg-V8 (de)generiert der Biedermann zum Brandstifter mit stratosphärischer Leistung.
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Wenn ein Cosworth-Motor mit 600 PS nicht stark genug ist für den Ford Granada
Schläfrig, schläfriger, Granada. Eigentlich hatte der einstige Oberklasse-Ford kein sportliches Image. Eher die Reputation, mit einer Karosserie mit bedenklich kurzer Halbwertszeit gesegnet zu sein, die unmittelbar nach dem Verlassen der Montagestraße mit dem Durchrosten beginnt.
Dementsprechend haben von dem bräsigen Brummer aus den Siebziger- und Achtzigerjahren nur wenige Exemplare überlebt, die von einer kleinen Fangemeinde kulthaft gepflegt werden. Um sportliche Umbauten geht es dabei selten, eine Assoziation mit Supercars schon gar nicht. Eigentlich.
Zumindest ein norwegischer Hobbyschrauber hat solchen Gefallen an dem Kölner Kreuzer gefunden, dass er ihn gleich dreifach getunt hat. Der Granada 2, seit zwölf Jahren in seinem Besitz, hatte bereits einen aufgeladenen Cosworth-Motor, satte 600 PS (441 kW) stark, unter der Haube. Doch das war ihm nicht genug.
Irgendwo muss ihm ein V8 von Koenigsegg vom Laster direkt vor die Füße gefallen sein. Der Kompressor-Block aus dem CCX bringt bereits 880 PS (647 kW) auf die Rolle. Immer noch nicht genug! Also hat der anonyme Schrauber ihn mittels zweier zusätzlicher Turbos geboostet, bis aus dem Granada-Sleeper das ultimative Beschleunigungstool wurde.
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Der 4,7-Liter-V8 von Koenigsegg kombiniert Kompressoren mit Turbos
Kurzzeitig soll das Monster gut sein für bis zu 1700 PS (1250 kW). Also mehr als das Zehnfache dessen, was der stärkste Serien-Granada jemals auf die Straße gebracht hat. Damit rüttelt der 4,7-Liter-Achtender die Familienkutsche in kaum drei Sekunden aus dem Tiefschlaf auf Landstraßentempo. Nie war ein Ford Granada hurtiger unterwegs.
So richtig schlafmützig kommt der Kölner im Exil aber auch optisch nicht mehr rüber. Anbauteile im Stil der Achtzigerjahre, mehrteilige Alufelgen und der doppelte Auspuff versprechen mehr als die 160 PS (118 kW), die dem stärksten V6-Granada serienmäßig zum Galopp verhalfen. Der Überrollkäfig lässt Zweifel an der Familientauglichkeit keimen.
Allerdings ist unwahrscheinlich, dass der Ford an der 400 km/h-Marke kratzt wie einst der Koenigsegg CCX. Das dürfte die Aerodynamik eines Biedermeier-Bücherschranks vereiteln. Damit der Granada auf der Straße bleibt, wurde das Fahrwerk gründlich überarbeitet. Eine Hinterachse aus dem Shelby Cobra R soll für Stabilität sorgen. Die Bremsen sind einem Porsche entliehen.
Ein Kühler, groß wie ein Esstisch, sorgt für die Wärmeabfuhr. Massive Verstärkungen der Karosserie sollen verhindern, dass sich die Längsträger beim Beschleunigen in Korkenzieher verwandeln. Fehlt eigentlich nur noch eine (verstärkte) Anhängerkupplung, um den halbstarken Granada-Verschnitt mit Vollblutmotor vollends auf Achtzigerjahre-Nostalgie zu trimmen.
















