E-Auto-Leasing: Kosten & Wartung Vorsicht beim E-Auto-Leasing

von Markus Bach 13.12.2017

Gerade für Privatkunden lohnt sich das E-Auto-Leasing. Doch wie sieht es aus mit den Kosten und der Wartung? Und was, wenn der Händler das Restwert-Risiko zum Käufer schiebt? Sicherheit bieten nur Verträge mit Kilometer-Leasing. Unsere Tipps!

E-Auto-Leasing ist eigentlich eine praktische Sache: Man kann alle zwei bis drei Jahre ein neues Modell fahren und hat keinen Aufwand mit dem Verkauf des alten Autos. Dazu kommen die im Vergleich zur Finanzierung niedrigeren Monatsraten, da der Käufer das Fahrzeug nicht erwirbt, sondern nur für dessen Nutzung zahlt. Gerade für Elektroautos, die wesentlich teurer sind als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor, ist Leasing eine gute Sache. Vor allem der entfallende Wiederverkauf wäre für die Kunden praktisch, da die Restwerte der Stromer noch in den Sternen stehen. Aufgrund der schnellen technischen Entwicklung und der fehlenden Erfahrungswerte lassen sich diese nämlich kaum abschätzen. Auch das Altern der Batterien stellt eine große Unbekannte beim Wiederverkauf der E-Mobile dar. All das entfällt beim E-Auto-Leasing für den Käufer. Doch Vorsicht: Das gilt nur beim Kilometer-Leasing, der bei Privatkunden populärsten Leasing-Variante. Hier entscheidet allein der Käufer, ob er am Ende draufzahlen muss oder sogar noch Geld herausbekommt. Bei Vertragsabschluss wird vereinbart, wie viele Kilometer am Ende auf dem Tacho des Autos sein dürfen. Sind es mehr, muss der Leasingnehmer nachzahlen – nach einer bei Vertragsabschluss festgelegten Kilometerpauschale. Fährt man weniger, gibt es dagegen Geld zurück. Beim Kilometer-Leasing tragen also der Autohändler und die hinter ihm stehende Bank das Risiko.

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Darauf beim E-Auto-Kauf achten

 

Kosten und Wartung beim E-Auto-Leasing

Anders beim Restwert-Leasing: Hier wird im Vertrag der Wert des Autos am Ende des Leasingzeitraums festgelegt. Ist es dann weniger wert, muss der E-Auto-Leasingnehmer die Differenz begleichen. Bekommt der Händler mehr Geld für das Auto, erhält der Kunde davon in der Regel 75 Prozent. Ob der Leasingnehmer nachzahlen muss, liegt hier also nicht in seiner Hand. Trickreiche Händler setzen sogar den Restwert möglichst hoch an, um die Monatsraten niedrig zu halten. Am Ende folgt das böse Erwachen – der Kunde muss nachzahlen. Doch selbst bei einer fairen Restwert-Schätzung zu Vertragsbeginn kann sich der Automarkt in zwei, drei Jahren drastisch verändern – siehe Dieselkrise. Und bei den noch jungen Elektroautos sind die Restwerte kaum zu kalkulieren. Die Leasinggesellschaften lagern daher ihr Risiko auf die Kunden aus. Allerdings gibt es Ausnahmen: Viele Herstellerbanken bieten Stromer im Kilometer-Leasing für Privatkunden an, etwa BMW, Ford, Opel, Nissan, Renault und VW. Gegenüber unabhängigen Leasing-Gesellschaften verfügen die Banken der Autokonzerne über ein großes Händlernetz, das einen guten Wiederverkauf der Stromer absichert. Außerdem wollen die Hersteller den Absatz ihrer Elektroautos durch E-Auto-Leasing unbedingt fördern – notfalls mit subventionierten Kilometer-Leasing-Verträgen.

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Auto-Leasing von Neuwagen  

Abgerechnet wird zum Schluss

 

E-Auto leasen: Unterschied Kilometer-& Restwert-Modell

 Kilometer-LeasingRestwert-Leasing
Laufzeit36 Monate36 Monate
Laufleistung (pro Jahr)10.000 km10.000 km
Fahrzeugpreis35.900 Euro35.900 Euro
Anzahlung (20 Prozent)7180 Euro7180 Euro
Monatsrate330 Euro297 Euro
Summe der Raten11.880 Euro10.692 Euro
Abschlusszahlung0 Euro¹0 bis 4000 Euro²
 ¹ bei eingehaltener
Laufleistung
² je nach tatsächlichem
Restwert

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