Daimler-News: Gewinn & Mercedes-Absatzrekord Gewinn bei Daimler sackt noch weiter ab

von Christina Finke 11.02.2020
Inhalt
  1. Nur 2,4 Milliarden Euro Gewinn in 2019 trotz Absatzrekord bei Mercedes
  2. Mai 2019: Ola Källenius wird neuer Daimler-Chef
  3. 2018: Daimler mit Absatzrekord im ersten Quartal

Auch wenn Mercedes-Benz das Jahr 2019 erneut mit einem Absatzrekord abschließen konnte, muss Daimler erneut einen drastischen Gewinneinbruch verkraften. Und: Seit Mai 2019 ist Ola Källenius neuer Vorstandsvorsitzender. Dieser Artikel wurde am 11. Februar 2020 aktualisiert.

 

Nur 2,4 Milliarden Euro Gewinn in 2019 trotz Absatzrekord bei Mercedes

Daimler-Chef Ola Källenius hat im Februar 2020 zum ersten Mal die Bilanz des Autobauers vorgelegt: Unter dem Strich machte der Konzern 2019 gerade noch 2,4 Milliarden Euro Gewinn – 2018 war es noch dreimal so viel. Zwar konnte Daimler den Umsatz mit 172,7 Milliarden Euro noch leicht ausbauen, vor allem weil die Kernmarke Mercedes-Benz das Jahr erneut mit einem Absatzrekord abschloss (rund 2,34 Millionen verkaufte Autos). Doch hohe Kosten fressen einen Großteil davon gleich wieder auf: So ist etwa die Rechnung für Altlasten aus der Dieselaffäre 2019 immer länger geworden. Darüber hinaus müssen Investitionen in den Anlauf der Elektroauto-Produktion und in die Entwicklung teurer Zukunftstechnologien geschultert werden. "Während unsere Ergebnisse im Jahr 2019 die weiterhin starke Nachfrage nach unseren attraktiven Produkten widerspiegeln, können wir mit dem Gewinn nicht zufrieden sein", räumte auch Vorstandschef Källenius ein. Er hatte die Erwartungen seit seinem Amtsantritt im Mai 2019 schon mehrfach nach unten korrigiert und zudem im November ein Sparpaket auf den Weg gebracht, das unter anderem die Streichung Tausender Arbeitsplätze vorsieht. Darüber hinaus will Källenius die Materialkosten deutlich senken und zudem die Investitionen deckeln, die teure Modellpalette ausdünnen und sich in den einzelnen Segmenten stärker auf die Fahrzeuge mit den höchsten Gewinnspannen konzentrieren. So erwartet Daimler für 2020 zwar kaum Veränderungen beim Umsatz, dafür aber eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses. Der Gewinneinbruch hat derweil auch für Mitarbeiter und Aktionäre Folgen: Für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten gibt es 2020 nur noch 597 Euro Ergebnisbeteiligung und eine einmalige Anerkennungsprämie von bis zu 500 Euro. Im Vorjahr hatte die Prämie mit 4965 Euro noch weitaus höher gelegen. Außerdem kürzte Daimler seine Dividende drastischer als erwartet: Die Aktionäre sollen je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr nur noch 90 Cent erhalten – im Jahr zuvor waren es noch 3,25 Euro. Mehr zum Thema: Mercedes verkündet Ende für Verbrenner

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Mai 2019: Ola Källenius wird neuer Daimler-Chef

Ola Källenius hat im Mai 2019 seinen Posten als neuer Daimler-Vorstandsvorsitzender angetreten. Der Aufsichtsrat hatte den Schweden in der Sitzung vom Mittwoch, 26. September 2018, zum Nachfolger an der Konzernspitze und zum Leiter der Autosparte Mercedes-Benz berufen. Der bisherige Forschungs- und Entwicklungsvorstand beerbt den langjährigen Daimler-Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche. Källenius ist 49 Jahre alt und seit Anfang 2015 Vorstandsmitglied bei Daimler. Der Schwede ist Betriebswirt und arbeitet seit 1993 für den Konzern, zuletzt als Chef der Konzernforschung sowie der Entwicklung der Pkw-Sparte. Er galt schon seit längerem als hoffnungsvoller Anwärter auf den Posten des Daimler-Chefs. Daimler baut derzeit den Konzern grundlegend um. Geplant ist eine neue Struktur mit drei rechtlich selbstständigen Einheiten unter einer gemeinsamen Dachgesellschaft – eine für Pkw und Vans, eine für Trucks und Busse und eine für Finanzdienstleistungen.

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2018: Daimler mit Absatzrekord im ersten Quartal

Die Daimler AG konnte im ersten Quartal 2018 einen Absatzrekord verzeichnen. Alleine in den ersten drei Monaten des Jahres hatte der Konzern weltweit 806.900 Pkw und Nutzfahrzeuge absetzen können. Im Vergleich zum Vorjahresniveau ergaben diese Verkaufszahlen ein Plus von sieben Prozent. Wesentlich ging der Absatzrekord vor allem auf die Tochtermarke Mercedes-Benz zurück, die im ersten Quartal 594.300 Einheiten und damit fünf Prozent mehr verkauft hatte als im Zeitraum des Vorjahres. Auch die Daimler Trucks konnten eine deutliche Steigerung verzeichnen und erzielten ein Umsatzplus von 21 Prozent mit insgesamt 113.800 Einheiten. Laut Berichtsquartal hatte die Daimler AG einen Konzernumsatz von 39,8 Milliarden Euro eingefahren und lag damit drei Prozent über dem Wert des letzten Jahres. Der bereinigte Umsatzanstieg betrug für das erste Quartal 2018 acht Prozent. Alleine für April 2018 hatte Daimler einen Absatzrekord erzielt: Weltweit hatte Mercedes-Benz in dem Aprilmonat 192.558 Fahrzeuge an den Mann oder die Frau gebracht – das ergab ein Absatzplus von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt betrug das Wachstum der Daimler AG im bisherigen Jahresverlauf 6,2 Prozent. Dafür verkaufte die Kleinwagenmarke Smart im ersten Quartal 2018 weltweit weniger Autos als noch im Vorjahr. Insgesamt wurden in Europa 244.200 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart verkauft. Damit hatte Daimler ebenfalls einen Absatzrekord und ein Plus von einem Prozent erreicht. Am stärksten konnte die Daimler AG ihre Verkäufe in China (+16%), Südkorea (+18%), Indien (+26%) und Malaysia (+28%) steigern. Der Absatz in den USA lag für das erste Quartal 2018 um zehn Prozent unter dem Vorjahreswert, Kanada (+ zwei Prozent) und Mexiko (+ sieben Prozent) hatten so viele Fahrzeuge von Mercedes-Benz und Co. gekauft wie noch nie zuvor im vergleichbaren Zeitraum. Besonders beliebt waren SUV von Daimler (GLC) sowie die neue S-Klasse Limousine, die ein Absatzplus von mehr als 26 Prozent erzielte. Der Absatzrekord im ersten Quartal 2018 für Daimler machte sich auch an der Anzahl der Mitarbeiter und -innen bemerkbar: Gegen Quartalsende waren weltweit 294.029 Personen bei der AG beschäftigt, davon allein 173.882 Beschäftigte in Deutschland. Zum Vergleich: Zum Jahresende 2017 waren noch knapp 1800 weniger Personen für die Daimler AG tätig.

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